Semmering: Entscheidung über Zwangspause

Nach dem holprigen Saisonstart steht am Semmering eine wichtige Entscheidung an: Die Seilbahnbehörde prüft, ob ein neuer Betriebsleiter gefunden worden ist. Ansonsten erlischt die vorübergehende Betriebserlaubnis.

Der bisherige Betriebsleiter verlässt Ende des Jahres die Bergbahnen, weshalb das Verkehrsministerium den Liftbetrieb am Semmering nur bis 28. Dezember genehmigt hatte - mehr dazu in Mängel behoben, Personal fehlt (noe.ORF.at; 30.11.2017). Bei einem Lokalaugenschein kurz vor Weihnachten wurden laut einem Bericht der Tageszeitung „Kurier“ außerdem weitere Auflagen erteilt.

Skigebiet Semmering
Franz Zwickl
Der „Zauberberg“ am Semmering: derzeit ist nur die Kabinenbahn in Betrieb

„Die Verbesserungen, die uns wenige Tage vor dem Heiligen Abend aufgetragen worden sind, sind zu einem großen Teil durchgeführt worden“, sagt der Geschäftsführer der Liftanlagen am Semmering, Viktor Babushchak, gegenüber noe.ORF.at. Der neuerlichen Prüfung durch die Oberste Seilbahnbehörde im Verkehrsministerium blickt er zuversichtlich entgegen: „Wir haben einen neuen Betriebsleiter und auch einen Stellvertreter. Beide sind bereits am Semmering und haben an entsprechenden Unterweisungen teilgenommen.“

Nachtpisten sollen in Betrieb gehen

Dadurch, dass es nun offenbar einen zweiten Betriebsleiter gibt, soll der Liftbetrieb nicht nur nahtlos fortgesetzt, sondern auch auf die Nachtpisten ausgedehnt werden können, sagt der Geschäftsführer der Bergbahnen, der neben den Liftanlagen auch vier Hotels in der Gemeinde Semmering betreibt. „Ein Betriebsleiter bestreitet den Liftbetrieb am Tag, der zweite am Abend“, lautet der Plan.

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Zauberberg Semmering
Ein neuer Betriebsleiter und ein Stellvertreter sollen auch den Nachtbetrieb am Semmering ermöglichen

Der Vierer-Sessellift am „Hausberg“ vieler Wiener war bislang nicht in Betrieb, „wegen zu wenig Schnee und zu milder Temperaturen“, so Babushchak. An der Kabinenbahn musste das Tragseil ausgetauscht werden, bevor die Seilbahnbehörde grünes Licht gab. „Viele Dinge sind selbst uns erst jetzt bewusst geworden bzw. von der Behörde aufgezeigt worden. Hier ist zuvor offenbar jahrelang weggeschaut worden“, kritisiert der ukrainische Investor.

Kritik wegen „ständiger Negativ-Berichterstattung“

Babushchak hofft nun, dass es aufgrund der Feiertage zu keinerlei Verzögerungen im Ministerium kommt. Ausgerechnet während der Weihnachtsferien droht ansonsten eine Zwangspause. „Besonders ärgerlich ist aber die ständige Negativ-Berichterstattung einiger Zeitungen. Diese schadet der Region. Abgesehen davon werden Details aus Bescheiden veröffentlicht. Diese haben in der Öffentlichkeit aber nichts verloren.“

Gernot Rohrhofer, noe.ORF.at

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