Olympia-Chance: Karl ließ sich doch operieren

Entgegen der ersten Intention hat sich das niederösterreichische Snowboarder-Ass Benjamin Karl doch an seinem schwer verletzten Sprunggelenk operieren lassen. Dadurch erhofft er sich doch eine Olympiateilnahme.

Am Samstag verletzte sich der Wilhelmsburger Karl im Training für den Weltcupstart schwer. Die Teilnahme an den Olympischen Spielen ist für ihn deshalb fraglich - mehr dazu in Olympiastart von Karl nach Verletzung fraglich (noe.ORF.at; 10.12.2017). Nun ließ er sich entgegen der ersten Absicht doch operieren. Bei einem Eingriff durch Christian Fink im Sanatorium Hochrum am Sonntag sei das gebrochene Sprungbein des Niederösterreichers mit zwei Schrauben fixiert worden, teilte der ÖSV mit.

Comeback durch Operation möglich

„Durch die Operation ist die Chance auf eine Teilnahme bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang am größten. Das hat für mich im Moment absolute Priorität. Daher habe ich mich gleich für eine Operation entschieden, die mir bei optimalem Heilungsverlauf ein Comeback in fünf bis sechs Wochen ermöglicht“, wurde Karl vom Österreichischen Ski-Verband (ÖSV) in einer Aussendung zitiert.

Benjamin Karl
GEPA pictures/Oliver Lerch

Ursprünglich wollte es der zweifache Olympiamedaillengewinner ohne Operation probieren. „Hätte ich nach vier Wochen konservativer Behandlung gemerkt, dass ein rennmäßiges Snowboarden nicht möglich ist, hätte ich nur wertvolle Zeit vergeudet und mich dann möglicherweise erst operieren lassen müssen“, so der vierfache Weltmeister. Der 32-Jährige hatte sich am Samstag bei einem Trainingssturz in Carezza das Sprungbein im rechten Fuß gebrochen und sich außerdem zwei Bänderrisse im Sprunggelenk zugezogen.

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