„Es war sehr chaotisch. Niemand wusste, was passieren wird. Der Kamp steigt und steigt in dieser Nacht. Wir haben wirklich nur von einer Minute oder Stunde auf die nächste gelebt. Plötzlich war das Wasser da. Wir haben versucht, es mit Latten aufzuhalten. Im Nachhinein war es gut, dass wir nicht wussten, was auf uns zukommt“, erzählt Petra Brandl, die damals in Zöbing bei Langenlois (Bezirk Krems) wohnte.
Es begann in der Nacht zum 7. August 2002 – eine Flutkatastrophe, die als Jahrhundertflut in die Geschichte eingehen soll, schoss durch das Kamp- und Kremstal. Binnen Minuten wurden Existenzen zerstört, Häuser zu Ruinen, Straßen verschwanden im Fluss. Zöbing war ein einziger Trümmerhaufen.
Im nordwestlichen Waldviertel fiel damals so viel Regen wie normalerweise in einem Jahr. Der Kamp hatte sich zu einem reißenden Fluss entwickelt. Das Wasser schoss auch durch den Hof des Weingutes von Familie Brandl. Petra Brandl harrte damals mit ihrem Mann und ihrem fünfjährigen Sohn im ersten Stock des Hauses aus.
„Dann ersaufen wir alle“
„Ich weiß noch, als wir schon knöcheltief im Wasser gestanden sind, fuhr die Feuerwehr vorbei und meinte, wir erwarten 1,5 Meter Wasser. Ich habe damals zu meinem Mann gesagt ‚Ich bin 1,55 Meter groß. Dann ersaufen wir alle.‘ Es ist unvorstellbar. Wir haben dann versucht, alle Sachen in den ersten Stock zu tragen. Und dann ist man mit der Situation konfrontiert, dass man nichts mehr machen kann."
2002: Ein Jahrhundert-Hochwasser zerstört tausende Existenzen
Der Kamp erreichte bei Stiefern (Bezirk Krems) einen Wasserstand von 6,80 Metern. Die Bezirke Gmünd, Horn, Waidhofen an der Thaya, Krems und Tulln traf eine Naturkatastrophe enormen Ausmaßes. Zwettl war verkehrsmäßig nicht erreichbar, Strom und Gas mussten abgedreht werden. Für die Einsatzkräfte – bis zu 7.000 Feuerwehrleute waren gleichzeitig im Einsatz – gab es in diesen Tagen keine Atempause.
Kaum waren die ersten Aufräumarbeiten vorbei, kam es wenige Tage später am 12. August zur nächsten Katastrophe. Ein Adriatief ließ erneut vernichtende Regenmassen über den Katastrophengebieten niedergehen und nun trat auch die Donau über die Ufer. Im Machland und in der Wachau standen Häuser bis zum Dach unter Wasser.
Zweite Welle war noch schlimmer
Die zweite Hochwasserwelle war sogar noch schlimmer als die erste. Die Pegel stiegen überall rapide an, Niederösterreich drohte „unterzugehen“ – betroffen waren der gesamte Donauraum und das nördliche Waldviertel. „Es war eine gruslige Situation. Die Leute waren wie paralysiert. Es war überhaupt nicht mehr greifbar, was hier gerade passiert“, sagt Brandl.

Und es standen noch mehr Ortschaften unter Wasser als eine Woche zuvor. Von der Flut im Donauraum besonders stark betroffen war Ybbs (Bezirk Melk). Mehr als 3.000 Bewohnerinnen und Bewohner konnten nur noch mit Zillen erreicht und versorgt werden. Weite Teile der Stadt standen unter Wasser. Auch in Melk war der Hauptplatz überflutet.
Eine aussichtlose Lage
Aussichtslos war die Situation im Mündungsbereich des Kamp und der Donau. Orte wie Grafenwörth und Gedersdorf (beide Bezirk Krems) wurden von beide Flüssen überflutet. „Das hat es seit Menschengedenken nie gegeben“, erinnert sich Feuerwehrkommandant Fritz Ploiner. Die Strömung war so stark, dass die Feuerwehrboote nicht fahren konnten. „Alles bis in eine Höhe von 1,30 Metern war zum Wegwerfen“, erinnert sich Bewohnerin Renate Erlinger.
