Deutlich mehr Unwettereinsätze für Feuerwehren

Die Feuerwehren in Niederösterreich verzeichnen heuer überdurchschnittlich viele Sturm- und Unwettereinsätze. „Massiv getroffen“ wurde das Bundesland durch lokale Unwetter, Dürre und regionale Überschwemmungen.

Die niederösterreichischen Feuerwehren rückten heuer bisher bereits 1.600 Mal zu Sturmschäden aus, im Vorjahr waren es mehr als 1.000 Einsätze, sagte Landeskommandant Dietmar Fahrafellner bei einer Pressekonferenz am Mittwoch. Nach rund 1.000 Auspumparbeiten 2016 halten die Helfer heuer bereits bei 600.

Landwirtschaft: Bis zu 25 Millionen Euro Schäden

Allein nach einer Gewitterfront in der Nacht auf den 11. August waren mehr als 1.200 Feuerwehrmitglieder im Einsatz - mehr dazu in Unwetter: 1.200 Feuerwehrleute im Einsatz. Investiert worden sei zuletzt etwa in Großpumpenanlagen und Großstromaggregate, sagte der Landesfeuerwehrkommandant. Zudem seien eine Million Sandsäcke im Bundesland vorrätig.

Sonnenblume Sujet Landwirtschaft
APA/dpa-Zentralbild/Ralf Hirschberger
Vor allem die Dürreperioden sorgten für Schäden in der Landwirtschaft

Die Wetterkapriolen in diesem Sommer haben nach ersten Schätzungen 20 bis 25 Millionen Euro Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen und Gebäuden angerichtet. Landwirte meldeten Ernteausfälle bis zu 50 Prozent. „Wir haben einen turbulenten Sommer hinter uns“, sagt Landeshauptfraustellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP). Niederösterreich sei aber heuer weniger stark als andere Bundesländer von Unwettern betroffen gewesen.

25 Hochwasserschutz-Projekte noch heuer

In puncto Hochwasserschutz sollen bis Ende des Jahres 25 Vorhaben abgeschlossen werden, das größte davon ist jenes in Korneuburg (11,5 Millionen Euro Baukosten). In Angriff genommen werden sollen heuer weitere 25 Projekte, darunter die Sanierung des Marchfeldschutzdammes. Der 96,2 Millionen Euro teure Bau soll 30.000 Einwohner in zwölf Gemeinden absichern und wird vom Bund, dem Land Niederösterreich und der Stadt Wien finanziert.

Außerdem wurden bisher 25 Renaturierungsprojekte, etwa entlang der Traisen, der Donau und der Pielach, umgesetzt. Seit 2002 wurden 270 Gemeinden hochwassersicherer gemacht, sagte Pernkopf bei der Pressekonferenz. 870 Millionen Euro wurden in die Bauvorhaben investiert.

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