Tauziehen um „Zauberberg“ geht weiter

Nachdem die Panhans-Gruppe das Angebot des Landes, die Lifte am Semmering zu pachten, abgelehnt hat, will sie jetzt selbst in spätestens zehn Tagen die Skisaison eröffnen. Das Land zeigt sich aber weiterhin gesprächsbereit.

„Wir wollen den Semmering selbst betreiben“, begründete Viktor Babushchak, der Geschäftsführer der ukrainischen Panhans-Holding-Group, die Entscheidung. Zudem war von „wirtschaftlichen und strategischen Gründen“ die Rede. Seit Wochen gab es Gespräche, dass das Land die Semmering-Lifte langfristig pachten und betreiben will - mehr dazu in Panhans-Gruppe lehnt Angebot des Landes ab (noe.ORF.at; 6.12.2017).

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Bewerbungen für Betriebsleiter werden geprüft

Zum konkreten Inhalt des Pachtvertrags wollte Babushchak keine Stellung nehmen. Nachdem alle Auflagen erfüllt sind, gehe er jedenfalls davon aus, dass sie demnächst die Skisaison am Semmering eröffnen können. „So wie es jetzt aussieht, können wir in sieben bis zehn Tagen in Betrieb gehen“, so Babushchak. Derzeit fehle eine stabile Schneeunterlage, „wir müssen noch fertig beschneien, das hindert uns gerade an der Öffnung“.

Hinsichtlich des fehlenden Betriebsleiters sagte Babushchak, dass sie die Bewerbungen für die Stelle derzeit prüfen. „Wir sind konkret in den Vorbereitungen der Unterlagen, denn die Betriebsleiter benötigen eine spezielle Konzession und müssen gewisse Unterlagen von sich selbst vorlegen und das geschieht gerade.“

Land bereit für „Verhandlungstisch“

Von Seiten des Landes wurde die Entscheidung am Mittwoch „zur Kenntnis“ genommen. „Ich hoffe sehr, dass sich die Betreiber ihrer Verantwortung für die Region bewusst sind und dementsprechend alles dran setzen, rasch das Skigebiet aufzusperren - so wie alle Skigebiete jetzt in den Startlöchern stehen“, sagte Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav (ÖVP) gegenüber noe.ORF.at.

Sollte die Panhans-Gruppe nicht den Start in die Wintersaison schaffen, „gehe ich davon aus, dass sich die Panhans-Gruppe mit uns in Kontakt setzt und Lösungsvorschläge bringt, dass wir wieder zurück an den Verhandlungstisch kehren“, so Bohuslav. „Wir haben jetzt gelernt, dass sich hier stündlich etwas verändert.“

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