2.000 Kilometer für einen guten Zweck radeln

Helmut Haberfellner aus Guntersdorf (Bezirk Hollabrunn) strampelt sich im wahrsten Sinne des Wortes für jemanden ab. Mit dem Rad ist er ab Donnerstag nach Rom unterwegs. Dabei sammelt er Spenden für einen Sprachcomputer.

Die 2.000 Kilometer lange Tour unternimmt Helmut Haberfellner für seinen sechsjährigen, behinderten Leihenkelsohn Sebastian. Er tritt in die Pedale und will so den 25.000 Euro teuren Sprachcomputer für den Buben finanzieren: „Ich habe ein Plakat auf meinem Rucksack. Das ist so eine Art Regenschutz. Da sind ein Foto von Sebastian und die Spendennummer aufgedruckt.“

Spendenfahrt
Carola Lechner
Für Sebastian sammelt Leihopa Helmut Haberfellner bei seiner Fahrradtour nach Rom Spenden für einen Sprachcomputer

Sendungshinweis

„Guten Morgen NÖ“, 1.3. 2018

Ehefrau Herta begleitet Helmut Haberfellner nach Rom. Sie fährt mit dem Auto und kümmert sich etwa um die Quartiersuche. Im Kofferraum hat sie unter anderem Werkzeug, falls ihr Mann auf seiner Radtour in die italienische Hauptstadt eine Panne haben sollte. Mit seiner leiblichen Großmutter, Carola Lehner, ist Sebastian ein Herz und eine Seele. Er lebt bei ihr in Karlsdorf (Bezirk Hollabrunn). Sie liest ihm jeden Wunsch von den Augen ab. Doch der Sprachcomputer würde vieles einfacher machen. Dann könnte er ihr etwa mitteilen, dass er hungrig oder durstig ist.

„Ich bin sprachlos und dankbar“

Dass Helmut Haberfellner für Sebastian bis nach Rom radelt, rührt Carola Lehner zu Tränen: „Wahnsinn. Ich bin sprachlos und wirklich dankbar, dass das überhaupt jemand für uns macht.“ Vier Wochen lang wird Helmut Haberfellner mit dem Fahrrad zugunsten von Sebastian unterwegs sein. Doch schon jetzt steht fest, dass die Wiedersehensfreude des Buben alle Strapazen wett macht, sagt Carola Lehner gegenüber noe.ORF.at: „Wenn sie dann nachhause kommen, dann wird die Euphorie extrem groß sein. Dann musst Du Sebastian anschnallen, sonst springt er aus dem Rolli raus.“

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