Leiben für Rallye-Staatsmeisterschaft im Gespräch

Nach dem vorläufigen Aus der Waldviertel-Rallye könnte sich in Niederösterreich 2018 ein anderer Austragungsort für die Staatsmeisterschaft finden. Im Gespräch ist ein Saisonfinale rund um Leiben (Bezirk Melk).

Obwohl die Anmelde- und Einreichfristen bereits abgelaufen sind, ist ein Rallye-Staatsmeisterschaftslauf in Niederösterreich im kommenden Jahr noch nicht völlig vom Tisch. Waldviertel-Rallye-Organisator Helmut Schöpf befindet sich mit dem Melker UNIOR-Racing-Teamchef Gottfried Kogler in Gesprächen zu einem möglichen Saisonfinale in Leiben (Bezirk Melk).

„Eine Gruppe um Gottfried Kogler ist an mich herangetreten und hat um meine Hilfe bei der Ausrichtung eines Staatsmeisterschaftslaufs angefragt. Da die Waldviertel-Rallye derzeit auf Eis liegt, habe ich zugesagt“, berichtet der erfahrene Rallye-Veranstalter.

Raimund Baumschlager Rallye
GEPA/Walter Luger
Rallye-Staatsmeister Raimund Baumschlager könnte 2018 statt am Nordring in Fuglau in Leiben die Fans begeistern.

Aktuell sei Leiben eine gute Option, um in der Region den Rallyesport weiter am Leben zu erhalten. „Ich habe schon vor Wochen beim Verband, der Austrian Motorsport Federation, präventiv einen Renntermin im kommenden Herbst angemeldet, den ich für Leiben zur Verfügung stellen würde“, so Schöpf. „Konkret haben wir die Woche um den 27. Oktober ins Auge gefasst.“

Die Ausrichtung steht und fällt, wie auch bei der Waldviertel-Rallye, mit der Finanzierung. Kann man in den kommenden Wochen einige große Sponsoren an Land ziehen, ist für Schöpf alles möglich. „Aktuell wäre die Meisterschaft im Juli zu Ende, was weder dem Sport noch den Fans helfen würde. Ich gehe davon aus, dass uns der Verband einen zeitlichen Spielraum gibt, wenn wir mit Leiben die Rallye-Saison bis in den Herbst verlängern.“

Waldviertel-Rallye pausiert zumindest ein Jahr

Ähnlich flexibel gestaltet sich die Zukunft der Waldviertel-Rallye. Während Rallye-Ass und Lokalmatador Christian Schuberth-Mrlik die Traditionsveranstaltung wenn nötig auch selbst organisieren will, hält Helmut Schöpf in Absprache mit den beiden Veranstaltungsvereinen ÖAMTC ZV Baden und MSRR Neulengbach ein Aussetzen für zwingend notwendig. „Wir hatten schon in den vergangenen Jahren auch mit strukturellen Problemen, wie etwa mit unerfahrenem Personal oder leeren Werbeetats zum Ende des Jahres, zu kämpfen. Dazu kommt, dass der Nordring 2018 umgebaut wird und wir so vorübergehend einen Eckpfeiler unserer Streckenplanung verlieren.“

Ob die Waldviertel-Rallye 2019 in den Rennkalender zurückkehren wird, lässt Schöpf offen. „Die Planungsphase dauert ein Jahr und derzeit hält sich meine Motivation, das finanzielle Risiko erneut einzugehen, in Grenzen. Unter den aktuellen Rahmenbedingungen ist die Waldviertel-Rallye nett, aber nicht durchführbar.“

Christoph Gregorites, noe.ORF.at

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