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GERICHT |
23.11.2009 |
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Frau erschossen: Mann nur teilweise geständig
Ein 65-Jähriger aus dem Bezirk Melk muss sich in diesen Stunden wegen Mordes an seiner Frau und versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt in St. Pölten verantworten. Beim Prozessauftakt zeigte er sich nur teilweise geständig.
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Angeklagter: "Habe geschossen, ohne sie gesehen zu haben." |
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Mann: "Habe sie bis zuletzt gern gehabt"
In einer Art "kranker Liebe" habe der Angeklagte seine Frau nicht verlieren wollen, meinte der Verteidiger. Offen sei, ob die Tat tatsächlich geplant war, erinnerte er daran, dass sein Mandant als Jäger ein Gewehr im Wagen mitgeführt habe.
Langsam wurde der 65-Jährige am Montagvormittag in seinem Rollstuhl in den Gerichtssaal geschoben. Neben der Anklagebank steht während des Prozesses eine Liege, für den Fall, dass der Angeklagte einen Schwächeanfall erleidet.
Der "früher so starke Mann", wie die Staatsanwältin erklärte, wirkte am Montag gebrechlich. Er sprach unverständlich und zeigte sich nur teilweise geständig. Den Tathergang beschrieb er sehr wirr. Er habe mit dem Gewehr die Windschutzscheibe zertrümmert, habe dann die Schrotflinte in ein Loch in der Frontscheibe gesteckt und geschossen, ohne seine Frau gesehen zu haben.
Er habe jedoch nie vorgehabt seiner Frau wehzutun und habe sie bis zuletzt gern gehabt.
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65-Jähriger schoss sofort auf Diensthund
Die Cobra-Beamten schilderten, wie die Festnahme des 65-Jährigen gelang, der sich nach dem tödlichen Schuss auf seine Frau stundenlang in seinem Haus verschanzt hatte.
Als der im Innenhof stehende, bewaffnete Mann den sich anschleichenden Diensthund wahrnahm, habe er sein Handy weggeworfen und sofort auf den Schäfer geschossen.
"Snap" schleppte sich winselnd - sterbend - zum Hundeführer zurück.
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Zeugeneinvernahme am Montag geplant
Laut Gutachten des Schiesssachverständigen sei es allerdings ein gezielter Schuss auf die Frau aus weniger als einem Meter Entfernung gewesen, was auf eine geplante Handlung, also Mord, hindeute.
Auch seine Angaben, dass er bei der Tat einen Vollrausch gehabt hätte, widerlegt ein Gutachten.
Für Montag sind auch noch Zeugen geladen, die teilweise das angespannte Verhältnis der Eheleute beschreiben werden.
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noe.ORF.at; 23.11.09
Wegen Mordes und versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt muss sich am Montag ein 65-Jähriger in St. Pölten verantworten. Er soll seine Frau ermordet und danach auf Cobra-Beamte geschossen und einen Polizeihund getötet haben.
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Zu diesem tragischen Ereignis kann nicht gepostet werden.
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