ORF NÖ

Die dritte Woche der „Sommertour“

Die Weinstadt Retz, die Abenteuer-Gemeinde St. Corona am Wechsel, die Schmiedegemeinde Ybbsitz, die Naturpark-Gemeinde Schrems und die Gartenstadt Tulln stehen in der neuen „Sommertour“-Woche auf dem Programm.

30 Orte in 30 Tagen werden von 6. Juli bis 14. August bei der „ORF NÖ Sommertour“ auf Radio Niederösterreich und im Fernsehen in „NÖ heute“ vorgestellt. Das sind die „Sommertour“-Gemeinden der dritten Woche:

Montag, 20. Juli: RETZ (BEZIRK HOLLABRUNN)

Den Auftakt der dritten „Sommertour“-Woche macht das kleine Städtchen Retz, das mitten in Österreichs größtem Weinbaugebiet liegt und als Kulisse für die Fernsehserie „Julia – eine ungewöhnliche Frau“ mit Christiane Hörbiger diente. Der Hauptplatz ist mit etwa 12.000 Quadratmetern der zweitgrößte in Österreich, größer ist nur jener in Linz.

Retzer Hauptplatz
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Retz hat den zweitgrößten Hauptplatz Österreichs

Die ganze Stadt ist unterkellert. Die Keller sind 20 bis 30 Meter tief, in reinen Meeressand gegraben und teilweise in drei Etagen angelegt. Mit einer Gesamtlänge von 20 Kilometern sind die Röhren und Stollen sogar weitläufiger als das oberirdische Straßenverkehrsnetz. Die Keller wurden früher für die Weinlagerung genutzt, heute sind sie nur noch selten in Verwendung. Der Retzer Erlebniskeller ist nur mit einer Führung zu besichtigen, Ausgangspunkt ist der Hauptplatz.

In der Weinstadt Retz sind darüber hinaus sogar die Radwege nach Weinen benannt. Der Chardonnay-Weg führt 45 Kilometer vorbei an Kultplätze und durch Weingärten unter anderem in die mit rund 400 Presshäusern und Kellern längste Kellergasse des Weinviertels in Hadres. Die Tagestour startet und endet am Hauptplatz in Retz. Die Weinviertel DAC Radtour ist nach dem ersten DAC Österreichs benannt und verläuft etwas mehr als 55 Kilometer durch das hügelige Retzer Land, vorbei an Kellergassen und Weingärten.

Sommertour durch Retz

Die ORF Niederösterreich Sommertour war im idyllischen Städtchen Retz. Wahrzeichen ist eine Windmühle. Erleben kann man dort viel, nicht nur oben in der Stadt, sondern auch unter der Erdoberfläche.

Dienstag, 21. Juli: ST. CORONA AM WECHSEL (BEZIRK NEUNKIRCHEN)

St. Corona am Wechsel am Fuße des Kampsteins ist bei Ausflüglern und Touristinnen und Touristen bekannt und beliebt. Viele kommen zum Wandern in die Region, die Gegend kann auf zahlreichen Wanderwegen erkundet werden. Um dabei etwa auch Kinder bei Laune zu halten, gibt es etwa den Ameisenweg mit verschiedenen Stationen, wo Wanderer vieles über die Königin des Waldes erfahren.

Für Sportliche und Abenteurer hat St. Corona am Wechsel viel zu bieten, etwa den Motorikpark mit 240 verschiedenen Geräten. Kinder, aber auch Erwachsene können dort ihre Geschicklichkeit, Koordination und Fitness auf die Probe stellen. Auf den Wexl Trails kann man in St. Corona legal mit dem Mountainbike den Wald hinunterdüsen. Dafür wurden eigene Strecken gebaut, wo Anfänger sowie Profis ihren Spaß haben. Die, die sich beim Herunterfahren lieber zurücklehnen, sind wiederum bei der Sommerrodelbahn richtig.

Sommertour durch St. Corona am Wechsel

Die ORF Niederösterreich Sommertour war in St. Corona am Wechsel. Der Ort wurde wegen seines Namens in der Coronakrise weltbekannt.

Mittwoch, 22. Juli: YBBSITZ (BEZIRK AMSTETTEN)

In Ybbsitz hat die Eisenverarbeitung eine jahrhundertelange Tradition. Die Gemeinde hat daraus eine Marke kreiert und bezeichnet sich selbst als Schmiedegemeinde. Im ganzen Ort finden sich kunstvolle Eisenfiguren, Stahlbrücken führen über die Kleine Ybbs, selbst eine Bushaltestelle ist aus Eisen.

Mitte des 19. Jahrhundert gab es in Ybbsitz noch 65 Hammerwerke, heute sind nur noch eine Handvoll erhalten. Darunter der Fahrngruber Hammer, in dem Besucherinnen und Besucher eingeladen sind, in die Welt der Schmiede einzutauchen und sich auch selbst einmal als Schmied zu versuchen.

Im Ferrum, einem Museum im Ortszentrum, wird die Geschichte der Eisenverarbeitung in der Region erzählt. Darüber hinaus sind in einer Sonderausstellung derzeit geschmiedete Blumen zu sehen. Diese hat sich aus der Coronavirus-Krise heraus ergeben. Alle zwei Jahre findet in Ybbsitz nämlich das Schmiedefest „Ferraculum“ statt. Heuer wurde es abgesagt, die Schmiede waren aber aufgerufen, selbst zuhause Kunstwerke zum Thema „Florale“ anzufertigen und diese ins Ferrum nach Ybbsitz zu schicken, wo sie nun besichtigt werden können.

