Reinhold Bilgeri mit Ehefrau Beatrice Bilgeri am Samstag, 7. April 2018, im Rahmen der „Romy Gala 2018“ in der Wiener Hofburg
APA/HANS PUNZ
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„Nahaufnahme“

Rockprofessor und Hollywood-Prinzessin

Zum 70. Geburtstag startet Reinhold Bilgeri noch eine Tournee, die ihn Ende März auch nach Niederösterreich führt. Tochter Laura lebt in den USA und hat den Grundstein für eine Schauspielkarriere in Hollywood gelegt. Reinhold und Laura Bilgeri sind zu Gast in der Radio-Niederösterreich-„Nahaufnahme“.

Mit 19 Jahren ging Laura Bilgeri nach Los Angeles und ist mittlerweile als Film- und Serienschauspielerin gefragt. Für den ORF-Landkrimi "Das letzte Problem“ stand sie zuletzt u.a. mit Karl Markovics auch in ihrer Heimat Vorarlberg vor der Kamera.

Für ihren Vater Reinhold Bilgeri war es immer besonders wichtig, den Schauspieltraum seiner Tochter zu unterstützen, weil seine Eltern seiner Musikkarriere einst sehr skeptisch gegenüberstanden. „Die Laura ist so ein Riesentalent, und zwar nicht nur durch die rosarote Brille des Papas. Ich habe gewusst, sie kann das und wird davon leben können, deshalb hat sie selber entschieden, in die USA zu gehen – es gibt keinen Plan B.“

Schauspielerin Laura Bilgeri am Mittwoch, 07. November 2018, im Rahmen eines Interviews mit der APA-Austria Presse Agentur in Los Angeles
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Laura Bilgeri, Tochter von Reinhold und Beatrix Bilgeri (Foto ganz oben), startete ihre Schauspielkarriere in Hollywood

Laura erzählt in der „Nahaufnahme“ von der unbeschwerten Kindheit in Österreich und ihrem großen Vorbild Barbra Streisand. „Als ich sie mit 13 Jahren zum ersten Mal bei einem Konzert live erlebt habe, habe ich gewusst, das will ich einmal machen.“ Erste Schauspielerfahrung sammelte Laura Bilgeri in dem Film „Der Atem des Himmels“ (Regie: Reinhold Bilgeri), in dem sie gemeinsam mit ihrer Mutter Beatrix Bilgeri vor der Kamera stand. Mit 15 ging sie nach München, um eine Musicalschule zu besuchen, mit 19 Jahren schließlich in die USA.

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„Nahaufnahme“, 19.1.2020

Die Familienbande ist bis heute eine sehr enge, erzählen Vater und Tochter. „Ja, die Entfernung schmerzt manchmal sehr“, so Reinhold Bilgeri, der zum bevorstehenden 70. Geburtstag am 26. März noch einmal eine Tournee mit seiner Band macht.

In Niederösterreich ist er am 24. März in Mank (Bezirk Melk) und am 25. März im Cinema Paradiso in St. Pölten zu sehen. „Ich bin total happy. Irgendwie muss man dann auch zufrieden sein, weil ich habe eine glückliche gesunde Familie, kann das beruflich machen, was ich am Besten kann und was ich am Liebsten mache. Was will man mehr“, so Reinhold Bilgeri im „Nahaufnahme“-Gespräch mit Alice Herzog. Tochter Laura fügt hinzu: „Einfach der beste Papa der Welt“.

Die „Nahaufnahme“ zum Nachhören

Der Weg vom Kapitalisten zum Philosophen

Der gebürtige Norweger Anders Indset gilt als einer der weltweit führenden Vordenker. Die Bücher des Wirtschaftspsychologen führen Bestsellerlisten an, Menschen aus Wirtschaft und Politik suchen seine Beratung.

„Früher bedeutete Autorität Muskeln und Kraft zu haben, später musste man einen Informationsvorsprung haben, um Autorität zu besitzen. Heute haben wir sämtliche Informationen am Handy zur Verfügung, sodass im 21. Jahrhundert Autorität zu haben bedeutet, Herz zu besitzen“, so der ehemalige Unternehmer, der sein Leben vor einigen Jahren komplett umkrempelte und vom Kapitalisten zum Philosophen wurde.

