Kummer: „Bin kein Püppchen mit Feenstab“

In der „Nahaufnahme“ stellt Radio Niederösterreich jeden Sonntag Personen mit Niederösterreich-Bezug vor. Wettermoderatorin Christa Kummer spricht über den Winter im April und warum sie keine „Wetterfee“ ist.

„Ein Wintereinbruch in der zweiten Aprilhälfte macht noch keinen Klimawandel“, sagt Christa Kummer in der „Nahaufnahme“ mit Alice Herzog. „Der Klimawandel setzt sich aus vielen Ereignissen zusammen. Das, was wir jetzt erlebt haben, ist ein Einzelereignis, das statistisch gesehen alle 20 Jahre stattfinden kann.“

Keine „Wetterfee“, sondern Hydrogeologin

Seit 23 Jahren präsentiert Kummer das aktuelle Wetter im ORF-Fernsehen. „Ich bin kein Püppchen mit dem Feenstab in der Hand, das die Sonne oder Wolken herzaubert“, sagt die Wahlniederösterreicherin. Der Anrede als „Wetterfee“ kann Kummer nichts abgewinnen, studiert hat sie Hydrogeologie. "Ja, da spricht die Höhlenforscherin. Die Naturwissenschaft hat mich immer sehr interessiert“, sagt Kummer.

Vor ihrer Karriere im ORF-Fernsehen hat sie einige Jahre lang an unterschiedlichen Gymnasien Geografie und Theologie unterrichtet. "Ich war wohl die naturwissenschaftlichste Theologin, die man sich vorstellen kann, aber ich war sehr gerne Lehrerin. Im Prinzip mache ich das ja auch heute noch. Auch eine Fernsehmoderatorin vermittelt Wissen.“

Alice Herzog und Christa Kummer

Peter Polevkovits

Alice Herzog im Gespräch mit Christa Kummer

Ihr persönliches Lieblingswetter beschreibt Kummer in der „Nahaufnahme“ folgendermaßen: „Ich liebe Temperaturen maximal um 25 Grad, ein paar Wölkchen am Himmel, eine leichte Brise. Regnen sollte es natürlich auch, am besten zwischen Mitternacht und 6.00 Uhr Früh, damit ich, wenn ich wach werde, nichts mehr davon merke, aber damit die Natur ihr Feuchtigkeitspensum abbekommt.“ Sowohl die extreme Hitze, als auch die extreme Kälte würden ihr nicht liegen.

„Privat trage ich am liebsten Gummistiefel“

Seit einigen Jahren wohnt Kummer im Kamptal in Niederösterreich, wo sie mit ihrem Mann ein Holzblockhaus gebaut hat. „Ja, ich bin eine Heimwerkerin“, so die sympathische Wettermoderatorin und fügt hinzu: „Am liebsten sind mein Mann und ich in der Natur. Unser Hobby ist auch das Fliegenfischen."

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„Nahaufnahme“, 23.4.2017

Mit vielen Frauen teilt sie die Leidenschaft, schöne Schuhe zu tragen. „Privat allerdings trage ich am liebsten Gummistiefel,“ sagt Christa Kummer in der „Nahaufnahme“. Seit Jahren tourt sie zudem mit Vorträgen durch das Land, wobei ihr der Klimaschutz ganz besonders am Herzen liegt. „Ich bewundere den Pioniergeist in Niederösterreich in diesem Bereich und freue mich, dass ich heuer den Österreichischen Klimaschutzpreis moderieren darf.“

Die „Nahaufnahme“ mit Christa Kummer zum Nachhören

Abt Georg wollte schon als Kind Pfarrer werden

„Es sagen mir viele Menschen, dass das Stift Melk ein besonderer Ort ist, dass sie sich hier wohlfühlen und bereichert weggehen“, sagt der langjährige Abt des Benediktinerstiftes Melk, Georg Wilfinger. In der „Nahaufnahme“ erzählt er, warum er schon als Kind Pfarrer werden wollte. „Wir haben schon als Kinder in meiner Heimatgemeinde in der Nähe von Hollabrunn in der Garage Pfarrer gespielt und im Grunde wollte ich es immer schon werden“, sagt Wilfinger, der auch Pfarrer von Großriedenthal ist.

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„Nahaufnahme“, 16.4.2017

„Wenn schon auf eine eigene Familie verzichten, dann wollte ich zumindest in einer Gemeinschaft leben“, begründet Wilfinger seinen Eintritt in den Benediktinerorden nach seinem Theologiestudium in Salzburg. Seine enge Verbindung zu jungen Menschen behielt sich Abt Georg seit seiner Zeit als Theologieprofessor am Stiftsgymnasium: „Ich freue mich, wenn ich ins Gymnasium gehe. Die lachenden Jugendlichen bauen mich wieder auf.“

Schüler gestalteten Ausstellung „Farbstift“

Wilfinger zeigt sich im Gespräch mit Alice Herzog stolz über die neue „Wachaulabor“-Ausstellung in der Nordbastei des Benediktinerstiftes. Die Ausstellung mit dem Titel „Farbstift“ wurde von den Schülerinnen und Schülern des Stiftsgymnasium gestaltet und erst kürzlich eröffnet.