Teilweise waren Menschen in ihren Häusern eingeschlossen und mussten mit Hubschraubern oder Booten geborgen werden. Aus der Gemeinde selbst und drei Katastralgemeinden mussten mehr als 600 Menschen in Notquartieren gebracht werden. Eine Betroffene erzählt damals mit Tränen in den Augen: „Wie das weitergeht, weiß ich nicht, wir haben nichts.“
Doch der Pegel der Donau stieg weiter und weiter. Am 14. August lag die Durchflussmenge bei 11.300 Kubikmetern pro Sekunde, der Donaupegel Kienstock (Bezirk Krems) erreichte den Höchststand von 10,9 Metern – Werte, die sogar das bisher letzte große Hochwasser im Jahr 1954 überschritten, dem extremsten Hochwasser des 20. Jahrhunderts.
1954: Bis zu 300 Liter pro m²
Damals mussten 40.000 Personen geborgen und in Sicherheit gebracht werden. Tausende Gebäude wurden beschädigt oder zerstört – etwa 100.000 Hektar Land standen unter Wasser. Beinahe den gesamten Juli hatte es geregnet. Zwischen dem 6. und dem 10. Juli 1954 wurden in Oberösterreich Niederschlagsmengen zwischen 150 und 200 Liter pro m² registriert. In Salzburg waren es knapp 300 Liter.
Hochwasser 1954
Die Folge war ein katastrophales Hochwasser. Teile von Passau, Linz, Pöchlarn (Bezirk Melk), Melk und viele weitere Orte an der Donau wurden überschwemmt. Auch die Bundeshauptstadt war stark betroffen. Am 15. Juli berichtete die Wiener Zeitung: „Weitere Räumungen auf dem Handelskai, auf der Brigittenauer Lände, am Dammhaufen, in Albern und Fischamend waren notwendig. Der Handelskai steht in seiner ganzen Länge etwa ein bis eineinhalb Meter unter Wasser.“
Dramatisch war die Situation im 22. Wiener Gemeindebezirk: Das ständig steigende Wasser brachte dort die 20 Meter hohen Schutzdämme beim Bahnhof Lobau zum Einsturz. In der Leopoldstadt, im Bereich des unteren Praters, bestand akute Seuchengefahr. Die Dimensionen dieser „Jahrhundertflut“ gaben den Anstoß zur Entwicklung eines Schutzprogrammes: Nach langjähriger Planung wurde 1972 mit dem Bau des Entlastungsgerinnes begonnen.
Absiedelung wegen Dauerüberschwemmung
Doch schon 1952 zuvor sorgte ein weiteres Hochwasser für Verwüstungen im Land – konkret in Ardagger (Bezirk Amstetten). Ein Ort, der wie kaum ein anderer mit der Donau so schicksalhaft verbunden war und ist. Zahlreiche Hochwasser hatten den Ort bis dahin immer wieder erschüttert. Bis 1972 war die Gemeinde – und hier vor allem das Machland-Süd – fast jährlich von Hochwassern betroffen.
1972: Bewohner müssen ihre Heimat verlassen
1972 beschloss die Landesregierung, dass Familien aus dem Gefahrengebiet absiedeln sollen. Seither wurden etwa 70 Häuser abgerissen. Heute steht im Machland-Süd in der Katastralgemeinde Stephanshart kein einziges Haus mehr. Nur ein Gedenkstein mit den Namen der abgesiedelten Familien erinnert noch daran, dass hier vor nicht einmal 50 Jahren etwa 60 Familien lebten.
