Verfallener Pfarrhof wurde zu Ordination

Der Pfarrhof von Stollhofen bei Traismauer (Bezirk St. Pölten) stand etwa 40 Jahre lang leer und verfiel. Erst 2014 wurde das historische Gebäude aus dem Dornröschenschlaf geweckt und gerettet.

Der 1802 fertiggestellte Pfarrhof war über Jahrhunderte auch Wohnsitz für die Prälaten des Stiftes Herzogenburg. Das Wappen über dem Tor erinnert noch heute daran. Der letzte Pfarrer ist allerdings 1974 aus dem Gebäude ausgezogen. Danach stand der Pfarrhof jahrelang leer - bis der HNO-Arzt Georg Sprinzl diesen besichtigte, sich in ihn verliebte, ihn kaufte und revitalisierte.

Pfarrhof Stollhofen
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So sah der Pfarrhof einst aus

Sendungshinweis:

„NÖ heute“, 7.3.2018

Das war keine leichte Aufgabe, denn das Gebäude war von Efeu umrankt und wies schwere Schäden auf. Heute wohnt Georg Sprinzl aber im Pfarrhof und hat mittlerweile auch seine Ordination darin eingerichtet. Der Pfarrhof von Stollhofen ist als historisches Gebäude wieder zum Leben erweckt worden - mit Charakter und Atmosphäre. Eine beachtenswerte Revitalisierung, die auch Leben in den Ort brachte.

Renovierung ohne das Alte zu zerstören

Wände wurden trockengelegt, Leitungen und Rohre erneuert und alles an die Erfordernisse einer modernen Ordination angepasst. Mit der Prämisse das Alte nicht zu zerstören oder zu Tode zu renovieren, sagt er. Auch eine Kabine für spezielle Hörprüfungen wurde eingebaut, um die Räume nicht schalldicht machen zu müssen.

Pfarrhof Stollhofen
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Der Arzt Georg Sprinzl hauchte dem Pfarrhof neues Leben ein

Im Erdgeschoss , wo früher die Dienerschaft lebte und sich die Küche befand, wurden behutsam die Ordinationsräume eingerichtet. Der Pfarrhof, der früher schon Treffpunkt war und sozusagen öffentlich genützt wurde, ist jetzt durch die Ordination nach 40 Jahren Verfall wieder Teil des öffentlichen Lebens im Ort, freut sich der Hausherr und Mediziner.

Sabine Daxberger, noe.ORF.at

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