Hoffen auf WM-Medaillen im Sand

Ab Freitag ist Wien Schauplatz der Beachvolleyball-WM. Beim Spektakel auf der Donauinsel ist Österreich mit 14 Spielerinnen und Spielern vertreten, die Hälfte von ihnen kommt aus Niederösterreich und hofft auf eine WM-Medaille.

Die größten Chancen hat das Herren-Duo Clemens Doppler und Alexander Horst. Das routinierte Team vom SV Schwechat zeigte schon mehrmals bei Großereignissen auf und erreichte unter anderem bei den Olympischen Spielen in Rio im Vorjahr Platz neun.

Vorfreude auf eine „gute Show“

Das imposante WM-Areal auf der Donauinsel beeindruckt auch den erfahrenen Doppler: „Das ist ein Riesengelände, so etwas habe ich in 20 Jahren noch nicht gesehen, diese Dimension, die uns in den nächsten zehn Tagen erwartet. Wenn der Hexenkessel voll ist und 10.000 Fans auf den Center Court kommen, wollen wir natürlich eine gute Show bieten", freut sich der 36-Jährige auf die Heim-WM.

Die Beachvolleyballer Clemens Doppler und Alexander Horst
GEPA / Mario Buehner
Clemens Doppler und Alexander Horst

Das Duo Doppler/Horst erreichte heuer beim Major in Porec in Kroatien Platz fünf und rechnet sich auch bei der WM in Wien gute Chancen aus: „Es ist alles drinnen. Wir wissen, dass wir alle schlagen können“, hofft Horst, beim Finaltag am 6. August noch dabei zu sein.

Schwaiger will Erfahrung ausspielen

Bei den Damen gilt die Waldviertlerin Stefanie Schwaiger als Österreichs größte Hoffnungsträgerin. Die 30-Jährige aus Großglobnitz (Bezirk Zwettl) gilt als Spezialistin für Großereignisse. Vor vier Jahren gewann Schwaiger in Klagenfurt an der Seite ihrer Schwester Doris sensationell EM-Gold. Mittlerweile ist Doris zurückgetreten und Stefanie spielt mit der jungen Steirerin Katharina Schützenhöfer.

Stefanie Schwaiger und Partnerin Katharina Schützenhöfer vor dem WM-Pokal
GEPA / Christian Ort
Stefanie Schwaiger und Partnerin Katharina Schützenhöfer vor dem WM-Pokal

Eine Goldmedaille wie 2013 am Wörthersee dürfte zwar außer Reichweite sein, die Vorfreude auf die Heim-WM ist aber groß. „Das ist hier alles noch einmal eine Nummer größer als in Klagenfurt. Wir haben eine sehr ausgeglichene Vorrunden-Gruppe erwischt, da ist alles möglich. Ein Pluspunkt werden sicher die vielen Fans, die auch aus dem Waldviertel kommen und uns anfeuern werden", so Schwaiger.

Hoffen auf große Momente

„Alles geben und überraschen“ ist auch bei den anderen Athletinnen und Athleten aus Niederösterreich das Motto auf der Donauinsel. Der Korneuburger Thomas Kunert spielt mit dem Steirer Christoph Dressler, Tobias Winter aus Amstetten hofft an der Seite des ehemaligen Olympia-Teilnehmers Robin Seidl (Velden) auf eine Medaille. Bei den Damen will die routinierte Schwechaterin Cornelia Rimser mit Lena Maria Plesiutschnig ebenso überraschen wie Teresa Strauss (Leobersdorf) mit der Kärntnerin Katharina Holzer.

Alle niederösterreichischen Teams bei der Eröffnungs-PK in Wien
GEPA / Christian Ort
Alle niederösterreichischen Teams bei der Eröffnungs-PK in Wien

Die österreichischen Paare dürfen ihre Spiele auf dem Center Court austragen. Auf Schwaiger/Schützenhöfer wartet am Freitag mit einem thailändischen Duo ebenso ein Außenseiter, wie auf Doppler/Horst, die auf ein iranisches Team treffen. Lena Plesuitschnig/Cornelia Rimser müssen gegen das starke US-Duo Brooke Sweat/Summer Ross antreten. Die restlichen drei ÖVV-Teams greifen erst am Samstag ins Geschehen ein.

Klaus Fischer, noe.ORF.at

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