Die Absiedelung aus dem Gefahrengebiet sei die einzige Möglichkeit, sagt Bürgermeister Johannes Pressl (ÖVP). „Wir haben bei einjährlichem Hochwasser schon 300 bis 400 Hektar des Machland-Süds unter Wasser. Die Häuser, die dort waren, sind natürlich als Erstes abgesiedelt worden“, so Pressl. „Man hat sich im Rahmen der Etappen dann auf ein immer höheres Hochwasserniveau bewegt.“
Riesenstockhaus „nichts wert“
2018 waren die letzten Häuser in der Katastralgemeinde Kollmitzberg an der Reihe. „Jeder hat mich gefragt: ‚Warum siedelt ihr hier ab?‘ Meine Eltern haben so viel geschuftet, haben alles selber gemacht und ihr Leben lang gespart, aber was habe ich davon, wenn ich ein Erbe habe, ein Riesenstockhaus mit Grund, wenn es nichts wert ist wegen der Hochwassergefahr“, erzählt etwa Brigitte Wimberger.

Landwirt Hans Ruthner – damals 15 Jahre alt – spricht von einer „guten Entscheidung“ seiner Eltern: "Fast jedes Jahr ist ein Hochwasser gekommen. Es war einfach undenkbar, dass man hier bleibt“, schildert Reuther. „Die Tiere haben wir meistens auf den Heuboden in den ersten Stock getrieben oder die Feuerwehr hat sie abgeholt, wenn es besonders hoch geworden ist.“ 1981 zog er mit seiner Familie weg.
1981: Machland unter Wasser
Gerade rechtzeitig, denn im Juni desselben Jahres führten erneut fast alle Flüsse in Niederösterreich Hochwasser. Die Donaubrücke bei Melk musste etwa gesperrt werden. Und erneut war das Machland-Süd schwer überflutet. Gendarmerie und Feuerwehr mussten Kontakt zu den 16 eingeschlossenen Höfen herstellen, die Früchte der Felder waren einmal mehr zerstört.
1981: Das Machland-Süd unter Wasser
Die Bewohner waren vor allem auch deshalb verzweifelt, weil es schon im Frühjahr Überschwemmungen gegeben hatte. „Früher war das nicht so, das waren nur lokale Ereignisse“, klagte ein Einheimischer. Doch dieses Mal sei „die Katastrophe so weit ausgebreitet, wir können uns gar nicht vorstellen, wer uns das überhaupt ersetzen kann.“ „Aber man muss Mut haben“, meinte eine Landwirtin.
2002: Langsames Aufatmen im Müll
In den folgenden zwei Jahrzehnten kam es immer wieder zu kleineren Überschwemmungen, ehe die Flut in zwei Wellen 2002 voll zuschlug. Ein langsames Aufatmen gab es damals gut eine Woche nach dem Beginn, am 15. August, als die Pegel langsam wieder fielen. Zurück blieben im Land 20.000 Tonnen Sperrmüll, 3.000 kaputte Kühlgeräte, zerstörte Straßen und Dämme, Schäden in der Infrastruktur und Landwirtschaft sowie verwüstete Häuser.
Feuerwehr, Bundesheer, Polizei und Rettung sowie zahlreiche weitere Organisationen waren im Dauereinsatz. Unterstützung kam auch aus benachbarten Ländern. Die Aufräumarbeiten wurden von Feuerwehrleuten aus Wien, Tirol, dem Burgenland, der Steiermark sowie Bayern und Tschechien unterstützt. „Jedes Hochwasser zeigt die Machtlosigkeit des Menschen gegenüber der Natur“, so eine Frau damals in einem Interview.
Eine Welle der Hilfsbereitschaft für die Betroffenen kam auch von der Zivilbevölkerung. Tausende Freiwillige kamen mit Schaufeln und Gummistiefeln, um beim Aufräumen zu helfen. „Trotz der Situation, dass wir viele materielle Werte verloren haben – die immateriellen Werte haben wir allerdings gewonnen“, so der damalige Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP). In Summe waren es 3.500 Freiwillige aus Österreich, die den Betroffenen im Kamptal halfen.
