Auf Spurensuche nach der Geschichte des Landes

Vor kurzem ist das Buch „Niederösterreich. Eine Spurensuche“ erschienen. Mit dem Buch will der Auftraggeber, das Land Niederösterreich, einen neuen Zugang zur Geschichte des Bundeslandes vermitteln.

Niederösterreich ist nicht nur das größte Bundesland Österreichs, sondern auch ein sehr facettenreiches, was seine Geschichte, seine Kultur, seine Landschaften und seine Traditionen betrifft. Das neue Buch „Niederösterreich. Eine Spurensuche“ hat mehr als 600 Seiten, etwa 1.000 Abbildungen und wiegt 3,8 Kilogramm. Es ist im Auftrag des Landes Niederösterreich im Brandstätter-Verlag erschienen.

Buch Chronik Niederösterreich
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Das Buch „Niederösterreich. Eine Spurensuche“ will die Fragen beantworten, was dieses Land auszeichnet, was es prägt und was es zu entdecken gibt, sagt Christian Rapp, Mitglied des Redaktionsteams und ab 1. Jänner 2018 wissenschaftlicher Leiter des Hauses der Geschichte Niederösterreich in St. Pölten: „Das entspricht auch der Geschichte, die sich heute nicht mehr ausschließlich an Ereignissen orientiert. Vieles, was gesellschaftlichen Wandel oder unsere Beziehung zur Umwelt betrifft, sind Prozesse, die über lange Zeit gehen. Ich glaube, dass ein solches Buch einlädt, sich den größeren Bogen und die größere Erzählung anzusehen.“

Neben den Bildern gibt es in dem Buch auch zahlreiche Grafiken und Karten, der Inhalt ist nicht chronologisch, sondern themenbezogen aufgebaut, sagt Hermann Dikowitsch, Leiter der Abteilung Kultur und Kultur des Landes Niederösterreich: „Der Bogen spannt sich über sechs Kapitel - von der historischen Entstehung Niederösterreichs als Kernland Österreichs über die gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen bis zu Wirtschaft, dem Umgang mit unserer Landschaft und den Zukunftsthemen von Wissenschaft und Forschung.“

Sechs Themenkapitel, 600 Seiten, 1.000 Bilder

Die sechs Themenkapitel tragen die Titel „Wege in das weite Land. Leben, Alltag und Traditionen“ (Redaktion: Mella Waldstein), „Im Lauf der Zeit. Von der Urgeschichte bis zur Gegenwart“ (Redaktion: Ernst Bruckmüller), „Schön, gut und wirklich wahr. Kunst und Kultur“ (Redaktion: Barbara Sternthal), „Großer Übergang in kleinen Schritten“ (Redaktion: Ernst Langthaler), "‚Im Rauschen deiner Wälder...‘. Natur und Landschaft (Redaktion: Ortrun Veichtlbauer) und „Wo man Wissen schafft. Bildung und Forschung“ (Redaktion: Martin Haidinger).

Buch Landeschronik Niederösterreich
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3,8 Kilogramm Landesgeschichte um € 49,90

Als „besondere Facette“ wird im Vorowrt die duale Lesbarkeit des Buches bezeichnet: „Parallel zu Haupttexten ermöglichen es Spezialtexte, die ebenfalls von anerkannten Expertinnen und Experten verfasst wurden, tiefer in die jeweilige Materie einzutauchen. Infografiken und Karten veranschaulichen wichtige Zahlen und Fakten.“ Mehr als 30 Autorinnen und Autoren schrieben diese Texte, unter anderem Ernst Lauermann, Stefan Eminger, Nina Schedlmayer, Joachim Rössl, Alexandre Tischer, Amndrea Komlosy, Christian Hauenstein, Johann Skocek, Helga Maria Wolf, Erich Steiner und Matthias Kafka.

Christian Rapp betont vor allem die Bedeutung der 1.000 Bilder, die den interessierten Leserinnen und Lesern ermöglichen sollen, in die Geschichte des Landes Niederösterreich einzusteigen: „Vieles davon ist noch nie publiziert worden, viele Bilder sind ganz einfach wahnsinnig schön. Gerade in der Größe des Buchformats ist es möglich beziehungsweise verlockt es geradezu, auch in den Bildern zu lesen und in die Bilder einzutauchen. Ich glaube, dass es jedermann möglich ist, über die Bilder einzusteigen.“

Buch soll eine Würdigung des Bundeslandes sein

Die letzte „Landeschronik Niederösterreich“ erschien 1990, ebenfalls im Brandstätter-Verlag. Im Vierteljahrhundert seither veränderte sich viel in Niederösterreich - Stichworte Landeshauptstadt St. Pölten, Fall des „Eisernen Vorhangs“ und Beitritt Österreichs zur Europäischen Union.

Das Buch „Niederösterreich. Eine Spurensuche“ zeige "unsere Geschichte, die so vielfältig, so spannend und so interessant ist, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) anlässlich des Erscheines. In einer Zeit der Umbrüche und Veränderungen könne dieses Buch „Orientierung und Wegweiser in die Zukunft sein.“

Hermann Dikowitsch ergänzt: „Diese Publikation sollte eine Würdigung eines Bundeslandes sein, das schon aufgrund seiner Größe, seiner geopolitischen Lage und seiner spezifischen Geschichte als Kernland eine besondere Stellung innerhalb Österreichs innehatte.“

Reinhard Linke, noe.ORF.at

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