Forum Frohner: Hommage an Werner Hofmann

Das Forum Frohner in Krems-Stein zeigt ab Sonntag die Ausstellung „Hommage an Werner Hofmann – Biennale des Jeunes Paris 1967“. Es ist eine Suche nach den Spuren einer Schau, die vor 50 Jahren in Paris gezeigt wurde.

1967 kuratierte der heute legendäre Kunsthistoriker Werner Hofmann (1928-2013) die Biennale des Jeunes de Paris und vereinigte drei künstlerische Positionen: Adolf Frohner, Richard Kriesche und Walter Pichler. Seinem Credo der produktiven Dialektik entsprechend setzte er damit junge Künstlerpersönlichkeiten in einen Dialog, der bis heute neue Zusammenhänge und ungewohnte Zugänge eröffnet.

Auf den Spuren avantgardistischer Positionen

Die im Musée d`Art moderne de la Ville de Paris gezeigte Schau wird „in ihrer Ausrichtung von den Kuratorinnen Brigitte Borchhardt-Birbaumer und Elisabeth Voggeneder rekonstruiert und bildet den Anlass für eine Spurensuche auf den Pfaden des Impuls gebenden Denkers. Im Vordergrund stehen jene Aspekte seines Schaffens, die Schnittstellen und Berührungspunkte mit der lokalen Entwicklung aufweisen“, heißt es auf der Website des Forum Frohner.

Werner Hofmann, 1962 Gründungsdirektor des Museums des 20. Jahrhunderts in Wien, war es, der ab den 1960er Jahren die Internationalisierung der österreichischen Kunstszene vorantrieb. Er förderte junge Talente, die neue Strömungen von Paris und New York nach Wien brachten, und knüpfte Kontakte für sie in andere Metropolen.

Hofmanns innovative Denkweise zeigt sich mit der Auswahl, die er 1967 als Kommissär für die Biennale des Jeunes, eine Ausstellung internationaler junger Künstlerinnen und Künstler, in Paris zusammenstellte: Er verband drei avantgardistische Positionen. Ungewöhnlich scheint die Kombination des Malers Adolf Frohner (1934-2007) mit zwei spartenübergreifenden Objekt- und Installationskünstlern, Walter Pichler (1936-2012) und Richard Kriesche (geb. 1940).

Die Ausstellung „Hommage an Werner Hofmann“ zeigt neben den in Paris ausgestellten Werken und zeitgleichen Hauptwerken der Protagonisten laut Website erstmals Dokumentationsmaterial und Archivalien zur Biennale des Jeunes und spürt zudem weiteren Bezügen Hofmanns zur lokalen Kunstszene nach.

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