Spatenstich für Landesausstellung 2019

Die Vorbereitungen für die nächste Landesausstellung 2019 in Wiener Neustadt laufen auf Hochtouren. Am Mittwochabend fand der Spatenstich für das „Herzstück“ der nächsten Schau statt, für die Kasematten und die „Neue Galerie“.

Die Kasematten in Wiener Neustadt, ein ehemaliges unterirdisches Waffenlager, sind neben dem Stadtmuseum der zweite Standort für die Landesausstellung 2019. Dafür wird das historische Juwel nun generalsaniert - mehr dazu in Kasematten werden generalsaniert (noe.ORF.at; 9.11.2016)

Stadt und Region sollen touristisch belebt werden

Für die niederösterreichische Landesausstellung werden die Kasematten komplett revitalisiert, erweitert und eben für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Sie sollen das „Herz“ der Landesausstellung in Wiener Neustadt sein. Ausgeschlossen sei beim nun startenden Bau auch nicht, so Bürgermeister Klaus Schneeberger (ÖVP) in seiner Ansprache, dass man Schätze oder Relikte hier in den nächsten Monaten findet. Für Schneeberger soll die Landesausstellung in erster Linie den Tourismus in der Stadt nachhaltig und zukünftig bewegen. „Das wäre die Trägerrakete, die ich mir von der Landesausstellung wünsche“, so der Bürgermeister.

Kultur Landesausstellung Wiener Neustadt Spatenstich
ORF

Das Land Niederösterreich investiert mehr als 20 Millionen Euro in die Schau im Jahr 2019. „Wir erwarten uns nicht nur einen Impuls für die Stadt Wiener Neustadt, sondern für die gesamte Region. Diesen Impuls erwarten wir uns im kulturellen und im touristischen Sinne“, sagt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP).

Älteste Teile aus dem 12. Jahrhundert

Wiener Neustadt zählte im Mittelalter zu den am stärksten befestigten Städten Europas. Die wehrhafte Anlage mit einer turmbewehrten Stadtmauer, vier Stadttoren und einem vorgelagerten Wassergraben schützte die Stadt. Ein umlaufender Bereich, der Zwinger zwischen der Stadtmauer und der niedrigeren Zwingermauer, bot zusätzlichen Schutz. Mit den nach 1531 errichteten Kasematten ließ König Ferdinand I. die gewaltige Befestigung weiter ausbauen.

Visualisierung Kasematten
Architekt Bevk Perovic
Auf 2.500 Quadratmetern sollen zukünftig Ausstellungen und Konzerte stattfinden

Die ältesten Teile der Kasematten stammen vom Ende des 12. Jahrhunderts, der Zeit der Stadtgründung. Zu- und Umbauten erfolgten im 13., 15., 16. und 17. Jahrhundert. Die Kasematten umfassen 39 Räume, gebaut wurden sie mit Steinen aus den Fischauer Steinbrüchen.

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