Ätherische Öle stärken Gesundheit

Egal ob in Duftlampen oder Duftsteinen - ätherische Öle enthalten die Lebenskraft der Pflanzen in konzentrierter Form. Das Wort „ätherisch“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Himmelsluft“.

Alles was im Winter wärmt, empfindet der Mensch als angenehm und - hat auch eine gesundheitliche Wirkung. Das ist zumindest bei den wärmenden ätherischen Ölen der Fall, weiß Christa Herz, Apothekerin in Enzersdorf an der Fischa (Bezirk Bruck an der Leitha).

Zimtöl

Das Zimtöl wird durch Wasserdampfdestillation aus den abgeschälten Rindenstücken von neuen Trieben des Zimtbaumes (Cinnanmomum verum) gewonnen. Es sind rund 200kg Rinde für 1 Liter Öl notwendig. Die Rinde dafür wird jedes zweite Jahr abgeschält. Auch aus den Blättern des Baumes kann das ätherische Öl gewonnen werden. Der Zimtbaum kommt hauptsächlich in Sri Lanka, Südindien, Komoren, Madagaskar vor und gehört zur Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae). Das gewonnene Öl ist hellgelb und dünnflüssig.

Wirkung:

Es wirkt sehr stark antiseptisch, und es hat ein breites antibakterielles Spektrum. Weiters wirkt es antiviral, antimykotisch und immunstimulierend. Es wirkt sehr stark erwärmend, Wehen auslösend, Menstruationsblutung auslösend und leicht schmerzstillend.

Einsatzgebiete:

Leichte krampfartige Magen-Darmbeschwerden, Blähungen, Völlegefühl. Es kommt zu einer Aktivierung der Verdauungsdrüsen. Der Duft des Zimtöls löst eine Speichelsekretion aus und der Magen beginnt zu knurren als eine natürliche Reaktion auf dieses Arzneimittel. Gleichzeitig werden auch die Magenwände gereizt und die Magenmobilität angeregt. Damit wird die Nahrung vom Magen erwartet und der Appetit wird so angeregt. Es hat also eine zweifache Wirkung auf den Magen.

Die Darmdurchblutung wird durch den Reiz und die Magensaftproduktion angeregt. Beides zusammen macht nicht nur Hunger, sondern regt auch die Verdauungstätigkeit an. Zudem wirkt es auch antibakteriell und antimykotisch, sodass man damit bakterielle Erkrankungen, wie Durchfall verhindern kann.

Ingwer

Wird durch Wasserdampfdestillation aus dem Rhizom von Ingwer (Zingiber offininalis) gewonnen. Man braucht 25kg Wurzel für 1 Liter Öl. Er gehört zur Familie der Ingwergewächse (Zinigiberaceae) und ist in Sri Lanka, Indien, China heimisch.

Das Öl hat einen frischen, zitronigen Duft mit aromatischer pfeffriger Note. Die Pflanze war schon in der Antike als Gewürz und Heilpflanze bekannt und wurde bei Blähungen, Verdauungsbeschwerden und Appetitlosigkeit verwendet.

Innere Anwendung:

Bei Grippe und Erkältungskrankheiten: Es wirkt schweißtreibend, fiebersenkend, antibakteriell.

Bei Übelkeit und Erbrechen: Die Magensaftproduktion wird reguliert, der ph Wert des Magens wird ausgeglichen und die Übelkeit reduziert.

Beim Reizdarm: Es wirkt gegen die Darmkrämpfe

Ingwer gegen Schmerzen: Er hat schmerzstillende entzündungshemmende Wirkstoffe. Er hemmt Enzyme, die für die Schmerzentstehung verantwortlich sind. Besonders wirksam ist er bei chronischen Schmerzen wie Arthrose, Gicht und Rheuma. Durch die durchblutungsfördernde Wirkung werden die betroffenen Stellen besser durchblutet. Damit werden die entzündungsauslösenden Stoffe besser aus dem Gewebe abtransportiert. Es wird der Energiefluss gefördert und damit der Stoffwechsel angeregt.

Die frische Wurzel des Ingwers kann dabei roh gegessen werden oder als Tee zubereitet werden. Das Ingweröl hilft sehr gut bei Übelkeit, auch bei Erschöpfung oder allgemeiner Antriebslosigkeit. Es ist sehr anregend und euphorisierend, es hilft auch dabei schwierige Entscheidungen besser zu fällen und es ist im Stande innere Blockaden zu lösen. Es kann aber auch bei der Behandlung von Migräne zusätzlich verwendet werden.

Wichtig: Innerlich sollte man Ingweröl nur auf Anraten eines Aromatherapeuten einnehmen.

Äußerliche Anwendung:

Das Ingweröl kann gegen Rheuma, Erkältungskrankheiten, Kopfschmerzen, Muskelverspannung und Reisekrankheit angewandt werden. Dabei werden 20 Tropfen Ingweröl mit einem Glas abgekochten Wasser gemischt und mit dieser Lösung Kompressen oder Waschungen durchgeführt. Sehr zu empfehlen sind auch Aromabäder mit Ingweröl, um die Durchblutung anzuregen und den Körper zu wärmen.