„Sommertour“ in Ybbsitz

Die „Sommertour“ führt diesmal ins Mostviertel an die Eisenstraße. Die 3.400-Einwohner-Gemeinde Ybbsitz ist dafür bekannt, dass sie das alte Handwerk der Schmiede am Leben erhält.

Donnerstag, 23. Juli: SCHREMS (BEZIRK GMÜND)

Im Naturpark Hochmoor in Schrems taucht man bei einem Ausflug in die mystische Welt der Moore ein. Am Prügelsteg können Besucherinnen und Besucher auf das offene Moor hinauswandern und die besonderen Pflanzen und Tiere beobachten. Wer den Naturpark von oben sehen will, kann das auf der 20 Meter hohen Himmelsleiter tun, auf der es 108 Stufen in Richtung Himmel geht.

Im UnterWasserReich in Schrems bekommen Besucherinnen und Besucher einen Einblick in die Unterwasserwelt der Waldviertler Teiche. Das Waldviertel ist ja für seine vielfältige Teichwirtschaft bekannt. Von 1.900 Teichen in Niederösterreich befinden sich 1.800 im Waldviertel. In zahlreichen Aquarien im UnterWasserReich können die heimischen Fische beobachtet werden, etwa Karpfen, Hechte oder Welse. Fischotter Gottfried kann im Außenbereich des UnterWasserReichs besucht und drei Mal pro Tag bei Fütterungen beobachtet werden.

„Sommertour“ durch Schrems

Nach dem Wein-, Industrie- und Mostviertel führt die „Sommertour“ diesmal ins Waldviertel. Vor allem Ausflugsziele in und rund um die Natur locken Ausflügler nach Schrems.

Freitag, 24. Juli: TULLN (BEZIRK TULLN)

Die dritte „Sommertour“-Woche endet am Freitag in Tulln. Kaum eine Stadt in Niederösterreich hat so viele liebevoll gestaltete Kreisverkehre und keine Stadt hat eine so umfassende Gartenschau. „Die Garten Tulln“ besteht aus 70 Schaugärten, die Ideen für das eigene Grün zuhause liefern. Neu ist etwa der „Garten im Klimawandel“, wo Pflanzen gezeigt werden, die man nicht oder kaum gießen muss und der „sozusagen auch ein Mahnmal für den Klimawandel“ ist, so Garten-Tulln-Geschäftsführer Franz Gruber.

Auf dem Baumwipfelweg können Besucherinnen und Besucher auf 201 Stufen bis auf die Höhe der Baumwipfel gelangen. Von jeder Etage hat man etwas anders im Blick: die Eichhörnchen, das Auengebiet, die Donau und zuletzt ganz oben quasi ganz Niederösterreich – vom Schneeberg bis zum Ötscher.

„Sommertour“ in Tulln

Die dritte Woche der „Sommertour“ endet in Tulln. In kaum einer anderen Stadt in Niederösterreich gibt es so viele Kreisverkehre, die noch dazu wunderschön gestaltet sind.

„Sommertour“ erstmals mit Promis

Der Sommer 2020 ist anders als die vergangenen Sommer. Das nimmt der ORF Niederösterreich zum Anlass, um die eigene Heimat neu zu entdecken. Im Fernsehen ist die „Sommertour“ von 6. Juli bis 14. August in zwei Teams unterwegs: Schauspielerin und Theaterintendantin Kristina Sprenger wird von ORF-NÖ-Reporter Thomas Koppensteiner begleitet, Schauspieler und Kabarettist Rudi Roubinek von ORF-NÖ-Reporterin Pia Seiser.

Die Gemeinden stellen den beiden Teams Aufgaben, die es zu lösen gilt. Die „Sommertour“ ist jeweils von Montag bis Freitag in der Fernsehsendung „NÖ heute“ (19.00 Uhr, ORF2-N) zu sehen.

Radio Niederösterreich steht ebenfalls von Montag bis Freitag von 13.00 bis 16.00 Uhr ganz im Zeichen der „Sommertour“. Die Reporterinnen und Reporter – Astrid Nentwich, Barbara Tschandl, Peter Neuhofer, Kawus Nikou und Fabian Fessler – erkunden die schönsten Ausflugsziele der Gemeinden. Sie lernen Künstler, Handwerker und originelle Menschen kennen, die in den „Sommertour“-Gemeinden aktiv sind und erfüllen Musikwünsche.

Sendungshinweis

„NÖ heute“, 20.7.2020

Beim täglichen Gewinnspiel sammeln die Hörerinnen und Hörer im Lauf der dreistündigen Sendung „Sommertour-Souvenirs“ und haben die Chance ein Radio-Niederösterreich-Überraschungspaket zu gewinnen. Der „Sommertour“-Bus mit dem mobilen Radiostudio, der in den vergangenen Jahren unterwegs war, kommt heuer aufgrund der Coronavirus-Krise allerdings nicht in die jeweiligen Gemeinden.