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DI | 09.02.2010
Zahnarzt (Bild: ORF)
Krems
Streit um private Zahn-Universität
Die Pläne, in Krems eine private Universität für Zahnmedizin einzurichten, sorgen für Riesenaufregung bei der Zahnärztekammer.
Es würde dadurch ein Ärzteüberschuss drohen.
Zu viele Zahnärzte werden ausgebildet
Zwei Fakultäten wollen die Betreiber in der Danube Private University unterbringen. Eine, die sich den "schönen Künsten für Menschen über 50" widmet und eine Zahnmedizinische.

Der Präsident der Zahnärztekammer Niederösterreich, Hannes Gruber fürchtet nun, dass hier alleine pro Jahr so viele Zahnärzte ausgebildet werden, wie bis jetzt in ganz Österreich.

Es würde für ganz Österreich Auswirkung haben, so Gruber, in etlichen Jahren würde es zu einem Kippen des Systems mit zu vielen Zahnärzten kommen.
Zu wenig Patienten für die Behandlung
Außerdem gebe es in Krems gar nicht genügend Patienten für die geplante Uni-Klinik mit 40 Behandlungsstühlen und für die 15 Kremser Zahnärzte.

Durch die kolportierte Studiengebühr von 12.000 Euro pro Semester fürchtet die Zahnärztekammer außerdem eine soziale Auslese
Betreiber weisen Kritik zurück
Die Betreiber dürfen, wie sie sagen, vor der Entscheidung des Akkreditierungsrates kein Interview geben - sie weisen aber in einer Stellungnahme an den Akkreditierungsrat die Kritik zurück und sprechen von einer Verbesserung der medizinischen Ausbildung und Versorgung.

Am Dienstag wird sich der Akkreditierungsrat, der die Gründung genehmigt - oder nicht - in Krems die Situation ansehen.
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