Felix Mitterer: 50 Theaterstücke in 70 Jahren

„Ich wundere mich, wie schnell es gegangen ist“, sagt Schriftsteller Felix Mitterer, der kürzlich seinen 70. Geburtstag gefeiert hat. Er möchte künftig „mehr Zeit mit Menschen und weniger hinter dem Schreibtisch verbringen.“

Noch sind nicht alle Glückwunschkarten, SMS und E-Mails beantwortet, sagt Mitterer wenige Tage nach seinem Ehrentag in der „Radio Niederösterreich Nahaufnahme“ mit Alice Herzog. Nach 70 Lebensjahren, 50 Theaterstücken und mehr als 30 Drehbüchern gibt er sich immer noch bescheiden: „Ich wusste, die Begabung war mir gegeben, aber ich bin kein fleißiger Mensch und ohne den Druck von Abgabeterminen wären wahrscheinlich viele Werke gar nicht entstanden.“

Alice Herzog und Felix Mitterer

ORF

Alice Herzog im Gespräch mit dem Schriftsteller und Dramatiker Felix Mitterer

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"Radio Niederösterreich am Vormittag, 18.2.2018

Im Gespräch mit Alice Herzog erzählt Felix Mitterer von seiner Kindheit auf einer Tiroler Alm mit seiner Adoptivmutter, aber auch über seine Schulzeit in Innsbruck: „Ich war ein schrecklicher Schüler, ich war einfach faul, es war eine Zumutung für alle.“ Als größten Glücksfall in seinem Leben bezeichnet er bis heute die „Piefke Saga“, ein Auftragswerk des deutschen Fernsehens, das ihm damals nicht nur Applaus eingebracht hat, aber zum großen Quotenerfolg in Österreich und Deutschland wurde. „Der Titel war ein unglaubliche Provokation und ich wollte ihn auch gar nicht“, so Mitterer in der „Nahaufnahme“.

Ebenso „peinlich“, wie er sagt, ist ihm die eigene 528 Seiten starke Biografie, die jetzt erschienen ist. Ein Buch, das er wohl geschrieben habe, aber nicht lesen werde, so Mitterer. Rückblickend aber meint der erfolgreiche Wahlniederösterreicher, der seit sieben Jahren im Weinviertel lebt: „Ich bin sehr dankbar in der Rückschau.“

Die „Nahaufnahme“ zum Nachhören:

Vom kleinen Konditor zum großen Caterer

„Wie wir essen und wo wir essen, das sagt sehr viel über einen Menschen aus,“ meint der neue Star in der österreichischen Catering-Branche, Josef Donhauser in der „Nahaufnahme“ bei Alice Herzog. Mit seinen derzeit rund 600 Mitarbeitern bewirtet er jährlich an die acht Millionen Gäste, vom Haubenlokal bis zum Fußballstadion und vom Einkaufszentrum bis zur Fastfoodkette. Dazu kommt das Catering für Großveranstaltungen oder Zugreisende im In- und Ausland.

Josef Donhauser

Alice Herzog

Josef Donhauser im Gespräch mit Alice Herzog

2017 wurde er als „Caterer des Jahres“ ausgezeichnet und erhielt den österreichischen Exportpreis in Gold. Die Donhauser-Gruppe zählt zu den größten heimischen Catering-Unternehmen. „Ich habe die Philosophie, der Weg entsteht im Gehen, und das hat uns immer in neue Dimensionen weitergebracht“, so Josef Donhauser im Gespräch mit Alice Herzog. Begonnen hat seine Reise in seiner Heimatgemeinde Kirchberg am Wechsel (Bezirk Neunkirchen), wo der Absolvent einer Hotelfachschule die elterliche Konditorei übernommen hatte.

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"Radio Niederösterreich am Vormittag, 11.2.2018

Später zog es ihn nach Wien, wo er sehr bald in das Bahn-Catering eingestiegen ist. „Catering ist ein sehr hartes Geschäft. Aber wir bekommen auch immer direktes Feedback. Das gibt es nicht in jeder Branche“, meint Josef Donhauser über seine Motivation. "Ursprünglich habe ich aber einfach aus der Not eine Tugend gemacht und versucht, mehr Abnehmer für meine Backwaren zu finden.“ Der umtriebige Gastronom ist mittlerweile auch im Iran ins Bahn-Catering Geschäft eingestiegen. „Mit Sicherheit mein größtes Abenteuer bisher“, so der Niederösterreicher. Auch am Airline-Catering sei er interessiert, mehr dürfe er derzeit dazu aber nicht sagen.

