„Man merkt es in der Verarbeitung und man schmeckt es vor allem“, so Monika Rosenfellner, wenn es darum gehe, als Konsument die Mehlqualität zu erkennen. Seit 1998 führt sie die Rosenfellner Mühle in Sankt Peter in der Au (Bezirk Amstetten), die seit 1932 im Besitz ihrer Familie ist. Seit kurzem zählt das Wissen um das traditionelle Müllerhandwerk zum immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO.

Disziplin, Bodenständigkeit und die Liebe zur Natur gehören zu ihrem Beruf als Müllerin, den sie von der Pike auf gelernt hat. „Ich war auch eine Zeit lang im Ausland, hatte sogar einmal die Anfrage, in Mexiko zu arbeiten, bin aber dann doch geblieben“, so die Mutter einer Tochter, die sich vor rund zehn Jahren dazu entschieden hat, das betriebseigene Wasserkraftwerk neu zu bauen. Es sollte eine Entscheidung werden, die sich mit steigenden Energiepreisen noch mehr rechnete.
Sendungshinweis
„Nahaufnahme“, 11.12.2022
Schon ihre Elterngeneration hat in den 1990er-Jahren auf Biogetreide gesetzt, der Großvater auf regionale Lieferanten. „Was heute Nachhaltigkeit genannt wird, leben wir seit fast 100 Jahren“, so Monika Rosenfellner. Als Unternehmerin versuche sie auch, immer einen Schritt voraus zu sein. „Ich entwickle gerne neue Produkte“, so Rosenfellner, die sich auch als Buchautorin schon einen Namen gemacht hat. In der „Nahaufnahme“ verrät sie außerdem ihr Lieblingskeksrezept und gibt Einblicke in die Mehlproduktion in der Mühle in Sankt Peter in der Au.