Die Flutkatastrophe zerstörte im Kamptal und entlang der Donau vieles. Sie hinterließ aber auch positive Erinnerungen, an den Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft nach der Flut. „Es war ein unglaublicher Zusammenhalt. Wenn man rausgegangen ist, wenn man jemanden getroffen hat, war da dieser Zusammenhalt. Das kann man gar nicht beschreiben. Man geht anders auf die Leute zu, wir sind uns anders begegnet. Jeder hat gefragt, wie es dem anderen geht.“
2006: An der March brechen die Dämme
Diese Hilfsbereitschaft sollte nur vier Jahre später erneut notwendig werden. Im Frühjahr 2006 kam es zu Hochwasseralarm entlang der March. Es waren die letzten März-Tage, als der Pegel dramatisch anstieg. Die Höchstmarke der Flut 1997 war schnell überschritten. Erinnerungen an das Jahr 1954 wurden wach – das größte Hochwasser, an das sich die Bürger damals noch erinnern konnten.
2006: Hochwasser durch die March
Am 3. April spitzte sich die Lage zu – und endete schließlich in der Katastrophe, als der March-Damm in Jedenspeigen (Bezirk Gänserndorf) brach. Die Wassermassen schossen in Richtung Dürnkrut (Bezirk Gänserndorf), auf einen Schlag stand ein Drittel der Ortschaft unter Wasser. An die 300 Häuser waren betroffen, darunter auch öffentliche Gebäude, wie die Bernsteinhalle und der Bahnhof.
Nur einen Tag später brach mitten in der Nacht der March-Damm in Stillfried (Bezirk Gänserndorf). Die Wassermassen flossen Richtung Mannersdorf (Bezirk Gänserndorf) und überfluteten dort mehr als 20 Wohnhäuser. In Angern( Bezirk Gänserndorf) wurde eine Handvoll Keller überschwemmt. Einen weiteren Tag später drohte auch der Weidenbach-Damm in Zwerndorf (Bezirk Gänserndorf) zu brechen. Hunderte Einsatzkräfte arbeiteten die ganze Nacht und konnten den Damm halten. Danach ging die Flut zurück.
2013: Die (vorerst) letzte Katastrophe
Und noch einmal sollte ein Hochwasser den unermüdlichen Einsatz tausender Einsatzkräfte notwendig machen: 2013. Die Wassermassen von Donau und Inn zogen eine Schneise der Verwüstung durch Österreich. In Niederösterreich rechnete man mit Höchstständen der Flut wie beim „Jahrhunderthochwasser“ 2002. In den Gemeinden an der Donau herrschte Katastrophenalarm.
2013: Hoffen, dass die Wände halten
Teile der Melker Innenstadt waren überflutet, in Korneuburg wurde eine Siedlung evakuiert. In Klosterneuburg und Kritzendorf (beide Bezirk Tulln) räumten Einsatzkräfte rund 1.000 Häuser. In diesen Gebieten sollte der Strom abgeschaltet werden. In der Jägersiedlung in Hainburg (Bezirk Bruck an der Leitha) wurden an einem Dienstagnachmittag 82 Häuser evakuiert.
Emmersdorf gleicht einer Geisterstadt
Emmersdorf an der Donau (Bezirk Melk) glich einer Geisterstadt: Seit die Flut gekommen war, stand den Bewohnerinnen und Bewohnern im Zentrum das Wasser bis zum ersten Stock. Ein Weiterkommen war nur noch über fünf Zillen der Feuerwehr möglich. Die meisten Emmersdorfer hatten ihre Häuser verlassen, andere hofften noch: „Wir bleiben, solange es geht“, sagte eine Frau bei einem Lokalaugenschein.
In Niederösterreich und an den Donau-Auen rund um Wien bangten die Menschen, ob der neue Hochwasserschutz den Fluten mit einem prognostizierten Pegelstand von elf Metern standhalten wird. Dieser Schutz mit mobilen Metallwänden war nach den Erfahrungen der sogenannten Jahrhundertflut elf Jahren zuvor entwickelt worden.
Die Pegelstände von damals galten als Richtwerte, um die Wassermassen zu bändigen. „Wenn diese Stände erreicht werden, müssten die Wände, so wie wir sie berechnet haben, standhalten“, sagte der Landesfeuerwehrkommandant von Niederösterreich, Dietmar Fahrafellner. Und auch bei Wasserständen darüber gebe es noch eine kleine Reserve.
