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Die Sommertour geht ins Finale

30 Orte in 30 Tagen sind heuer bei der Sommertour auf dem Programm gestanden. Die letzte Woche führt nach Wolkersdorf, Baden, Waidhofen an der Thaya, Zelking-Matzleinsdorf und zum Abschluss nach Bad Deutsch-Altenburg.

Montag, 16. August: WOLKERSDORF (BEZIRK MISTELBACH) Ein beliebter Ort in Wolkersdorf im Weinviertel ist im Sommer der Schlosspark. Im Schatten der alten Bäume oder am idyllischen Teich kann man auch in der heißen Jahreszeit entspannen. Das Schloss wurde im 13. Jahrhundert errichtet, eigentlich war es einmal ein Wasserschloss. Heute ist nur mehr der Teich als Rest davon übrig.

Die Tore zum Schloss öffnen sich, wenn man eine Führung macht. Da erfährt man viel Interessantes über die 800-jährige Geschichte – wie zum Beispiel aus dem Schloss der Herren von Wolkersdorf eine kaiserliche Jagdresidenz der Habsburger wurde oder wann und warum Napoleon einmal im Schloss residierte.

Schloss und Schlossteich WOlkersdorf
ORF / Seiser
Der Schlossteich ist heute das einzige Überbleibsel des einstigen Wassergrabens

Entspannend ist auch ein Aufenthalt im Hochleithenwald, ein beliebtes Naherholungsgebiet für die Wolkersdorferinnen und Wolkersdorfer. Der Hochleithen- und der Zweigeltradweg führen durch diesen Wald. Spazieren gehen, wandern, die Natur genießen – das alles ist dort möglich, und dabei gibt es außerdem eine interessante Tier- und Pflanzenwelt zu entdecken.

Einmal selbst Barista sein – diesen Wunsch können sich Kaffeeliebhaberinnen und -lieberhaber in Wolkersdorf erfüllen. Im Café Himmels gibt es eigene Workshops, wo man alles über das Heißgetränk, dessen Geschichte, Abstammung und natürlich die Zubereitung lernen kann.

Dienstag, 17. August, BADEN: Die reiche Geschichte als Kurstadt spürt man in Baden an allen Ecken und Enden. Bereits Kaiser Franz der Zweite oder Ludwig van Beethoven kamen zum Entspannen hierher. Viele der einstigen Badeanstalten sind zwar nach wie vor erhalten, haben aber mittlerweile eine andere Verwendung gefunden. Im ehemaligen Josefsbad befindet sich ein Restaurant, aus dem Leopoldsbad wurde die Tourismusdirektion und aus dem Frauenbad das Arnulf-Rainer-Museum.

Erst kürzlich wurde Baden von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Die Stadt hatte sich gemeinsam mit den wichtigsten Kurorten Europas unter dem Titel „Great Spas of Europe“ beworben. Die Nominierung soll die Bedeutung und herausragenden universellen Werte der Bäderkultur und -architektur als spezifisches, europäisches Phänomen hervorheben.

ehemaliges Josefsbad in Baden
ORF/Thomas Koppensteiner
Im ehemaligen Josefsbad befindet sich heute ein Steakhouse

Wer heute in Baden baden möchte, besucht die Römertherme oder das Strandbad mit dem größten Sandstrand Österreichs, der künstlich aufgeschüttet wurde. Das Strandbad wurde 1926 in einer Bauzeit von nur 16 Wochen erbaut. Ziel war es, der Konkurrenz der italienischen Urlaubsorte etwas entgegenzusetzen. Mit Erfolg – auch heute fühlt man sich im Strandbad noch ein bisschen wie in Italien.

Mittwoch, 18. August, WAIDHOFEN AN DER THAYA: Die Stadt ist die nördlichste Bezirkshauptstadt Österreichs und dort findet man einen ganz besonderen Radweg, die Thayarunde. Der Weg verläuft großteils auf ehemaligen Bahntrassen. Die Dampfloks konnten damals keine großen Steigungen bewältigen – heute sind das ideale Voraussetzungen zum Radeln für die ganze Familie.

In Waidhofen an der Thaya finden Besucherinnen und Besucher außerdem ein sehr selten gewordenes, sogar vom Aussterben bedrohtes Tier: den Waldrapp. Die Voliere in Waidhofen an der Thaya soll die größte Europas sein. Die Idee, den Waldrapp überhaupt in die Stadt zu holen, kommt daher, dass man im Stadtbuch aus dem Jahr 1383 eine Abbildung des Vogels fand.

Rudi Roubinek und pia seiser
ORF
In der Holzerlebniswelt: Pia Seiser hat dort nicht nur das alte Tischlerhandwerk entdeckt, sondern auch eine Frisur für Rudi Roubinek

In die Welt der alten Tischlerkunst können Gäste im AnnoLIGNUM eintauchen, der neu gegründeten Holzerlebniswelt. Dort gibt es ein Museum, eine Schautischlerei und man kann sich anschauen, wie das Handwerk des Tischlers früher funktioniert hat.

