Matcha-Tee als grüner Gesundmacher

Matcha ist ein fein gemahlener, japanischer Grüntee. In der traditionellen japanischen Medizin wird dem Tee eine gesundheitsfördernde und anregende Wirkung zugeschrieben. So soll er vorbeugend gegen viele Krankheiten wirken.

Im Gegensatz zu anderen Grüntees werden beim Matcha-Tee die Teeblätter nicht übergossen, sondern gemahlen und als Pulver konsumiert. Dadurch können, anders als bei anderen Tees, 100 Prozent der Inhaltsstoffe aufgenommen werden.

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Matcha wird mit einer besonderen traditionellen Methode hergestellt, erklärt Bernd Kostner, Allgemeinmediziner und Experte für traditionelle japanische Medizin. „Die Teepflanzen werden einige Wochen mit Bambusmatten abgedeckt und produzieren dann sehr viel mehr Chlorophyl und Inhaltsstoffe als sie das normalerweise tun würden“, so Kostner, „anschließend werden die Blätter geerntet und gedämpft, um den Fermentationsprozess zu stoppen. Danach werden sie getrocknet und mit Steinmühlen sehr langsam gemahlen, damit keine zu große Hitze entsteht.“

Bitterer Geschmack leitet Giftstoffe aus

Die Teepflanze, Camellia sinensis, wurde ursprünglich als Arzneimittel gegen Kopfschmerzen und Magen-Darmbeschwerden eingesetzt. „Der thermisch, kühlende Effekt und der bittere Geschmack leiten Giftstoffe aus, die in der traditionellen fernöstlichen Medizin als Hitze bezeichnet werden. Daher eignet sich Matcha auch bestens gegen den Kater nach zu viel Alkoholkonsum“, erklärt Kostner.

Später wurde der Tee von buddhistischen Mönchen zur Verbesserung der Konzentration bei Meditationen getrunken. Diese erfanden auch die Tee-Zeremonie, in der der Matcha-Tee teilweise stundenlang zubereitet und getrunken wird. Für den alltäglichen Gebrauch kann aber auch eine verkürzte, einfache Teezeremonie durchgeführt werden.

Matchazubereitung mit einfacher Zeremonie

Traditionellerweise wird der Matchatee in einer Teezeremonie zubereitet. Für den Alltag dauert diese nur wenige Minuten.

Für die Teezubereitung werden zwei Löffel des Matcha-Pulvers mit heißem Wasser übergossen und mit einem speziellen Bambusbesen verührt, bis das Getränk schäumt. Bernd Kostner empfiehlt für eine gesundheitsfördernde Wirkung ein bis zwei Tassen Matcha-Tee täglich. Eine Portion sollte etwa so viel sein wie ein Espresso, also etwa drei Schlucke.

Gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe

Matcha-Tee enthält viele gesundheitsfördernde Stoffe, erklärt der Experte. „Zunächst einmal Spurenelemente: Kalzium, Eisen, Magnesium und Fluor. Die Vitamine A, B, C und E und sekundäre Pflanzenstoffe: Koffein, welches im zentralen Nervensystem und Herz-Kreislaufsystem anregend wirkt“, so Kostner, „die Aminosäure Thean, welche die Belastbarkeit des Nervensystems bei Stress und beim Lernen steigert, und Catechine, wie das Flavonoid EGCG.“

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Die Catechine zeigten in zahlreichen Studien hemmende Wirkungen gegen Krebs, Demenz und Arterienverkalkung, erklärt der Experte für traditionelle japanische Medizin. „Sie entschärfen freie Radikale, welche die Zellen unseres Körpers und das Erbgut schädigen und damit die Alterung beschleunigen.“ Bei Krebs, insbesondere Brustkrebs, wurde die Verringerung der Rückfallquote durch regelmäßigen Grüntee-Konsum nachgewiesen. Zudem würde der Tee auch das Herzinfarktrisiko minimieren.

Sendungshinweis

„Niederösterreich heute“, 25.12.2017

Beim Kauf sei es laut Kostner wichtig auf eine gute Qualität zu achten. Das einfachste Erkennungsmerkmal ist die leuchtend, grüne Farbe des Matcha-Pulvers. „Der Geschmack ist nicht nur bitter, sondern hat eine Vielfalt von Nuancen“, so Kostner, „Matcha muss kühl, luftdicht und trocken gelagert werden, sonst nimmt die Qualität schnell ab. Bei guter Lagerung verklumpt das Pulver nicht.“

Pia Seiser, noe.ORF.at

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