Winzer rüsten gegen Spätfrost

Mitte der Woche werden Minusgrade erwartet. Das stellt eine große Herausforderung für den Weinbau dar, denn die Reben sind bereits ausgetrieben. Daher schützen Winzer im ganzen Land ihre Weingärten gegen den Frost.

Die Winzer bringen bereits Strohballen in ihre Weingärten, um sie mit dem „Räuchern“ zu schützen. Wenn der Frost kommt, werden die Strohballen in den Weingärten angezündet. Der Rauch soll die Reben schützen. „Das Problem sind nicht die Minusgrade, sondern die radikale Erwärmung, wenn die Sonne wieder kommt“, erklärt der Präsident des niederösterreichischen Weinbauverbandes, Franz Backknecht.

Gefahr von Ernteverlusten sei hoch

„Die Vernebelung durch die brennenden Strohballen mildert die Sonneneinstrahlung“, sagt Backknecht. Erwartet wird der Frost vor allem in tiefen Lagen, da sich die Kälte in den Tälern hält. Die Gefahr des Ernteverlustes ist laut Backknecht hoch, da die Reben bereits weit ausgetrieben sind.

Niederösterreichs Obstbauern wollen individuell auf die Witterung reagieren, sagt der Obmann der Wachauer Marillenbauern, Franz Reisinger. Man stelle sich auf frostschützende Maßnahmen ein, sagt er. So mähen die Obstbauern das Gras unter den Obstbäumen ganz kurz ab, sodass die Wärme aus dem Boden auf die Bäume strahlen kann. Außerdem wird mit Frostschutzkerzen, die unter den Bäumen aufgestellt werden und Wärme spenden sollen, gearbeitet.

„Räuchern“ gegen den Frost

Bereits im Vorjahr hatten Winzer große Probleme mit Spätfrost. Sie versuchten, die Reben mit Rauch zu schützen.

Quelle: www.pov.at

Auch die Obstbauern versuchen ihre Bäume mit dem „Räuchern“ zu schützen. „Dazu müssen aber die Rahmenbedingungen wie zum Beispiel der Wind stimmen“, so Reisinger. Viele Apfelbäume werden auch beregnet, um die Temperatur im Obst gering zu halten. Im Vorjahr führte der Spätfrost zu großen Ernteausfällen und Schäden im Wein- und Obstbau. Auch im April des Vorjahres schützten die Bauern ihre Weingärten mit dem „Räuchern“ gegen den Frost.

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