Wildpute als Festtagsschmaus

Ein Festtagsbraten ist schon etwas ganz Besonderes. Man muss aber nicht bis Weihnachten warten, es darf auch einmal ein ordentlicher Sonntagsbraten sein: Etwa eine Wildpute im Ganzen zubereitet.

In Atzling (Bezirk St. Pölten) ist Wildputenzüchter Martin Trümmel zu Hause. Er züchtet nicht nur Puten, sondern hat auch ein ganz spezielles Rezept mit zahlreichen Beilagen, das er seinen Gästen gerne serviert. Für „Köstlich kulinarisch“ hat er es gemeinsam mit Robert Morawec zubereitet.

Wilpute
ORF
ORF-NÖ-Reporter Robert Morawec kocht mit Martin Trümmel

Zutaten:

  • Wildpute im Ganzen
  • 3 kg: 1.30 h Garzeit
  • 4 kg: 1.45 h Garzeit
  • 5 kg: 2.00 h Garzeit
  • 6 kg: 2.15 h Garzeit

Zubereitung: Den Truthahn auf Zimmertemperatur bringen (ca. 1-2h). Bitte keine Fülle, das beeinflusst die Garzeit. Am besten separat machen. Ab in die Bratpfanne! Brust nach unten. Würzen (Salz und Pfeffer reicht vollkommen). Gemüse und ca. 250ml Wasser oder klare Suppe direkt in die Pfanne. Nicht abdecken! Bei ca. 150-160° (Umluft) in den vorgeheizten Ofen. Nach der halben Garzeit den Vogel umdrehen.

Kerntemperatur immer wieder prüfen. Falls kein Thermometer vorhanden, gegen Ende vorsichtig an der dicksten Stelle anschneiden - dann sieht man, ob der Truthahn schon durch ist bzw. bekommt ein Gefühl, wie lange er noch braucht.

Sendungshinweis

„NÖ heute“, 14.11.2017

Sobald die gewünschte Kerntemperatur erreicht ist, Ofen abdrehen, lüften und den Truthahn noch ca. 20-30 min bei offenem Ofen rasten lassen. Dabei steigt die Kerntemperatur in der Regel noch einmal um ca. 5 Grad. Bei einer Kerntemperatur von 60° ist das Fleisch innen zartrosa und bei 65° durch. 70° ist bereits zu viel.

Zutaten: Rotkraut in Apfel-Dirndlsaft (4 Personen)

  • halbes Happel Rotkraut
  • 1 Zwiebel
  • 1 Apfel
  • Butter
  • 1/8 Rotwein
  • 1/4 Apfel-Dirndlsaft
  • Apfelessig
  • Salz
  • Zimt
  • Muskatnuss

Zubereitung: Die Zwiebeln in Butter anschwitzen und das in Streifen geschnittene Rotkraut zugeben. Das Ganze mit Rotwein ablöschen. Mit Salz, einer brise Zimt, einer halbe Brise Muskatnuss und einem Schuss Apfelessig kurz einkochen lassen. Anschließend mit dem Apfel-Dirndlsaft aufgießen und den Apfel hineinreiben. Das Rotkraut dünsten bis es weich genug ist, währenddessen wiederholt umrühren und bei Bedarf Saft nachgießen.

Zutaten: Semmelknödel-Gugelhupf (6-8 Personen)

  • 400g Semmelwürfel
  • 1 Zwiebel
  • Butter
  • 600ml Milch
  • 6-7 Eier
  • Semmelbrösel
  • Petersilie
  • Salz
  • Pfeffer
Wilpute
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Der Festtagsschmaus wartet nur mehr auf seine Verkostung

Zubereitung: Die Zwiebel klein hacken und in Butter anschwitzen. Gut auskühlen lassen. Die Eier mit Milch, Salz, Pfeffer verquirlen und über die Semmelwürfel leeren. Fein gehackte Petersilie und die Zwiebel untermischen. Die Masse kurz anziehen lassen und abschmecken. Eine Gugelhupfform mit reichlich Butter bestreichen und mit Semmelbrösel bestreuen. Die fertige Semmelknödelmasse in die Gugelhupfform geben und leicht festdrücken. Im Wasserbad bei geschlossenem Deckel ca. 40 min kochen lassen.

Rezept erstellt von Martin Trümmel

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