Donnerstag, 19. August, ZELKING-MATZLEINSDORF (BEZIRK MELK): Nur einen Steinwurf von Melk entfernt liegt die Gemeinde Zelking-Matzleinsdorf. Der Hausberg ist der Hiesberg, und der hat sich in den vergangenen Jahren zu einer steinreichen Wandergegend entwickelt. Etwas mehr als zehn Kilometer lang ist die sogenannte Steinrunde, Ausgangspunkt ist in Matzleinsdorf.

Der Wanderweg führt immer wieder an besonderen Steinformationen vorbei, wie etwa dem Rogelstein oder dem Weißen Stein. Letzterer soll früher ein Grenzstein zu Bayern gewesen sein und ist von der Bundesstraße bzw. auch von der Autobahn gut erkennbar. Die Zelking-Matzleinsdorfer haben sich nämlich verpflichtet, den Stein mindestens alle fünf Jahre weiß anzustreichen, was bis heute gemacht wird.

Steinformation mit Rogelstein in Zelking-Matzleinsdorf
ORF/Thomas Koppensteiner
Die Steinrunde führt an besonderen Steinformationen vorbei

Apropos Bayern: In Zelking-Matzleinsdorf wird jeden Donnerstag eine kulinarische Tradition unserer Lieblingsnachbarn hochgehalten. Beim Weißwurstessen im Gasthaus Schaider werden allerdings keine klassischen Weißwürste verspeist, sondern weiße Würste. Entstanden ist der Brauch vor vielen Jahren, als noch der Großvater des heutigen Wirts das Gasthaus führte und ein Gast die weißen Würste kosten wollte. Diese hatten ihm so gut geschmeckt, dass auch andere sie kosten wollten – und so wurde das Weißwurstessen zum wöchentlichen Fixpunkt in Zelking-Matzleinsdorf.

Freitag, 20. August, BAD DEUTSCH-ALTENBURG (BEZIRK BRUCK AN DER LEITHA): Die letzte Station der Sommertour 2021 ist ein Kurort an der Donau, Bad Deutsch-Altenburg. Dort findet sich eine der stärksten Jod-Schwefelquellen Europas. Schon die Römer behandelten damit ihre Erkrankungen – und das wird auch heute noch gemacht.

Neben Entspannung und Ruhe finden Besucherinnen und Besucher in Bad Deutsch-Altenburg auch Historisches. Das Museum Carnuntinum beherbergt die bedeutendste Sammlung zum römischen Carnuntum und gilt als das größte Römermuseum Österreichs. Es wurde im Stil einer römischen Landhausvilla gebaut und 1904 von Kaiser Franz Joseph persönlich eröffnet.

Rudi Roubinek mit huhn
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Rudi Roubinek hat im ersten Tierheim für Hühner einen neuen Freund gefunden

Ein Tierheim ist an sich ja nichts Ungewöhnliches, jenes in Bad Deutsch-Altenburg aber schon! Dort finden Sie nämlich das erste österreichische Tierheim für Hühner. Das klingt lustig, hat aber hat einen ernsten Hintergrund, denn dort finden gerettete Legehennen ein Zuhause.

30 Orte in 30 Tagen

„30 Orte in 30 Tagen“ lautet das Motto der ORF-Niederösterreich-Sommertour von 12. Juli bis 20. August. Im Fernsehen sind zwei Teams unterwegs und zeigen abwechselnd, was man in den jeweiligen Gemeinden erleben kann. Schauspielerin und Berndorfs Theaterintendantin Kristina Sprenger wird von ORF-NÖ-Reporter Thomas Koppensteiner begleitet, Schauspieler und Kabarettist Rudi Roubinek von ORF-NÖ-Reporterin Pia Seiser. Die beiden Teams stellen sich gegenseitig Aufgaben, die es zu lösen gilt. Die Sommertour ist jeweils von Montag bis Freitag in der Fernsehsendung „NÖ heute“ (19.00 Uhr, ORF2-N) zu sehen.

Sendungshinweis

„NÖ heute“ und Radio Niederösterreich Sommertour, 16.-20.8.2021

Radio Niederösterreich steht ebenfalls von Montag bis Freitag von 13.00 bis 16.00 Uhr ganz im Zeichen der Sommertour. Die Reporterinnen und Reporter – Thomas Birgfellner, Astrid Nentwich, Peter Neuhofer, Kawus Nikou, Robert Morawec und Fabian Fessler – erkunden die schönsten Ausflugsziele der Gemeinden. Sie lernen Künstler, Handwerker und originelle Menschen kennen, die in den Sommertour-Gemeinden aktiv sind, und erfüllen Musikwünsche.