Wintertourismus hofft auf neuerlichen Rekord

Die Tourismusbetriebe in Niederösterreich sind bereit für ihre Gäste. In der vergangenen Wintersaison gab es mit 2,74 Millionen Nächtigungen einen neuen Rekord. Heuer erwartet man wieder ein gutes Ergebnis.

Wintersportfans können es kaum mehr erwarten, bis sie ihre Schwünge in den Schnee ziehen können. Der Wintertourismus wird immer beliebter, ob in den größeren Skigebieten im Mostviertel und den Wiener Alpen oder den sogenannten „kleinen feinen Schigebieten“. Im der vergangenen Wintersaison legten die Nächtigungen um mehr als drei Prozent zu.

Dieses Plus führt man das auf das breite Angebot zurück. „Wir haben etwas für die sportlichen Wintersportlerinnen und -sportler im Mostviertel, wir haben die Angebote für die Familien rund um die Wiener Alpen und wir haben etwas für diejenigen, die den Winter zum Relaxen nutzen im Waldviertel“, sagte Tourismus-Landesrätin Petra Bohuslav (ÖVP), „also diese Vielfalt macht uns schon einzigartig und die macht uns auch sehr beliebt bei unseren Gästen.“

Spezielle Angebote sollen neue Gäste anlocken

Mit speziellen Angeboten versucht man auch neue Gäste in die heimischen Skigebiete zu locken, zum Beispiel mit der Ostalpencard. Diese umfasst 26 Skigebiete in Niederösterreich und der Steiermark. „Wir haben im vorigen Jahr einmal etwas ausprobiert, das sehr gut angekommen ist, nämlich eine unter 25 Alterskategorie, die gleich einmal um die 125 Jugendliche, meistens Studierende, erworben haben“, so Markus Redl, Geschäftsführer NÖ Bergbahnen, „unsere Analysen haben gezeigt, das waren alles Gäste, die bisher noch nicht bei uns waren.“

Heuer gibt es auch einige Neuheiten. Im Skigebiet Annaberg wird etwa in der Wintersaison eine Funcross-Strecke samt Familypark in Betrieb genommen. In Lackenhof am Ötscher wartet ein neues Förderband im Kinderskiland, in St. Corona am Wechsel wurden die Kapazitäten von Gastronomie und Parkflächen im Corona Park erweitert.

Neben Skifahren auch kochen und handwerken

Beim Wintertourismus geht es aber nicht nur um den Wintersport. Vor allem im Waldviertel gibt es auch Angebote anderer Art. Christoph Madl, Geschäftsführer der Niederösterreich-Werbung, sagt: „Von Februar bis März 2018 gibt es im Waldviertel auch die Handwerkswochen, wo man bei Handwerkern einen Minikurs besucht und damit etwas über Keramikproduzieren, Seifensieden oder vielleicht auch Sensendengeln lernt.“ Wer lieber kocht, kann als Häferlgucker erfahren, wie etwa Waldviertler Mohnnudeln am besten gelingen.

Die 24 niederösterreichischen Skigebiete mit ihren 200 Pistenkilometern sind also bereit für die Wintersaison. Jetzt braucht es nur noch die richtige Menge Schnee. Die Buchungslage zu Weihnachten und über Silvester sei gut, wurde am Freitag betont. 2020 sollen 7,2 Millionen Nächtigungen im Gesamtjahr erreicht werden.

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