Alfons Haider wird 60

Seit Jahrzehnten ist Alfons Haider einer der beliebtesten Moderatoren, Entertainer und Schauspieler. Anlässlich seines 60. Geburtstags erzählt er in der „Nahaufnahme“ über sein Leben, seine Wohnung und so manche Anekdote.

In Stockerau ist Alfons Haider mehr als 30 Jahre lang auf der Bühne gestanden. Seit 40 Jahren ist er im ORF Fernsehen zu sehen. Am 24. November feiert das Multitalent seinen 60. Geburtstag. „Ich möchte wieder zurück auf die Bühne“, so Alfons Haider über seine Vision für die Zukunft, denn: „Eigentlich komme ich ja vom Theater, was viele gar nicht mehr wissen.“

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„Nahaufnahme“, 19.11.2017

An der Josefstadt und am Wiener Volkstheater hat seine Laufbahn begonnen, ehe Alfons Haider 1977 seinen ersten Fernsehauftritt als Schauspieler hatte. „Die Sendung hieß Horoskop und ich musste eine amerikanische Soubrette in einer Hebefigur halten, was mir damals sehr schwer gefallen ist, weil ich so schlank war“, so Haider in der Radio NÖ „Nahaufnahme“. Er erinnert sich auch an sein erstes Interview mit einem Opernballstargast. „Das war Sophia Loreen und ich war sehr aufgeregt. Aber sie hat mich beiseite genommen und meine Hand gehalten und gemeint, dass wir das gemeinsam schaffen.“

Heute kennt er kein Lampenfieber mehr. „Vor neun, zehn Jahren habe ich begonnen, zu genießen, und heute haben Barbara Schöneberger und ich einen Riesenspaß, wenn zum Beispiel die Eurovisionshymne vor der Starnacht erklingt, kurz bevor es losgeht.“ Dafür ausschlaggebend sei seine Erfahrung aus jahrzehntelanger Moderation im Fernsehen, aber nur keine Routine. „Das ist das Schlimmste! Es darf keine Routine geben. Am liebsten ist mir, wenn etwas Unerwartetes passiert“, so Haider.

Alfons Haider Nahaufnahme

ORF NÖ

Radio NÖ-Moderatorin Alice Herzog im Gespräch mit Alfons Haider

Seine Zwischenbilanz zum 60. Geburtstag fällt durchwegs positiv aus. „Ich bereue eigentlich nur, dass ich keine Kinder habe und vielleicht auch, dass mein Vater so früh verstorben ist.“ Seine Mutter ist ihm bis heute ein großes Vorbild, denn „sie lächelt immer noch, auch in gesundheitlich für sie sehr schwierigen Zeiten, und sie kämpft wie eine Löwin.“ Er selbst sei wohl nie ganz zufrieden, so Haider, aber er müsse auch nicht mehr jedem gefallen. „Seither geht es mir viel besser und ich sage auch nach wie vor meine Meinung, allerdings heute nur mehr, wenn ich danach gefragt werde.“

Die „Nahaufnahme“ zum Nachhören:

Howard Carpendale rockt

„Ich dachte das war’s“, antwortet Howard Carpendale auf die Frage, warum er 2003 schon einmal das Ende seiner Karriere ausgerufen hat. Fünf Jahre später, 2008, verkündet er ebenso überzeugt sein Comeback, um in den vergangenen sechs Jahren alle zwei Jahre ein neues Album auf den Markt zu bringen, Tournee inklusive. Dafür hat er sein Management und sein gesamtes Team gewechselt, „jetzt sprudeln die Ideen wieder“. Außerdem habe er es nicht ausgehalten ohne Bühne, erzählt Carpendale im Gespräch mit Alice Herzog.

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„Nahaufnahme“, 12.11.2017

Dass sich seine Musik verändert hat, bekamen am Donnerstag auch seine Fans in der Wiener Stadthalle hautnah zu spüren. Keine Spur mehr von softer Schlagerwelt. Heute dominieren Bassgitarren und Schlagwerk seinen Sound, die Songs haben Texte, die durchaus zum Nachdenken anregen. „Jeder kann einen Beitrag zu einer besseren Welt leisten“, sagt der Künstler, denn „es läuft einiges schief derzeit auf der Welt.“ Den Heimatbegriff will er erst gar nicht für sich selbst definieren: „Das ist nicht wichtig für mich. Ich denke, wir leben alle in einer globalisierten Welt.“

Nahaufnahme Howard Carpendale

ORF

Radio-NÖ-Moderatorin Alice Herzog im Gespräch mit Howard Carpendale

Privat gibt es eigentlich nur gute Neuigkeiten: Zum einen hat seine Lebensgefährtin Donnice Pierce den langen Weg aus der Alkoholsucht geschafft. Zum anderen wird Howard Carpendale zum ersten Mal Großvater. „Es wird mein Enkelkind sein, das mich wieder ‚Howie‘ nennen darf. Aber nur mein Enkelkind!“

Andreas Prinz und die Schönheitsmedizin

Im Hinterzimmer einer kleinen Apotheke im 7. Wiener Bezirk wurde die Firma bereits vor mehr als 40 Jahren gegründet. Am Beginn ging es darum innovative pharmazeutische Produkte, die es in Österreich nicht gab, zuzulassen, zu importieren und weiterzuentwickeln. Innerhalb von 40 Jahren ist eine große Erfolgsgeschichte daraus geworden. Das Familienunternehmen Croma-Pharma, mit Sitz in Leobendorf (Bezirk Korneuburg), zählt zu den führenden Hyaluronsäurespritzen-Herstellern in Europa.

