NR-Wahl: Sobotka führt ÖVP-Landesliste an

Die ÖVP NÖ hat am Mittwoch ihre Landesliste für die Nationalratswahl präsentiert. Innenminister Wolfgang Sobotka wird Spitzenkandidat vor Nationalrätin Eva-Maria Himmelbauer und Finanzminister Hans Jörg Schelling.

Die Landesliste der ÖVP Niederösterreich für die Nationalratswahl am 15. Oktober umfasst 74 Kandidatinnen und Kandidaten und wurde vom Landesparteivorstand einstimmig beschlossen. Die Erstellung sei auch in enger Abstimmung mit Bundesparteiobmann Sebastian Kurz erfolgt, sagt Landesparteiobfrau Johanna Mikl-Leitner.

Reißverschlusssystem nach Geschlecht

Die Liste wird von Innenminister Wolfgang Sobotka angeführt, auf Platz zwei folgt die 30-jährige Weinviertlerin Eva-Maria Himmelbauer, die bereits seit 2012 für die ÖVP im Nationalrat sitzt. Auf Platz drei ist Finanzminister Hans Jörg Schelling gereiht. Die Liste ist nach dem Reißverschlussprinzip erstellt. Das bedeutet, dass immer abwechselnd ein Mann und eine Frau gereiht sind. Platz vier auf der Landesliste belegt Nationalratsabgeordnete Angela Fichtinger, dahinter folgt Nationalratsabgeordneter und Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager.

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Die ÖVP Niederösterreich präsentierte ihre Landesliste für die Nationalratswahl

Landesparteiobfrau Mikl-Leitner betonte bei der Präsentation am Mittwoch, dass die Landesliste vielfältig sei, vor allem was Erfahrung und Neueinsteiger, aber auch was das Alter betrifft. Das Durchschnittsalter der Kandidatinnen und Kandidaten liegt bei 43 Jahren, wobei die jüngste Kandidatin 19 Jahre und der älteste Kandidat 70 Jahre alt ist. Die ÖVP hat sich außerdem auf ein Vorzugsstimmensystem nach niederösterreichischem Vorbild geeinigt. Wer fünf Prozent der Vorzugsstimmen bekommt, wird automatisch auf Platz eins der Landesliste gereiht.

Sobotka: „Niederösterreich ist Schlüsselland“

Bei der Nationalratswahl 2013 konnte die ÖVP Niederösterreich über die Landesliste zwei Mandate erreichen. Ziel für die Wahl am 15 Oktober sei es, ein drittes Mandat über die Landesliste einzufahren, sagt Mikl-Leitner. Das Votum sei eine Richtungsentscheidung. Zur Nummer eins auf der Landesliste erklärte die Landeshauptfrau u. a. unter Hinweis auf das jüngst vorgestellte Sicherheitspaket für das Bundesland: „Wer Sicherheit will, muss die ÖVP bzw. Wolfgang Sobotka wählen.“ Dieser sprach von einer großen Ehre und dankte für die friktionslos erfolgte Reihung: Geschlossenheit sei in der Landespartei Tradition.

Ohne Sicherheit gebe es keine Freiheit, so der Innenminister. Er stehe vor der Polizei, hinter der neuen ÖVP und „klar“ für Rechtsstaatlichkeit. Illegale Migration dürfe nicht geduldet werden. Mikl-Leitner habe als seine Amtsvorgängerin „wie eine Löwin“ für die Schließung der Westbalkan-Route gekämpft, erinnerte Sobotka und bezeichnete es als „unerlässlich“, die Mittelmeer-Route zu schließen.

Sobotka bezeichnete Niederösterreich als Schlüsselland für die ÖVP, denn von hier seien bei vergangenen Wahlen immer mehr Stimmen gekommen als im Österreichschnitt. Dieses Ziel verfolge man auch bei der kommenden Nationalratswahl, so der Innenminister. Sowohl Mikl-Leitner als auch Sobotka betonten die 100-prozentige Unterstützung für Sebastian Kurz und die neue Volkspartei.

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