Die „Nahaufnahme“ zum Nachhören:

Vom HTL-Schüler zum Topwirt

„Ich komme aus keiner Wirtshausfamilie, sondern habe mich eigentlich immer nur für Computer interessiert und deshalb auch eine HTL besucht“, erzählt der 28-jährige Topwirt im Gespräch mit Alice Herzog. „Mir war das aber zu trocken und ich wollte etwas erleben.“ Von 20 abgeschickten Bewerbungen in der EDV-Branche wurde keine einzige positiv beantwortet. Dann stieß Matthias Strunz zufällig auf die Stellenanzeige für die Lehre zum Restaurantfachmann.

Nahaufnahme Matthias Strunz Topwirt

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Alice Herzog hat Matthias Strunz (r.) in der Gaststätte Figl besucht

Der Start in eine ungewisse Zukunft

„Ich habe damals nicht einmal gewusst, was das eigentlich für ein Beruf ist", erklärt er. Seine Entscheidung, diese Lehre zu beginnen, bereute er bis heute nicht. In der „Nahaufnahme“ erzählt er von seiner Zeit in einem Fünf-Sterne-Hotel am Arlberg. „Das ist eine andere Welt, wenn Gäste mit dem Helikopter eingeflogen werden,“ so der sympathische Familienvater.

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„Nahaufnahme“, 28.1.2018

Es war schlussendlich seine Familie - seine Ehefrau und sein zweieinhalbjähriger Sohn -, die ihn wieder nach St. Pölten zurückkehren ließ. „Ja, ich fühle mich angekommen“, so Strunz, und fügt hinzu: „Ich bin gerne Wirt.“ In diesem Jahr darf er sich Topwirt des Jahres nennen. Diese Auszeichnung wird jährlich vom Verein Wirtshauskultur Niederösterreich vergeben, der Gasthäuser auszeichnet, die auf Regionalität und das typisch Niederösterreichische in Ambiente und Speisen besonderen Wert legen.

Die „Nahaufnahme“ zum Nachhören:

Tanzweltmeister mit großen Zielen

Kathrin Menzinger und Vadim Garbusov sind vor kurzem zum fünften Mal Weltmeister im Showtanz geworden. Gerade in diesen Tagen, wenn viele das Tanzbein auf einem Ball schwingen, tüfteln die beiden Profitänzer schon wieder an neuen ausgefallenen Showtänzen. „Momentan ist es ruhig, das ist unsere Kreativphase“, so die erfolgreiche niederösterreichische Tänzerin Kathrin Menzinger. Sie ist in Franzensdorf (Bezirk Gänserndorf) aufgewachsen, wo sie auch heute noch täglich mit ihrem Tanzpartner Vadim Garbusov im eigenen Tanzstudio trainiert. Seit die beiden Teenager sind, tanzen sie gemeinsam.

Nahaufnahme Menzinger Garbusov

ORF

Vadim Garbusov (l.) und Kathrin Menzinger (M.) im Gespräch mit Alice Herzog

Bekannt wurden sie durch die ORF-Show Dancing Stars, wo sie mit Prominenten wie Petra Frey, Roxanne Rapp, Hubert Neuper oder Dieter Chmelar das Tanzbein schwangen. Vadim Garbusov ist vielen noch von seinem „Männertanz“ gemeinsam mit Alfons Haider in Erinnerung geblieben. „Das war schon eine große Verantwortung und bis heute einmalig für mich“, so der sympathische Tänzer, der in der Ukraine geboren und in Kanada aufgewachsen ist.

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„Nahaufnahme“, 21.1.2018

Aus Liebe wurde Freundschaft

Sieben Jahre lang waren die beiden ein Paar, bis man sich im Guten trennte. Beruflich blieben Kathrin Menzinger und Vadim Garbusov aber ein Tanzpaar. „Wir haben uns damals gedacht, dass es irgendwann niemanden mehr interessieren wird, was wir privat machen. Aber die Erfolge bleiben uns für ein Leben.“ Aus Liebe wurden also Freundschaft und eine professionelle Zusammenarbeit, auch wenn es zwischen den beiden manchmal „kracht“.

Professionelle Unterstützung im Leistungssport holen sich die beiden von einem Psychologen, der darauf achtet, dass Stärken bleiben und am Ende doch wieder ein Weltmeistertitel herausschaut. „Sieben sollen es werden“, sagt Vadim, „denn das hat noch niemand erreicht.“

Die „Nahaufnahme“ zum Nachhören:

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