Man mischt dazu einige Tropfen Ingweröl mit 1 El Mandelöl oder Schlagobers und gibt es in ein Vollbad. Eine besonders angenehme und zudem aphrodisierende Wirkung kann man durch Mischen mit Ylang-Ylang oder Sandelholzöl erreichen. Will man einen Muskelkater bekämpfen kann man zudem Wacholderbeeröl, Muskatellersalbei und Cajeput zusetzen. Man sollte solche Bäder aber nie zu heiß machen und rund 20 min darin baden. Wenn man an Kreislaufschwäche leidet sollte man die Dosierung niedriger wählen und auch die Badetemperatur anpassen.

Zur Bekämpfung oder Vorbeugung von Reiseübelkeit kann man an einem mit Ingweröl benetzten Taschentuch riechen und vielleicht zusätzlich eine Bauchmassage damit durchführen. Eine sehr gute wärmende Möglichkeit im Winter ist auch ein Fußbad mit einigen Tropfen Ingweröl. Es stärkt zudem das Immunsystem. Zusätzlich könnte man da vielleicht ein paar Tropfen Rosmarinöl dazugeben.

Die einfachste Anwendung ist das Öl in eine Duftlampe zu geben. Aber bitte immer gemischt mit Wasser und darauf zu achten, dass immer genügend Wasser in der Schale vorhanden ist, damit das Öl nicht anbrennen kann. Es hilft so zur Behandlung von emotionalen Problemen wie Angst, Verlassenheit, Mangel an Selbstvertrauen und Motivation und verbessert auch die Gedächtnisleistung. Dabei kann man Ingwer mit Kardamom oder Zimt mischen und hat ein gleichzeitig eine desinfizierende Wirkung.

Mandarine

Die Mandarine stammt ursprünglich aus China, wo sie als Glückssymbol gilt. Zu Neujahr werden die Häuser mit früchtetragenden Mandarinenbäumchen geschmückt um Glück zu bringen. Das Mandarinenöl wird aus den Schalen mittels Kaltpressung gewonnen. Aus den reifen Mandarinen erhält man das rote Mandarinenöl und aus den unreifen das grüne Mandarinenöl.

Das Öl hat einen warmen, süßen weich fruchtigen Duft. Der Duft schenkt Geborgenheit, schöne Träume, erfreut das Herz, harmonisiert und bringt ein Lächeln zurück. Da der Inhaltsstoff Monoterpene zu Hautirritationen führen kann, sollte man das ätherische Öl nur in Mischung mit einen geeigneten Basisöl, zum Beispiel Jojobaöl, auf den Körper auftragen. Verwendet wird es in dieser Form dann gegen Verdauungsprobleme und Appetitlosigkeit.

Das Massageöl wird im Uhrzeigersinn auf den Bauch einmassiert. Es kann aber auch vorbeugend gegen Erkältung und Grippe und zur Stärkung der Abwehrkräfte auf den Oberkörper aufgetragen werden.

Auf seelischer Ebene bringt es eine Steigerung des Selbstvertrauens, richtet wieder auf, gibt mehr Lebenskraft und Lebensfreude. Es ist aber auch sehr gut als sanfte Einschlafhilfe geeignet. Dabei kann man ein bis zwei Tropfen auf einen Duftstein auftragen und diesen ins Schlafzimmer stellen. Es beruhigt so gereizte Nerven, gibt Geborgenheit, Wärme und fördert das Ein- und Durchschlafen. Sehr gut kombinierbar ist das Mandarinenöl mit Sandelholz, Patchouli, Tonka, Vanille, Zimt.

In der Aromaküche kann man Mandarine ausgezeichnet mit Cardamon, Ingwer oder Honig mischen und es zu Obst Joghurt, Müsli, Limonaden etc. zusetzen. Man gibt dazu 1-2 Tropfen eines biologisch hochwertigen Öls in Schlagobers oder in ein gutes Olivenöl und verwendet es zum Abschmecken der Speisen.

Rosmarin

Das ätherische Öl gewinnt man aus dem blühenden Kraut des Rosmarins(Rosmarinus officinalis) durch Wasserdampfdestillation. Das Öl duftet sehr stark aromatisch. Der Duft ist anregend, belebend, und gleichzeitig wärmend. Auf der seelischen Ebene verleiht er Stärke.

Er wirkt stimulierend auf den Kreislauf und auf das Herz und kann so auch zu einer Blutdrucksteigerung führen. Dieses Öl ist optimal wenn man in der Früh nicht auf Touren kommt und schlapp und müde ist. Es wirkt zudem antibakteriell, konzentrationsfördernd und leberschützend, steigert die geistigen Kräfte. Es ist auch Bestandteil des Kölnisch Wassers und ist in vielen Haarpflegemitteln enthalten.

Äußerlich angewandt ist es optimal zum Aufwärmen der Muskulatur vor Sport am besten gemischt mit Sesamöl. In der Haarpflege verwendet man es auch auf Grund der durchblutungsfördernden Wirkung gegen Schuppen. In der Duftlampe angewandt bringt es Erleichterung bei Erkältungen, Husten und Grippe aufgrund der krampflösenden und antiseptischen Wirkung.

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