Frontale im Stadttheater Wiener Neustadt

Ab 15. November findet in Wiener Neustadt wieder das Filmfestival Frontale statt. Für das Filmfestival im Süden Niederösterreichs gibt es einen neuen Schauplatz, nämlich das Stadttheater Wiener Neustadt.

Das Filmfestival Frontale in Wiener Neustadt vergrößert in der siebenten Auflage seine Zuschauer-Kapazität, indem es von der Event-Location SUB ins Stadttheater zieht. Von 15. bis 19. November werden Filme unterschiedlicher Genres gezeigt, drei Kurzfilmwettbewerbe sowie Künstlergespräche mit Filmemachern und Schauspielern wie unter anderen Peter Simonischek abgehalten.

Karl Merkatz ist Schirmherr der Frontale

Das Programm wurde am Donnerstag in Wien vorgestellt. Schirmherr der Frontale ist der Wiener Neustädter Ehrenbürger Karl Merkatz. Das Budget von 84.000 Euro wird laut einer Aussendung von der Stadt, dem Land Niederösterreich und Sponsoren getragen, als Festivalleiter fungiert der neue Direktor des Stadttheaters, Christoph Dostal.

Filmkamera im Stadttheater

Claudia Prieler

Das Stadttheater Wiener Neustadt wird erstmals seit 18 Jahren wieder als Kino genutzt

Gestartet wird mit „Licht“ von Barbara Albert. Das Künstlerdrama hatte im September Weltpremiere beim Festival Toronto und Europapremiere beim Festival San Sebastian. Weiters zu sehen sind zum Beispiel „Siebzehn“ von Monja Art, die Mulitkulti-Komödie „Die Migrantigen“ von Arman T. Riahi, der preisgekrönte Film „Toni Erdmann“ von Maren Ade, „Fremde Tochter“ von Stephan Lacant (der Aussendung zufolge als Österreich-Premiere) sowie die Reisedokumentation „Untitled“ von Monika Willi und „Die beste aller Welten“ von Adrian Goiginger.

Internationaler Kurzfilmwettbewerb

In sechs Kurzfilmblöcken werden 20 nationale und internationale Kurzfilme präsentiert. Vergeben werden ein internationaler Kurzfilmpreis, der mit 1.500 Euro dotiert ist, ein Regionalfilmpreis (1.000 Euro) und ein von den Besuchern bestimmter Publikumspreis, dessen Höhe sich nach den eingegangenen Spenden richtet.

Filmplakat  und Verantwortliche

Claudia Prieler

Frontale-Direktor Christoph Dostal, Schauspielerin Katharina Stemberger, Festival-Schirmherr Karl Merkatz und Wiener Neustadts Bürgermeister Klaus Schneeberger (v. l.)

Ziel des Landes und der Stadt ist es, dass Wiener Neustadt als ein Zentrum des Films positioniert wird, sagt Bürgermeister Klaus Schneeberger (ÖVP). „Die Rückkehr des Films ins Stadttheater und die Weiterentwicklung der Frontale sind die Basis dafür. Gemeinsam kann es uns gelingen, dem österreichischen Film in Wiener Neustadt eine Heimat zu geben und gleichzeitig die Filmfestival-Achse Wien - Wiener Neustadt - Graz aufzuwerten“, so Bürgermeister Schneeberger.

Das Stadttheater Wiener Neustadt, 1794 eröffnet, wurde im 20. Jahrhundert bis 1999 regelmäßig als „Theaterkino“ verwendet. „Ich hatte als Jugendlicher im damaligen Theaterkino mein erstes Kinoerlebnis“, sagt Christoph Dostal, der neue Direktor der Frontale und des Stadttheaters. „Das war wegweisend für mich. Umso mehr freue ich mich, dass es uns gelungen ist, den Film zurück ins Stadttheater zu holen und die alte Kinoleinwand von damals mit einem neuen Projektor zum Flimmern zu bringen.“

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