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„Nahaufnahme“, 5.11.2017

Hyaluronsäure, in der Augenheilkunde bereits seit den 90er Jahren im Einsatz, erfährt seit etwa zehn Jahren auch in der Schönheitsmedizin einen wahren Boom. „Man sieht natürlich schön aus, man sieht sehr schnell tolle Effekte, ohne es dabei zu übertreiben“, beschreibt Andreas Prinz die Vorteile der Hyaluronsäure. Jährlich wächst der Bereich der ästhetischen Dermatologie weltweit um rund 20 Prozent.

Nahaufnahme Andreas Prinz

ORF

Andreas Prinz im Gespräch mit RNÖ-Moderatorin Birgit Perl

Der Fokus von Croma-Pharma liegt deshalb heute komplett auf der Schönheitsmedizin. 90 Prozent des Umsatzes werden mit Eigenmarken erwirtschaftet. Das Unternehmen hat Niederlassungen auf vier Kontinenten und beschäftigt weltweit 350 Mitarbeiter. Eine Abwanderung ins Ausland stand nie zur Debatte. „Wir wissen die Kompetenz der Österreicher und Österreicherinnen sehr zu schätzen“, betont Andreas Prinz.

Harald Neumann und das Glücksspiel

Er ist Topmanager in Europas größtem Glückspielkonzern. Er ist aber auch dreifacher Großvater, vierfacher Vater und seit einem Jahr Alleinerzieher. Harald Neumann leitet den größten Glückspielkonzern Europas und will mit Novomatic von Gumpoldskirchen (Bezirk Mödling) aus an die Weltspitze. In der Radio Niederösterreich „Nahaufnahme“ spricht er erstmals offen über die Zeit nach dem tragischen Unfalltod seiner Frau und seinen eigenen Zugang zum Glückspiel.

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„Nahaufnahme“, 29.10.2017

Harald Neumann ist in Klosterneuburg (Bezirk Tulln) zuhause. Die Zentrale des Konzerns, für den er seit drei Jahren als Geschäftsführer verantwortlich ist, befindet sich in Gumpoldskirchen. Dazwischen liegt das Wiener Stadtbüro, in den denkmalgeschützten Räumlichkeiten des ehemaligen Verkehrsamtes vis à vis der Secession. Als Geschäftsführer des österreichischen Glückspielkonzerns Novomatic, der in über 70 Staaten weltweit vertreten ist, ist er viel unterwegs. „Aber am Wochenende versuche ich wirklich bei meinen Kindern zu sein“, sagt Neumann im Gespräch mit Alice Herzog.

Moderatorin Alice Herzog mit Harald Neumann, Geschäftsführer von Novomatic

ORF

Harald Neumann (r.), der Geschäftsführer von Novomatic, im Gespräch mit Alice Herzog

Es war ein Frühsommertag im Vorjahr, der sein Leben völlig auf den Kopf gestellt hat, als seine Frau Ingeborg in Hetzmannsdorf (Bezirk Korneuburg) bei einem Reitunfall ums Leben gekommen ist. „Zunächst ist die Zeit still gestanden“, so Neumann, „aber, wenn man Vater von zwei Kindern ist, dann muss man einfach sicherstellen, dass der Alltag weiter funktioniert. Was fehlt ist der Mensch, der am Abend einfach da ist, mit dem man reden kann. Das bespricht man nicht mit Freunden.“

Harald Neumann ist mit 18 Jahren ausgezogen, um seinen eigenen Weg zu gehen. Zunächst im Jus-Studium - „das mir bald zu langweilig wurde“ - , über ein Wirtschaftsstudium, die Telekommunikationsbranche, das Bundesrechenamt und die Sicherheitsbranche bis hin zum Glückspiel. „Ich bin eigentlich erst bei Novomatic so richtig mit dem Glückspiel in Berührung gekommen“, so der Manager, der sich der Gratwanderung zwischen Umsätzen, Gewinnen und der Verantwortung in seiner Branche durchaus bewusst ist.

„Niederösterreich ist ein weltweites Musterland, wenn es um Glückspiel geht“, so Neumann, der sich für Compliance und strenge Zugangsbeschränkungen zum Glückspiel ausspricht. Ob er selbst manchmal spielt? „Ja, ich spiele Lotto, wenn es einen Jackpot gibt und ich teste Online- oder Automatenspiele, meist aber aus beruflichen Gründen.“

Die „Nahaufnahme“ zum Nachhören: