Generationenfonds: Ertrag vervierfacht

Der Aufschwung an den Börsen wirkt sich positiv auf den Generationenfonds des Landes aus. In diesem sind die Erträge aus der Veräußerung der Wohnbaudarlehen veranlagt. Der Zugewinn gegenüber 2015/16 hat sich vervierfacht.

Die freundliche Stimmung an den Börsen bescherte dem Generationenfonds von 1. November 2016 bis 31. Oktober 2017 einen Ertrag von 130,2 Millionen Euro. Im Geschäftsjahr 2015/2016 waren es 29,5 Millionen Euro, womit der Ertrag mehr als vervierfacht werden konnte. „Die Performance des Generationenfonds im abgelaufenen Geschäftsjahr lag bei plus 5,4 Prozent“, zog Finanzlandesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP) am Mittwoch Bilanz.

Landtag beschloss strengere Regeln

„Auch die Wertsteigerungen in den vergangenen fünf Jahren bzw. seit Beginn der Veranlagungen im Jahr 2002 bestätigen den Weg“, betonte Schleritzko. Der vorhandene Kapitalstock stärke demnach die finanzielle Leistungsfähigkeit des Landes: „Außerdem erwirtschaftet das veranlagte Geld mittel- und langfristig einen laufenden Ertrag für unser Sozialbudget.“

Die Veranlagungsstrategie des Landes wurde in der Vergangenheit, vor allem im Landtagswahlkampf 2013, oft als zu risikoreich kritisiert. 2014 beschloss der Landtag strengere Regeln und untersagte etwa Investitionen in Rohstoffe oder Hedgefonds. „Der Wind war in der Vergangenheit oft rau und es waren viele Anstrengungen nötig. Aber es waren Anstrengungen, die sich als richtig erwiesen und gelohnt haben“, sagt Schleritzko.

Generationenfonds
NLK Pfeiffer
Fibeg-Geschäftsführer Robert Piller, Landesrat Ludwig Schleritzko und Fibeg-Geschäftsführer Johannes Kern (v.li.)

Ertragsziele werden derzeit erreicht

Die langfristigen Ertragsziele, die 2014 festgesetzt worden sind, werden aus heutiger Sicht erreicht, ergänzte der Geschäftsführer der niederösterreichischen Finanz- und Beteiligungsmanagement GmbH (Fibeg), Johannes Kern: „Wir liegen knapp besser, als es die Vorgabe des Landtages vorsieht. Das ist auch eine Bestätigung dafür, dass wir nicht über Gebühr Risiko in die Veranlagung gepackt haben.“

Im Generationenfonds befinden sich etwas mehr als 2,5 Milliarden Euro. Diese sind in Aktien, Immobilien und Anleihen angelegt. Die Erträge kommen laut Schleritzko den Bereichen Pflege, Gesundheit sowie der Förderungen von Menschen mit Behinderung zugute. „Seit 2002 konnten den Niederösterreicherinnen und Niederösterreichern durch die erfolgreiche Veranlagung 1,24 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt werden.“

Gernot Rohrhofer, noe.ORF.at

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