Emotionales Finale der Waldviertel-Rallye

Mit großen Emotionen ist am Samstag die 37. Waldviertel-Rallye zu Ende gegangen. Bei der letzten Auflage der Traditions-Veranstaltung hat Raimund Baumschlager nach einem Zweikampf mit Hermann Neubauer gewonnen.

Der Finaltag der Rallye war von Freudentränen und auch von Tränen der Rührung geprägt. Zumindest vorläufig war es die letzte Auflage der Rallye. „Die Möglichkeiten gibt es immer, aber da müssen so viele Grundparameter neu positioniert werden. Das geht nicht von jetzt auf das nächste Jahr und deswegen habe ich eben gesagt wir machen einmal eine Pause und schauen uns an, ob sich neue Möglichkeiten eröffnen“, so Schöpf.

Letzte Auflage bringt Tränen

Für Veranstalter Helmut Schöpf war die letzte Waldviertel-Rallye sehr emotional. Er hofft auf neue Möglichkeiten.

Nur fünf Sekunden Vorsprung

Tränen der Freude gab es nach der Zielflagge bei Raimund Baumschlager. Die Motorsport-Legende aus Oberösterreich konnte sich nach 14 spannenden Sonderprüfungen und 420 Kilometern ganz knapp vor Hermann Neubauer durchsetzen. Der Routinier setzte sich mit nur fünf Sekunden Vorsprung durch und entthronte damit Neubauer als Rallye-Staatsmeister. „Für mich ist es der 14. Titel meiner Karriere. Aber so eine knappe Entscheidung habe ich noch nie erlebt. Das bedeutet sehr viel, denn 14 Siege sind Weltrekord“, war Baumschlager nach dem Finale begeistert.

Waldviertel Rallye Staatsmeister Baumschlager
Harald Illmer
Raimund Baumschlager holte den Sieg der letzten Waldviertel-Rallye

Hoffen auf eine Zukunft der Rallye

Im Fahrerlager waren sich am Ende alle einig: Ein endgültiges Ende der Waldviertel-Rallye wäre für den Motorsport in Österreich ein großer Verlust. So sieht es auch Raimund Baumschlager: „Für mich war es wahrscheinlich die letzte Rallye, weil ich nicht mehr so lange fahren werde, aber ich hoffe, dass man für die Zukunft doch eine Lösung findet. Das haben sich die vielen Fans hier im Waldviertel und natürlich auch die Fahrer verdient.“

Waldviertel Rallye Neubauer
Harald Illmer
Hermann Neubauer erreichte den zweiten Platz

Ähnlich sieht es Lokalmatador Christian Schuberth-Mrlik, der sein Heimrennen auf dem vierten Gesamtrang beendet hat: „Vielleicht muss man selbst die Initiative ergreifen und versuchen diese Veranstaltung zu retten. Ob und in welcher Form das gelingen kann, weiß ich noch nicht. Es wäre schade, wenn dieser Klassiker nicht zu retten wäre.“

Pläne sollen in der Schublade liegen, darüber will der Niederösterreicher aber in den kommenden Tagen mit Veranstalter Helmut Schöpf sprechen. Für 2018 dürfte es aber auf jeden Fall zu spät sein, eine entsprechende Nennung für den Kalender ist bis dato nicht abgegeben worden.

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