Rope Skipping: Seilspringen im 21. Jahrhundert

Seilspringen erlebt eine Renaissance, immer mehr verschreiben sich dem fordernden, aber auch abwechslungsreichem Sport. Unter dem Namen Rope Skipping wird auch in Groß-Siegharts (Bezirk Waidhofen an der Thaya) trainiert.

Sendungshinweis

„Niederösterreich heute“, 19.2.2018

Schnurspringen hat in Groß-Siegharts Tradition. Seit 16 Jahren wird in der Turnhalle mehrmals pro Woche eifrig trainiert. In drei Gruppen können Anfänger genauso wie Fun- und Profi-Skipper an ihrer Technik feilen und neue Kunststücke erlernen. „Bevor man aber mit dem Springen anfängt, muss das Seil auf die richtige Länge eingestellt oder gekürzt werden“, sagt die Rope-Skipping-Trainerin Timna Kretschmer. Wenn man mit beiden Beinen auf dem Seil steht, sollten die Griffe maximal bis zu den Achseln reichen.

Neue Materialien für die „Seile“

Hanfseile werden nicht mehr verwendet. Stattdessen hielten Kunststoffseile bei den Rope-Skippern Einzug. „Anfänger sollten kurze Griffe verwenden, weil man sich sonst eine falsche Handhaltung antrainiert. Fortgeschrittene kommen auch mit langen Griffen gut zurecht“, erklärt Kretschmer. Für die Speed-Disziplinen, wo es darum geht, binnen 30 Sekunden oder drei Minuten möglichst oft zu springen, werden dünne Stahlseile genutzt.

Die Rope Skipper aus Groß-Siegharts im Video

Mit dem, was viele Menschen als Seilspringen aus ihrer Jugend kennen, hat Rope Skipping nur zum Teil zu tun.

Für das sogenannte Doubledutch, das Springen mit zwei Seilen in der Gruppe, kommen Kettenseile zum Einsatz. „Diese ‚Beaded Ropes‘ sind deutlich langsamer, machen einen schönen Bogen und sind auch für Anfänger geeignet“, so Kretschmer. Zum Aufwärmen gibt es außerdem noch Seile, an denen eine Kugel befestigt ist.

Timing muss stimmen

Einer der häufigsten Anfängerfehler ist laut Timna Kretschmer, dass das Timing zwischen Springen und Drehen nicht zusammenpasst: „Anfänger springen oft zu früh hoch und landen, bevor das Seil unter ihren Füßen durch ist. Profis springen erst los, wenn das Seil über ihrem Kopf ist. Oft wird das Seil auch aus dem Schultergelenk gedreht statt aus dem Handgelenk.

Beim Springen sollte man auch nicht mit dem ganzen Fuß am Boden landen, sondern eher federnd springen. Die Arme sollten auch nicht zu weit vom Körper wegwandern. Wer diese Einsteigertipps beachtet, kann schon bald erste Erfolg vorweisen.

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