Museum NÖ im Zeichen des Gedenkjahrs

Die Sonderausstellung „Die umkämpfte Republik“ steht 2018 im Mittelpunkt des Museums Niederösterreich. Doch die Ausstellungen der kommenden Jahre richten sich auch an Gärtner - und an Fans von „natürlichen Waffen“.

Garten, Jugend, Spionage und „Waffen“ von Tieren und Pflanzen - um diese Themen drehen sich Sonderausstellungen im Museum Niederösterreich 2018 und 2019. Veranstaltungen wie ein Zeitzeugenforum und Expertenvorträge bilden das Rahmenprogramm. Seit der Eröffnung des Hauses der Geschichte in St. Pölten im September 2017 haben laut Geschäftsführer Matthias Pacher 50.000 Menschen das Museum besucht.

Programmpräsentation Museum Niederösterreich
ORF
Matthias Pacher, Erich Steiner und Christian Rapp (v.l.) bei der Programmpräsentation

Die Besucherzahl liege „etwas über den Erwartungen“, meinte Pacher am Dienstag in einem Pressegespräch in St. Pölten. Beide Teile des Museums - das Haus der Natur und das Haus der Geschichte - „werden sehr gut angenommen“.

Kooperation mit „Natur im Garten“

Neben den Dauerpräsentationen warten Sonderausstellungen auf die Besucher: Am 18. März wird die Schau „Garten - Lust. Last. Leidenschaft.“ in Kooperation mit der Aktion „Natur im Garten“ eröffnet. Dabei soll ein Bogen von der Jungsteinzeit bis in die Gegenwart mit Blick in die Zukunft gespannt werden, sagte Erich Steiner, wissenschaftlicher Leiter des Hauses der Natur. Eine Sonderausstellung von März 2019 bis Februar 2020 beleuchtet die „Waffen“ im Tier- und Pflanzenreich - von Reißzähnen bis zum Giftcocktail. Expertenvorträge befassen sich etwa mit „Gärten im Klimawandel“.

Programmpräsentation Museum Niederösterreich
ORF

Im Haus der Geschichte ist noch bis 24. März 2019 „Die umkämpfte Republik: Österreich 1918-1938“ zu sehen. 2019 sind zwei Sonderausstellungen geplant, kündigte der wissenschaftliche Leiter Christian Rapp an: Ab April wird die Schau „Meine Jugend - deine Jugend: Eine Generation schreibt Geschichte“ (Arbeitstitel) präsentiert, die gemeinsam mit Jugendlichen entwickelt werden soll. Ab September beschäftigt sich eine Sonderausstellung mit der Welt der Spionage.

Fortsetzung für Zeitzeugenforum

Die Dauerausstellung werde laufend adaptiert und verändert, sagte Rapp, der im Jänner die wissenschaftliche Leitung des Hauses der Geschichte von Gründungsdirektor Stefan Karner übernommen hatte. Fortgesetzt wird das Zeitzeugenforum „Erzählte Geschichte“ - am 7. März wird Marko Feingold, der älteste Holocaustüberlebende Österreichs, in St. Pölten zu Gast sein.

In Wien soll das „Haus der Geschichte Österreich“ im November eröffnet werden. Aufgrund der unterschiedlichen Herangehensweisen und der Themenvielfalt gebe es „Platz genug für mindestens zwei Häuser der Geschichte in Österreich“, meinte Rapp. Das Museum Niederösterreich verstehe sich stark als Haus für Familien, verwies Pacher auf spezielle Veranstaltungen und eine eigene Jahreskarte für diese Zielgruppe.

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