ÖBB wollen Bahnhöfe sicherer machen

Drogenkriminalität, Schlägereien und Sachbeschädigungen. Zu diesen Delikten kommt es oft auf Bahnhöfen. Die ÖBB wollen etwa mit Videokameras gegensteuern. Dadurch soll das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste gesteigert werden.

Über ihre Sicherheitsmaßnahmen für die Reisenden informieren die ÖBB auf einer bundesweiten Tour. Am Freitag machte diese in Wiener Neustadt Station. Das Bahnhofsareal in Wiener Neustadt ist eine Schutzzone. Vor allem wegen der ausufernden Drogenkriminalität kann die Polizei hier Betretungsverbote verhängen. Schutzzonen gibt es auch auf den Bahnhöfen in St. Pölten und Mödling.

ÖBB arbeiten eng mit der Polizei zusammen

Zusätzlich machen die ÖBB regelmäßig Schwerpunktaktionen mit der Polizei und der ÖBB-Sicherheits- und Reiningungstochter Mungos. Generell arbeiten sie eng mit der Exekutive zusammen. Am Hauptbahnhof in St. Pölten, wo es immer wieder zu Polizeieinsätzen gekommen war, gibt es seit vergangenem Jahr eine Polizeiinspektion. Der Hauptbahnhof wird täglich von mehr als 35.000 Personen frequentiert und gilt laut Polizei als einer der Brennpunkte in der niederösterreichischen Landeshauptstadt.

Bahnhof Wr. Neustadt
ÖBB
Der Bahnhof in Wiener Neustadt ist Teil einer Schutzzone

Videoüberwachung an 57 Bahnhöfen

Niederösterreichweit sind 100 Sicherheits-und Kundeninfo-Mitarbeiter der ÖBB im Einsatz. Nicht nur personell sondern auch technisch hat man aufgerüstet. An 62 Bahnhöfen in Niederösterreich gibt es 238 Notrufeinrichtungen - an Bahnsteigen genauso wie in Aufzügen. Landesweit werden zudem 57 Bahnhöfe mit 1.442 Kameras videoüberwacht. Mit diesem Maßnahmenpaket wollen die ÖBB die Bahnhöfe sicherer machen.

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