Shaolin Mönche trainieren in Tullnerbach
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Shaolin Mönche trainieren in Tullnerbach

Sie tragen orangefarbene Gewänder, sehr kurze Haare und sind extrem durchtrainiert: Die Shaolin-Kung-Fu- Mönche bereiten sich derzeit in Tullnerbach (Bezirk St. Pölten) auf ihre 25 Jahre-Jubiläumsshow vor. Dabei kämpfen sie mit Stöcken und Schwertern, mit Messern und mit Speeren.

Für den Produzenten der Jubiläumsshow, Herbert Fechter, ist das Spektakel eine sehr interessante Mischung. „China hat ja immer etwas sehr Geheimnisvolles an sich, so wie der Chinesische Nationalzirkus. Ich glaube, es ist mir gelungen, diese relativ komplizierte zen-buddhistische Idee und wie das zusammenhängt mit Kung-Fu und der Bewegungslehre und dem Kampfsport, in die westliche Sprache zu übersetzen, sodass es die Leute in Kopf, Herz und Bauch berührt.“

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Meditieren und essen vegetarisch

Bei den 19 Meistern und Schülern geht es um Körperbeherrschung und Konzentration. Fehler dürfen sich die Mönche aus China nicht erlauben, denn wenn sich ein Mönch gegen zwei Speere stemmt, deren scharfe Spitzen auf den Kehlkopf des Mannes drücken, wären Fehler fatal. Martina Meisterl ist Tourmanagerin. Sie begleitet die Mönche und weiss, wie diese privat ticken.

Sendungshinweis

„Guten Morgen“, 13.2.2020

„Sie sind grundsätzlich sehr unter sich, dennoch machen sie gerne Sightseeing. Sie lieben es Fotos zu machen und dann ihren Familien zuhause zu schicken. Gegessen wird nur vegetarisch und sie meditieren täglich, das heißt in der Früh und am Abend wird gemeinsam meditiert.“

Coronavirus: Ausreise aus China war schwierig

Die Shaolin Mönche können durch ausgefeilte Atemtechnik für kurze Zeit Schmerzunempfindlichkeit erreichen. Bei Übungen, wo eine Eisenstange durch den Schlag auf den Kopf zerbricht, ist das durchaus wertvoll. Es gibt aber auch Situationen, die Shaolin-Mönche fordern: So war die Ausreise aus China wegen der Coronavirus-Fälle in einer anderen Provinz eine Tortur. „Das schwierige war schon innerhalb Chinas über die Landesgrenzen, sozusagen von Niederösterreich nach Oberösterreich, zu kommen und diese Grenze muss man natürlich überwinden, um nach Peking zu gelangen und dort auf den Flughafen zu kommen. Dort sind sie insgesamt 48 Stunden unterwegs gewesen und waren schon ziemlich fertig als sie hier ankamen“, sagt Herbert Fechter.

Letztendlich sind aber alle in Österreich angekommen und werden ihr Können im Rahmen der Jubiläumsshow präsentieren. In Niederösterreich treten die Mönche am 18. Februar in Oberwaltersdorf (Bezirk Baden), am 19. Februar in Laa an der Thaya, am 14. März in St. Pölten, am 15. März in Wiener Neustadt und am 24. März in Amstetten auf.