Schallaburg & Pöggstall zählten 319.000 Besucher

Die Schauen „Islam in Österreich - Eine Kulturgeschichte“ auf der Schallaburg und die Landesausstellung „Alles was Recht ist“ im Schloss Pöggstall (beide Bezirk Melk) wurden von circa 319.000 Personen besucht.

Die Schallaburg Kulturbetriebsges.m.b.H. zog am Donnerstag Bilanz über die beiden Ausstellungen. Insgesamt seien 319.000 Besucherinnen und Besucher zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen motiviert worden.

Islam-Schau wollte interkulturellen Dialog fördern

„Ausstellungen sollen nach dem Verständnis der Schallaburg den Horizont erweitern und die Gesellschaft fordern“, hieß es in der Aussendung. Mit dem Thema Islam sei es „eindrucksvoll“ gelungen, den interkulturellen Dialog zu fördern, Wissen wertneutral zu vermitteln und neue Besuchergruppen für das Ausstellungszentrum zu begeistern. Etwa 90.000 Interessierte wurden gezählt, die Weiterempfehlungsrate sei bei 96 Prozent gelegen.

Arabisches Zimmer, um 1900Wien
Klaus Pichler
Mit „Islam“ auf der Schallaburg wollte man Wissen wertneutral vermitteln

Im kommenden Jahr wird „Byzanz & der Westen. 1000 vergessene Jahre“ gezeigt. Mit mehr als 400 Exponaten aus aller Welt - unter anderem aus dem Pariser Musée du Louvre - werde es die umfassendste Ausstellung zu Byzanz in Europa und zugleich wertvollste in der Geschichte der Schallaburg (17. März bis 11. November 2018).

Landesausstellungen sollen auch Region fördern

Die im Zwei-Jahres-Rhythmus stattfindende Landesausstellung, die auf nachhaltige Impulse in den Regionen abzielt, zog heuer 228.501 Gäste an. Neben dem Thema Justiz und Strafe im Lauf der Jahrhunderte war im Rondell des generalsanierten Baujuwels die Sonderausstellung „Schloss Pöggstall - zwischen Region und Kaiserhof“ zu sehen, die nun als Dauerpräsentation erhalten bleibt.

Weiters werden die rechtsgeschichtliche Sammlung des Landes Niederösterreich, die Sammlung Traunfellner und wechselnde Ausstellungen des NÖ Dokumentationszentrums für moderne Kunst ab 2018 in den Räumlichkeiten des Schlosses gezeigt.

Gefägniszelle
ORF
„Alles was Recht ist“ wurde an 226 Ausstellungstagen von 228.501 Besucherinnen und Besucher gesehen

Die Landesausstellung setze wichtige Impulse, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP): „Mit dem Ziel, die Lebensqualität einer Region langfristig zu sichern, werden nachhaltige Investitionen in der jeweiligen Ausstellungsregion getätigt, um über das Ausstellungsjahr hinaus die Region zu stärken, wirtschaftlich und in ihrem Selbstbewusstsein.“ Für die Bevölkerung rücke die Identifikation und die Begeisterung in den Vordergrund und gleichzeitig werden die regionalen Besonderheiten für Gäste erlebbar gemacht, so Mikl-Leitner.

Landesausstellung 2019 in Wiener Neustadt

Wiener Neustadt wurde zum Schauplatz der Landesausstellung für 2019 auserkoren. Im Fokus der geplanten Ausstellung in den Kasematten - ein unterirdisches Baudenkmal, das im 15. Jahrhundert als Waffen- und Munitionslager diente - und im Stadtmuseum St. Peter an der Sperr wird der Themenbereich Mobilität, Geschichte und Entwicklung der Stadt, die in der Habsburgerzeit eine Rolle spielte, stehen.

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