Eingangstüren für Haustiere

Auch wenn Hunde oder Katzen als Haustiere bezeichnet werden - immer im Haus oder in der Wohnung möchten die Tiere natürlich nicht sein. Wer regelmäßig von Pfoten, die an der Haustür kratzen, geweckt wird, für den gibt es moderne Lösungen.

Ein gut gedämmtes Haus senkt die Heizkosten - allerdings nicht, wenn man einen Vierbeiner hat, der daran gewöhnt ist, durch eine Tierklappe jederzeit ein- und auszugehen. Ein Loch in der Tür oder in der Wand, das nur durch eine Plastikklappe verdeckt ist, lässt den Energiebedarf in den vier Wänden rasch nach oben schnellen.

Katzentür

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Dieses Problem hatte auch ein Katzenliebhaber aus Ternitz. Er wollte ein Passivhaus bauen, seinen Kater Gonzo aber nicht in seiner Freiheit einschränken. Da er keine Tierklappen für Passivhäuser am Markt fand, begann Klaus Kindl mit Handwerkern aus der Umgebung an einer Lösung zu tüfteln - entstanden ist Petwalk, eine elektronische Tierklappe mit Dämmwerten wie ein Passivhausfenster. Da er von seiner Erfindung überzeugt war, gründete Kindl schließlich eine eigene Firma, mit der er die Katzen- und Hundetüren vertreibt.

Pilotprojekt im Tierheim Ternitz

Im Tierheim in Ternitz sind bereits zwei seiner Petwalk-Türen im Einsatz, eine im Katzenzimmer und eine bei den Hunden. Der Erfinder hat sie vor sechs Monaten dort eingebaut, um sie im Alltag zu testen. Die Tiere haben sich laut Tierheimleiterin Elisabeth Platzky sehr schnell daran gewöhnt, dass sich die Türe öffnet, sobald sie sich davor stellen.

Wenn keine Bewegung mehr von den Sensoren der Tierklappe wahrgenommen wird, schließt sich die Türe wieder automatisch. Damit wird verhindert, dass sich die Vierbeiner beim ein- und ausgehen verletzen, so wie es bei den herkömmlichen Tierklappen häufig passiert, sagt Platzky. Sie hofft mit den mechanischen Türen die enormen Heizkosten des Tierheims zu verringern – allerdings sind die Kosten für eine Petwalk-Klappe ziemlich hoch.

Modern, aber teuer

Ein Petwalk in der einfachen Ausführung kostet knapp 1.400 Euro, für private Haushalte werden unterschiedliche Dekors angeboten. Die Türe hat auch sehr viel Elektronik eingebaut. Der Tierbesitzer kann damit programmieren, dass Tiere nicht aus dem Haus gelassen werden, wenn es regnet – damit sie später nicht mit nassen Pfoten ins Schlafzimmer kommen. Auch der Erkennungschip der Tiere kann als Schlüssel für die Petwalk-Türen programmiert werden. Damit wird verhindert, dass fremde Tiere ins Haus gelassen werden.

Kitty Phone

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Babyfon für Katzen und Hunde

Wer sich keine Tierklappe einbauen möchte, seinem Liebling aber trotzdem freien Auslauf bieten will, kann auf ein System wie das „Kitty-Phone“ zurückgreifen. Dem Tier werden ein Halsband mit einer Batterie und einem Sender umgebunden. Wenn das Tier vor der Türe steht, wird ein Signal an ein portables Empfängergerät geschickt.

Sendungshinweis:
„NÖ heute“, 9.2.2013

Akustische Laute signalisieren dem Besitzer, dass sein Tier entweder hinaus oder herein möchte. Das Prinzip ist ähnlich wie bei einem Babyfon. Allerdings muss der Tierbesitzer zuhause sein, um die Türe zu öffnen, auch die Verletzungsgefahr durch das Halsband ist gegeben.

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Das Tier der Woche

Der treuherzige Mischlingsrüde Jimmy sucht ganz dringend nach einem neuen Zuhause. Bereits seit sechs Jahren ist er im Tierheim und möchte jetzt endlich jemanden finden, der ihm den Auslauf bietet, den er braucht. Das zehnjährige Energiebündel ist ein passionierter Ballspieler und hat ein sehr freundliches Wesen. Ein Jagdtrieb ist ihm nicht abzusprechen, ein Haushalt mit Katzen ist nicht wirklich für ihn geeignet. Mit anderen Hunden versteht sich Jimmy allerdings prächtig. Er wartet im Tierheim Ternitz auf seinen neuen Besitzer.

Kontakt: Tierheim Ternitz-TSV Schwarzatal, Telefon 02635/614 88 bzw. 0676/492 12 11.