Die 350-Einwohner-Gemeinde Schönbühel (Bezirk Melk) konnte das Hochwasser allerdings nicht mehr aufhalten. 40 Häuser waren betroffen, in manchen davon stand das Wasser nicht nur im Keller, sondern auch im ersten Stock. Viele Bewohner hatten zumindest aus dem Hochwasser von 2002 gelernt und eigene Pumpen gekauft. Ein Hochwasserschutz war für Schönbühel zwar geplant – allerdings erst in ein paar Jahren.
1,3 Milliarden Euro für Hochwasserschutz
Seiher wurden allein in den Hochwasserschutz 1,3 Milliarden Euro investiert. Die Prognosesysteme wurden verbessert, die Raumordnung wurde geändert, damit nicht mehr in gefährdeten Gebieten gebaut wird. Bis 2030 sollen in Niederösterreich alle Orte entlang der Donau vor Hochwasser geschützt sein.
Renaturierungen spielen dabei eine immer größere Rolle. Das Gebiet zwischen Rührsdorf und Rossatz (Bezirk Krems) etwa soll im Herbst Naturschutzgebiet werden. Auf 50 Hektar darf die Donau in diesem Bereich fluten, denn dort richtet sie keine Schäden an. Die Renaturierung ist wichtig für Arten und Klimaschutz und gleichzeitig natürlicher Hochwasserschutz.

Nichtsdestoweniger braucht es zum Schutz von Gemeinden, die direkt am Wasser oder in Bereichen mit wenig Brachflächen liegen, Schutzbauten in Form von Betonanlagen mit montierbaren Aluminiumwänden. Im Bezirk Krems werden gerade die letzten Lücken geschlossen: In Aggsbach Markt soll der Hochwasserschutz im Dezember fertig sein, in Bach- und Mitterarnsdorf im Juni 2023 und in Rossatzbach im Dezember 2023. Die Anlagen kosten zwischen 17 und 24 Millionen Euro.
Mit 100 Millionen Euro Lücken schließen
Die Kosten teilen sich Bund, Länder und Gemeinden im Verhältnis 50:30:20. Von 2023 bis 2030 werden weitere 100 Millionen Euro nach Niederösterreich fließen. In Leiben (Bezirk Melk) oder Neustadtl (Bezirk Amstetten) etwa gibt es noch keinen Hochwasserschutz.
Angesichts des hohen volkswirtschaftlichen Schadens würden sich die Investitionen bei einem Hochwasser rechnen. „Keiner kann sagen, wann das nächste Hochwasser kommt. Aber wir haben alles getan, um Menschen und Gemeinden soweit als möglich zu schützen“, betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) im Sommer anlässlich 20 Jahre Jahrhunderthochwasser.
Doch es drohen neue Gefahren. Gerade in den letzten Jahren haben bedingt durch den Klimawandel Starkregenereignisse zugenommen und damit lokale Überschwemmungen, die zu großen Schäden führen. Ausläufer eines Tornados in Tschechien haben im vergangenen Jahr schweren Schaden im Weinviertel verursacht.
Sendungshinweis
„Radio NÖ am Vormittag“, 10.10.2022
„Keine Angst“ vor Überschwemmungen
Petra Brandl hat vor einem Hochwasser trotz allem keine Angst, obwohl sie mit ihrer Familie aus Zöbing weggezogen ist, „aber nicht wegen des Hochwassers, sondern weil dieses Haus das Haus der Schwiegereltern ist und wir vor ein paar Jahren ein eigenes gebaut haben. Eigentlich ist Zöbing hochwassersicher. Das war einfach unvorstellbar.“
Begleiten wird sie das Erlebte aber immer. „Es ist noch heute so, dass wir in irgendwelchen Schuppen ein Häufchen verkrusteten Schlamm finden. Ich habe das auch sehr intensiv aufgearbeitet. Ich habe angefangen, Gedichte zu schreiben. Ich habe es oft Revue passieren lassen.“ Und trotzdem kommen noch heute Gedanken, wie „Wahnsinn, dass wir das geschafft haben, dass das überhaupt passiert ist“.