Szene Bunte Wähne: Das Waldviertel als Bühne

Das 27. Szene Bunte Wähne Festival im Waldviertel geht heuer vom 17. Mai bis 25. Juni über die Bühne. Mehr als 25 Produktionen aus zehn Ländern sind zu Gast. Der Auftakt ist das Internationale Theaterfestival für junges Publikum.

Unter dem Überbegriff „Naturregion-Kulturregion“ verlässt das Festival laut einer Aussendung der Veranstalter klassische Theaterräume, dafür werde besonders das regionale Umfeld miteinbezogen. Szene Bunte Wähne beginnt mit dem Internationalen Theaterfestival für junges Publikum, das bis 24. Mai dauert, danach folgen die Familientage in Horn und der Raabser Kulturfrühling. Zum Abschluss wird „Ein Dorf in Szene gesetzt“.

Festivalziel: „Kultur vor die Haustüre bringen“

Festivalleiter Stephan Werner sagte bei der Programmpräsentation, dass es beim heurigen Festival um die „Stärkung der gesamten Region mit dem Wirtschaftsfaktor Kultur“ gehe. Der Gründer und Initiator Stephan Rabl verwies auf die soziale Funktion: „Szene Bunte Wähne bespielt mit seinen Produktionen nicht nur das gesamte Waldviertel, sondern geht gezielt in die Dörfer und bringt Kultur vor die Haustüre.“ All das fördere die Dorfgemeinschaft und den sozialen Zusammenhalt.

Es wird drei Uraufführungen geben. Das Stück „Die Feuerwehrs Löschen - Singen - Tanzen“ mit der Musik- und Tanzgruppe IYASA aus Simbabwe (Regie: Stephan Rabl) wird bei Freiwilligen Feuerwehren im gesamten Waldviertel aufgeführt, zudem werden Flussufer mit Sarah Scherers „Ein Fluss schläft nie!“ und Bahnhöfe und Bahnhofsplätze mit Holger Schobers und Cimon Finix’ „Endstation“ bespielt.

Theater, Tanz, Musik, Figuren, Opern & Events

Gezeigt werden internationale und österreichische Theater-, Tanz-, Musik-, Figuren-, Puppentheaterproduktionen, Opern, Konzerte und Events. Am 18. Mai ist etwa „Bambi“ des Vorstadttheaters Basel zu sehen, am 23. Mai ist die Produktion „Immersion. Wir verschwinden“ des aktionstheater ensembles zu Gast. Die Familientage Horn bieten von 19. bis 21. Mai ein Programm mit Theater, Konzerten, Spielen, Workshops, Malen und Basteln. Im Kunsthaus Horn werden ein „Karussell der Fundgegenstände“ und eine Draisine aufgebaut.

Außerdem bilden die Franz-Josefs-Bahn und das Thayatal zentrale Regionen und Themen des diesjährigen Festivals. Entlang der Bahnlinie von Wien über Eggenburg, Sigmundsherberg, Hötzelsdorf, Irnfritz, Vitis bis Gmünd und entlang der Thaya von Hardegg über Drosendorf, Raabs an der Thaya bis nach Waidhofen an der Thaya finden zahlreiche Projekte statt.

Der Raabser Kulturfrühling geht von 2. bis 5. Juni mit sieben Theateraufführungen und fünf Konzerten in Szene - im Freien, bei der Freiwilligen Feuerwehr und am Ufer der Thaya. Am 4. Juni lädt der RadFestivalTag zur Tour von Irnfritz über Kulturstationen bis nach Raabs. Von 23. bis 25. Juni werden zum Abschluss das Dorf Radessen, Oedt an der Wild und Nachbarorte in der Gemeinde Ludweis-Aigen mit „Ein Dorf in Szene gesetzt“ zu einer Bühne.

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