Schwaigers: „Riesentraum“ wurde wahr

„Es war ein Riesentraum seit vielen Jahren, der jetzt endlich in Erfüllung gegangen ist“, die Schwaiger Schwestern sind seit dem Wochenende Europameisterinnen im Beachvolleyball. Langsam können sie realisieren, was sie erreicht haben.

"Ich glaube, man kann es ganz schwer in Worte fassen. Das muss man einfach mal erlebt haben, in Klagenfurt am Centre-Court zu stehen. Es ist unglaublich, und dann noch den Erfolg da daheim vor den Österreichern feiern zu dürfen, das ist das Allergrößte, was es für uns gibt“, sagte die 28-jährige Doris Schwaiger unmittelbar nach dem Matchball.

Am Samstag bezwangen sie im Finale bei der Beachvolleyball EM in Klagenfurt ihre spanischen Gegnerinnen. Für die Schwaiger-Schwestern ist es die erste Medaille bei einem Großereignis. Nur langsam können die beiden Waldviertlerinnen realisieren, was sie erreicht haben. Wie es ihnen knapp 48 Stunden nach dem Sieg geht und was sich seitdem getan hat, schildern Sie Montagfrüh im Interview mit noe.ORF.at.

noe.ORF.at: „Wie fühlt es sich an, nicht nur EM-Gold zu holen, sondern beim größten Heimturnier auch als erstes österreichisches Team zu gewinnen? Klagenfurt ist ja stimmungstechnisch nicht zu schlagen...“

Doris: „Für uns ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Wir haben jetzt das zehnte Mal in Klagenfiurt gespielt, zwei Mal sind wir schon Fünfte geworden, jetzt haben wir es endlich ins Finale geschafft und gewinnen dann noch vor so einem Heimpublikum. Es ist wirklich ein Wahnsinn was wir da geschafft haben, diese Woche.“

noe.ORF.at: „Steffi - du hast den Matchball im Finale gegen die Spanierinnen verwertet. Wie zittrig waren da die Hände?“

Steffi: „Die Spanier haben sehr gut gespielt, es war ein hochklassiges Finale. Sie haben uns keinen Ball geschenkt, die wollten auch unbedingt gewinnen. Sicher bist nervös, aber wir waren zwei Punkte vorn und ich hab mir noch gedacht, bitte bitte lass es endlich geschehen und auf einmal macht man den Matchball. Jeder jubelt und schreit, der Hannes Jagerhofer kommt auf das Feld gerannt und man hat es nicht glauben können. Man genießt es dann einfach, ein Wahnsinn.“

noe.ORF.at: „Was hat sich in der Zeit seit Samstag um 16 Uhr bei euch abgespielt?“

Steffi: „Sehr viele Gratulationen, das Handy ist fast übergegangen. Dann schläfst einmal, am nächsten Tag haben wir uns mal zusammengesetzt und dann realisierst was Du erreicht hast. Es war ein Riesentraum der seit vielen Jahren für uns endlich in Erfüllung gegangen ist.“

noe.ORF.at: „Doris, nach der Goldmedaille macht ihr aber keine Pause, die nächsten Turniere warten schon. Am Dienstag geht es nach Berlin und dann spielt ihr noch bis Mitte Oktober. Der Europameistertitel motiviert da bestimmt noch speziell für die nächsten Termine!“

Doris: „Motiviert sind wir jetzt auf jeden Fall, waren wir vorher auch, aber jetzt ist das gewisse Selbstbewusstsein auch mit dabei.“

noe.ORF.at: „Ab Mitte Oktober habt ihr aber Urlaub. Worauf freut man sich als Sportlerin da am meisten?“

Doris: „Dass man einmal nicht irgendwo hinfliegen muss. Die Fliegerei ist halt schon sehr anstrengend, das haben wir halt zum krönenden Saisonabschluss schon noch. Danach zumindest einmal ein Monat lang kein Reisen. Ich freu mich besonders auch auf mein Haus, auf meinen Garten, dass ich einmal ein Monat lang bei meinem Mann sein kann, bei meiner Familie.“

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