Verdacht auf Tierquälerei in Schlachthof

In einem Schlachthof im Bezirk Melk hat sich ein möglicher Fall von Tierquälerei ereignet: Schweine sollen in einem Wartestall gestanden sein, in dem es offenbar zu kalt war. Das Fleisch wies Rötungen auf, so die Landesveterinärdirektion.

In dem Wartestall, in dem die Tiere vor der Schlachtung untergebracht waren, wurde laut Wigbert Roßmanith von der Landesveterinärabteilung in St. Pölten anscheinend zu wenig geheizt. Das Fleisch habe daher nach der Schlachtung Rötungen aufgewiesen, die zunächst mit einer ansteckenden Krankheit verwechselt worden seien.

Betrieb soll strenger kontrolliert werden

Untersuchungen haben laut Roßmanith letztlich gezeigt, dass die Rötungen auf die frostigen Außentemperaturen zurückzuführen seien. Bei dem Wartestall würde es sich um eine massiv gebaute Stallung handeln, in der üblicherweise nicht geheizt wird. Beim aktuellen Frost wäre das aber offenbar notwendig gewesen.

Der Veterinärdirektor kündigte im Hinblick auf den betreffenden Betrieb im Bezirk Melk strenge Kontrollen an. Die Amtstierärzte seien angewiesen, auch unangemeldete Kontrollen bei dem Schlachthof durchzuführen. Eine Anzeige wegen Tierquälerei wurde allerdings nicht eingebracht.

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