Der Dalai Lama mit dem ukrainischen Erzbischof Filip von Poltawa und Abt Georg Wilfinger

APA / Ricardo Herrgott

Abt Georg Wilfinger (re.) mit dem Dalai Lama

Unterstützung für Waisenkinder in Rumänien

Eine besondere Herzensangelegenheit ist Abt Georg bis heute sein Projekt „Auro Danubia“. Dadurch entstanden in Rumänien bereits zwei Waisenhäuser für Kinder. Jedes Monat besucht Wilfinger seine Schützlinge persönlich und fährt selbst mit dem Auto nach Rumänien. „Ich fahre gern Auto“, so der Abt, „das entspannt mich.“ In der Fastenzeit engagierten sich auch die Schülerinnen und Schüler des Stiftsgymnasium für dieses Sozialprojekt. Das Osterfest wird im Stift Melk am Ostersonntag mit einem großen Pontifikalamt in der barocken Stiftskirche gefeiert.

Die „Nahaufnahme“ mit Georg Wilfinger zum Nachhören

Franz Czeczelits begann als Lehrling

„Als Abenteuer seines Lebens“ bezeichnet der erfolgreiche niederösterreichische Unternehmer seinen Weg zum 50-jährigen Betriebsjubiläum, das er in diesen Tagen mit seinen Autohäusern in Wiener Neustadt und Neunkirchen begeht. Er selbst zog sich schon vor zehn Jahren aus dem operativen Geschäft zurück. Seither ist die nächste Generation am Werk.

In der Radio-Niederösterreich-„Nahaufnahme“ erinnert sich Franz Czeczelits an seine Anfänge in einer winzigen Hinterhofwerkstatt im Wiener Neustadt der Nachkriegsjahre: „Heute ist mein Wohnzimmer größer“, so der gebürtige Wiener Neustädter, der seine Faszination für Motoren bereits im Kindesalter entwickelte. „Am liebsten spielte ich in den Autowracks, die sich im Hofe unseres Wohnblocks noch überall befanden.“

Franz Czeczelits

ORF/ Herzog Alice

Franz Czeczelits mit Alice Herzog

Er erzählt über seine Entscheidung, Anfang der 1970er Jahre am Zehnergürtel ein Grundstück zu kaufen. Ein Glücksgriff, wie sich später herausstellte. Heute befinden sich dort die größten Einkaufszentren der Stadt.

„Das Aufhören war das Schwierigste“

Franz Czeczelits erzählt von Katastrophen, Wundern und Erfolgen, seinen Glaubenskurs, der sein Leben verändert hat und traurigen Zeiten, wie zuletzt der Tod seiner Frau Margarethe. „Das Aufhören war das Schwierigste“, so der Unternehmer. „Manche haben mich schon als fleischgewordene Firma bezeichnet, aber ich bin von heute auf morgen gegangen und heute bin ich froh darüber.“

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„Nahaufnahme“, 9.4.2017

Im Familienbetrieb findet Anfang Mai die 50-Jahr-Feier statt, für die er seit vielen Jahren wieder zur Ziehharmonika griff und ein Lied komponierte.

Die „Nahaufnahme“ mit Franz Czeczelits zum Nachhören

Franziska Weisz erfüllte sich Mädchentraum

Auf einem kurzen Heimaturlaub erzählt die Wahl-Berlinerin in der „Nahaufnahme“ von ihrem ungewöhnlichen Weg an die Spitze der deutschsprachigen Film- und Fernsehlandschaft. Weisz träumte schon als kleines Mädchen von der Bühne. „Nachdem das fast alle Mädchen tun, habe ich mir nichts dabei gedacht“, so Weisz, die im zarten Alter von 19 Jahren für ihren ersten Film „Hundstage“ (Regie: Ulrich Seidl) engagiert wurde. Ein Zufall, erzählt sie: „Ich war das erfolgloseste Model aller Zeiten und habe mir bei einem Casting für Kommissar Rex für eine Statistenrolle beworben. Dort gab es dann ein spontanes Improvisationscasting für den Film ‚Hundstage‘ und ich konnte überzeugen.“

Erste Filmrolle blieb im Verborgenen

Ihre erste Filmrolle hielt die junge Niederösterreicherin aber im Verborgenen und ging nach London, um Umweltpolitik zu studieren. Erst, als der Film ein Riesenerfolg war, ging es Schlag auf Schlag. Ihr neuester Coup: Die Rolle der Tatort-Kommissarin Julia Grosz, die seit kurzem übernommen hat.

