ELSA, Band, ORF NÖ Musik Lounge
ELSA
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„ORF NÖ Musik Lounge“

Heißer als die Eiskönigin: ELSA

Man spricht von ihnen als eine der spannendsten musikalischen Neuentdeckungen Österreichs: ELSA. Vier junge Herren aus Niederösterreich und Wien, die Indie mit Rock und neuen Wienerlied-Elementen kombinieren.

Pipo Fuhs und Lukas Mayer haben über die Schulband von einigen Jahren zusammengefunden. Inzwischen leben sie zusammen in einer Wohngemeinschaft in Wien. Gemeinsam mit Michael Stöger und Maximilian Zauner sind sie ELSA – eine junge Band, die kurz vor der Veröffentlichung ihres ersten Albums steht.

„Ein Lächeln sagt alles“

Der Gedanke ist aufgelegt, aber es muss sein: Der Bandname hat nichts mit der aktuell recht berühmten Disney-Eiskönigin zu tun, sondern mit einem Liedtext, den quasi Pipos Uroma geschrieben hat: „Mein Papa hat mir ein Liederbuch gezeigt, das meine Uroma in den 1950er Jahren geschrieben hat. Und da gab es einen schönen Text, den wir hergenommen haben“, so Sänger und Gitarrist Pipo.

Sendungshinweis

„NÖ heute“, 24.4.2020

Die Band experimentierte mit verschiedenen Passagen und auf einmal lagen da die Sätze „Es löscht sich alles“ und „Ein Lächeln sagt alles“. „Und ich sagte so – hey, das sind genau dieselben Buchstaben, man kann da ein super schönes Akronym draus bilden. Und Elsa ist ja voll der schöne Name“, so Pipo. Und so war nach langer Suche der Bandname geboren. Welcher Satz den Fans besser gefällt, kann jeder und jede für sich entscheiden. Oder ganz eine neue Wortkombination kreieren. ELSA ist offen für Ideen und Vorschläge.

Verquere Gedanken bringen die besten Texte

Die Liedtexte sind oft um mehrere Ecken gedacht. Etwa die Zeilen zur Single „76 Jahre“. Sie entstanden, nachdem Gitarrist Lukas herausfand, dass der Halleysche Komet 75,3 Jahre braucht, um die Erde zu umrunden. „Aber das singt sich nicht so schön in einem Refrain“, so Lukas. Also wurde aufgerundet. „Außerdem hab´ ich gelesen, dass Mark Twain genau so einen Lebenszyklus gelebt hat. Ich habe das dem Pipo erzählt, denn wir interessieren uns beide wahnsinnig für Physik, Philosophie und Astronomie und die Grenzen, in denen alles miteinander verschwimmt. Das Lied war dann in 20 Minuten fertig.“

Alternativen Rock plus Reibeisen mit Indie, Jazz, Folk und neuen Wienerlied-Elementen zu kombinieren, lässt einen ganz eigenen, neuartigen Sound entstehen. Geplant war das so nicht. „Vieles ist einfach spontan entstanden. Wir haben viel Zeit im Studio verbracht und waren da manchmal eben fröhlicher und aufgeweckter und dann wieder grantiger. Und das spiegelt sich in der Musik wider“, so Lukas. Die Songs verleiten zum Nachdenken und Mitsingen.

Der Sänger, der keiner sein wollte

Pipo ist der Sänger der Band. Und das, obwohl er sich jahrelang davor gedrückt hat, überhaupt einen Ton zu singen. „Ich habe mich immer auf die Gitarre konzentriert. Aber dann haben wir zu viert immer mehr gemeinsam musiziert und da niemand anderer singen konnte oder wollte, wurde ich vor die Wahl gestellt. Ich schreibe die Songs, ich weiß, was ich hören möchte, also muss ich das vermutlich auch machen“, erzählt er. Lukas ergänzt lachend: „Es war klar, dass die anderen sicher nicht singen werden. Also ist nur der Pipo übrig geblieben.“

Inzwischen fühlt sich der Leadsänger aber sehr wohl in seiner Rolle. „Ich weiß, was sich ausgeht und was ich besser nicht versuchen sollte“, schmunzelt er. Pipo arbeitet als Lichttechniker beim Film und lernte während Dreharbeiten den Schauspieler und Kabarettisten Gregor Seberg kennen. Ihn konnte ELSA auch für das Musikvideo zu „Sags mir“ gewinnen.

Neue Single, neues Glück

In wenigen Tagen, am 1. Mai 2020, erscheint ELSAs neue Single „Glück“. Im September soll das Debütalbum erscheinen. Dann ist auch eine Tour geplant. Ob die stattfinden kann, steht derzeit freilich – wie so vieles – in den Sternen. Die Jungs sehen es positiv: „Wir nutzen die Zeit zu Hause zum Üben und Schreiben von Songs. Und wenn die Corona-Zeit vorbei ist, setzen wir die Puzzleteile im Studio zusammen.“