Notruf 1450 zieht erste positive Bilanz

Seit knapp zwei Wochen gibt es die neue zentrale Gesundheitshotline 1450. Ziel ist es die Spitalsambulanzen damit zu entlasten. Nun wird eine erste Bilanz gezogen. Fast 600 Anrufe wurden bislang verzeichnet.

Unter der Telefonnummer 1450 sollen Anrufer rund um die Uhr und sieben Tage die Woche eine telefonische Gesundheitsberatung von speziell geschultem medizinischem Personal erhalten. Die Hotline soll als Erstanlaufstelle bei Gesundheitsfragen und akuten Symptomen dienen. So will man die Spitalsambulanzen unterstützen und eine Dringlichkeitseinschätzung bei den Patienten fördern.

Startschuss für das Pilotprojekt in Niederösterreich, Wien und Vorarlberg, das von 144 Notruf Niederösterreich abgewickelt wird, war am 7. April. In den ersten beiden Wochen haben fast 600 Personen bei der neuen Gesundheitshotline angerufen. Für Christof Constantin Chwojka, dem Geschäftsführer von Notruf Niederösterreich, ist das eine äußerst positive Bilanz. „Von diesen knapp 600 Anrufern, die unter den gegebenen Umständen wahrscheinlich früher in eine Ambulanz gegangen wären, sind mehr als 450 die wir zu einem anderen Punkt als einer Ambulanz senden konnten.“

14 Minuten dauerte ein durchschnittliches Telefonat

Die Auswertung der Verteilung auf die Wochentage zeigt, dass sich die meisten Anrufer an Samstagen beraten ließen. Zeitlich bewegten sich die Gespräche am häufigsten rund um 8.00 Uhr sowie zwischen 17.00 bis 21.00 Uhr. Die derzeit neun Angestellten sind in den Spitzenzeiten deshalb auch zu dritt oder zu viert gleichzeitig im Dienst. Im Durchschnitt dauerten die Telefonate etwas mehr als 14 Minuten.

Die häufigsten Auskünfte des Fachpersonals waren Empfehlungen, sich innerhalb der nächsten vier Stunden ärztlich behandeln zu lassen. Auf Platz zwei liegen Akutversorgungsfälle. Hier empfahl man den Anrufern sich so bald wie möglich behandeln zu lassen. In 37 Fällen reichten eine Beratung und die Anleitungen zur Selbsthilfe aus.

Geplant ist die Ausweitung des Projekts

Die Gesundheitshotline wird noch bis Dezember 2018 im Rahmen des Pilotprojektes in Niederösterreich, Wien und Vorarlberg getestet. Danach sollen die Ergebnisse ausgewertet und das Projekt auf die restlichen Bundesländer ausgeweitet werden. Finanziert wird die Gesundheitshotline 1450 von den Ländern Niederösterreich, Wien und Vorarlberg, von den jeweiligen Krankenkassen sowie vom Bund.

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