Franziska Weisz und Alice Herzog

ORF Niederösterreich

Franziska Weisz und Alice Herzog

Weisz lebt in Berlin und ist seit knapp zwei Jahren mit dem Regisseur Felix Herzogenrath verheiratet. In der „Nahaufnahme“ erzählt sie von der Liebe der beiden zu Italien, die mit ein Grund war, dass auch die Hochzeit in der Nähe von Verona stattgefunden hat. „Ich möchte schon einmal Mama werden“, sagt Weisz und fügt hinzu: „Das ist eine sehr persönliche Entscheidung und ich kann es auch verstehen, wenn ein Paar sagt, dass es keine Kinder will. Es geht um die Entscheidungsfreiheit.“

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„Nahaufnahme“, 2.4.2017

Regelmäßige Heimatbesuche

Überhaupt sei sie eine Frau, die für ihre Ideale gerne einsteht. „Ich würde aus Überzeugung auch auf die Straße gehen, wie ich es vor kurzem in Los Angeles gemacht habe“, so die Schauspielerin, die erst in der ORF-Reihe „Neuer Heimatfilm“ zu sehen war. Ihre Heimat in Breitenfurt, wo sie mit zwei älteren Geschwistern, Pferden und den Großeltern in unmittelbarer Nachbarschaft aufgewachsen ist, besucht Weisz regelmäßig. „Manchmal sehne ich mich danach“, sagt sie und ergänzt: „Aber eigentlich wollte ich immer einen Beruf, bei dem man keinen Urlaub braucht und viel unterwegs ist.“

Für ihren Auftritt am roten Teppich der Romy Verleihung am 22. April gibt es noch kein Outfit, aber „shoppen, das mag ich gar nicht“, so die Schauspielerin, die am liebsten ungeschminkt ihre vielen verschiedenen Gesichter in Film und Fernsehen zeigt.

Die „Nahaufnahme“ mit Franziska Weisz zum Nachhören

Walter Schachner: Interview im Tanzstudio

"Dass es so schwierig ist, hätte ich nicht gedacht“, erzählt der ehemalige Fußballspieler und -trainer Walter Schachner in der „Nahaufnahme“. Der Kandidat in der ORF-Show „Dancing Stars“ beweist aber Sportsgeist, auch angesichts von Schwierigkeiten: „Wenn ich etwas mache, dann ziehe ich es auch durch.“

Walter Schachner

Peter Polevkovits

Walter Schachner trainiert bereits mit Tanzpartnerin Lenka Poholarek

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„Nahaufnahme“, 26.3.2017

An der Seite von Profitänzerin Lenka Poholarek trainiert Walter Schachner derzeit täglich für seinen ersten Auftritt im Ballroom am kommenden Freitag. Rückendeckung erhält er dafür aus seiner eigenen Familie, die ihn von Anfang an darin bestärkt hat, mitzumachen. „Meine beiden Söhne waren sofort dafür“, erzählt Schachner und fügt hinzu: „Ungewohnt ist es nur, von einer 35-jährigen Tänzerin trainiert zu werden.“ Ein Perspektivenwechsel, den Schachner, der selbst auf eine erfolgreiche Laufbahn als Trainer zurückblicken kann, aber gerne akzeptiert. „Wenn man etwas Neues lernen will, muss man sich auch etwas sagen lassen.“

„Meine Frau hat gleich viel Anteil am Erfolg wie ich“

In der Radio-NÖ-„Nahaufnahme“ blickt „Schoko“ Schachner auch auf einige Höhepunkte seiner eigenen Fußballerkarriere zurück, allen voran auf sein Tor gegen Spanien bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Argentinien 1978, als er eigentlich noch Betriebselektriker und nicht Fußballprofi war. „Ich habe mir damals unbezahlten Urlaub genommen, um mehr zu trainieren, und es hat sich ausgezahlt“, erzählt er über seine Anfänge als Fußballer in seiner steirischen Heimat.

Seine großen Erfolge als aktiver Fußballspieler, aber auch später etwa als Trainer des GAK, habe er auch seiner Frau zu verdanken, so Schachner bei Alice Herzog in der „Nahaufnahme“. „Meine Frau hat genauso viel Anteil an meinen Erfolgen wie ich.“ Sie wird es auch sein, die ihm bei „Dancing Stars“ im Ballroom der Nation die Daumen drücken wird. Den Schokoriegel hält er auch noch immer bereit, „obwohl das für einen 60-Jährigen ungewöhnlich klingt.“ Sein Spitname „Schoko“ wird deshalb voraussichtlich bleiben, auch als Dancing Star.

Die „Nahaufnahme“ mit Walter Schachner zum Nachhören

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