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„Nahaufnahme“, 12.1.2020

Sein Konzept einer „Quantenwirtschaft“ sieht eine perfekte Kreislaufwirtschaft, ein bisschen weniger Luxus für jeden einzelnen von uns und völlig neue Formen des Wirtschaftens vor: „Es geht darum, Liebe, Mitgefühl oder Verstand zu kapitalisieren.“ Daher brauche es seiner Meinung nach in Zukunft weniger IT-Experten, stattdessen aber beispielsweise mehr Kulturingeneure. „Zukünftige Führungskräfte müssen produktiv sein, eine gewisse Werteordnung mitbringen und mehr Verantwortung übernehmen, um mit ihrem Geschäft erfolgreich zu sein. Sie müssen ein Unternehmen und eine Kultur aufbauen und gleichzeitig Wert für die Kunden schaffen“, so Indset.

Anders Indset
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Der Wirtschaftspsychologe Anders Indset im Gespräch mit Alice Herzog in der Radio-Niederösterreich-„Nahaufnahme“

Indset spricht von zwei großen Herausforderungen der Zukunft. Zum einen gehe es darum, den Ökokollaps zu vermeiden, zum anderen um den Umgang mit exponentiellen Technologien und künstlicher Intelligenz. „Das Gehirn und der Körper lassen sich kopieren, aber es gibt etwas darüber hinaus, das nicht verloren gehen darf. Die subjektive Wahrnehmung und wie es sich anfühlt ein Mensch zu sein, müssen wir um jeden Preis behalten“, so Indset mit dem Hinweis darauf, dass bereits 2020 den ersten Menschen ein Chip ins Gehirn implantiert werden soll.

In der Radio-Niederösterreich „Nahaufnahme“ erzählt er, warum er gerne lange Haare, Bart und Schmuck trägt und über seinen eigenen Weg von Norwegen nach Deutschland, wo er heute lebt. Nach seinem Umzug war es ihm etwa wichtig, bald gut Deutsch und damit die Sprache der großen Philosophen wie Hegel oder Kant zu erlernen.

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„Kottan“-Erfinder legt rosa Brille ab

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„Nahaufnahme“, 5.1.2020

Patzak ist der Erfinder der TV-Kultserie „Kottan ermittelt“, er ist international anerkannter Filmemacher und bildender Künstler. Es ist die Malerei, die ihn derzeit am meisten beschäftigt und das Ordnung Machen, erzählt Peter Patzak im persönlichen Gespräch wenige Tage nach seinem halbrunden Geburtstag. „In Wirklichkeit gehört das Ordnung Machen zum Prozess des Altwerdens und sich Zurückziehens. Ich kann doch niemanden mein Chaos zumuten“, so der bekannte Maler und Filmemacher, der einen Großteil seines Schaffens bereits dem „Archiv der Zeitgenossen“ in Krems übergeben hat.

In der Radio Niederösterreich „Nahaufnahme“ erinnert sich Patzak an die Höhepunkte seines Schaffens. Mit der TV-Krimiparodie „Kottan ermittelt“ hat er in den 1970er Jahren Fernsehgeschichte geschrieben. Dass er parallel mit dem Major Kottan, eine legendäre Figur und ein Stück österreichischer Fernsehgeschichte schreiben würde, war ihm damals noch nicht bewusst.

Alice Herzog mit Peter Patzak
ORF
Alice Herzog und Peter Patzak

Auch die damaligen Anfeindungen gegen seine Person, sieht er heute mit der notwendigen Gelassenheit: „Es gab eine parlamentarische Anfrage, ob ich das machen darf, dass ich die Exekutive verspotte, aber sie haben nicht genau zugeschaut, es war keine Verspottung, sondern durchaus ein Bild der Wirklichkeit," so Patzak in der „Nahaufnahme“, dessen Vater selbst in der Nachkriegszeit als Kripo-Beamter in Wien Brigittenau tätig war. Bis 1983 entstanden 19 Folgen der ungewöhnlichen und äußerst erfolgreichen Kriminalserie sowie der Kinofilm „Den Tüchtigen gehört die Welt“ (1981). Schließlich hievte Patzak mit „Kottan ermittelt: Rien ne va plus“ im Jahr 2010 den Kult-Kommissar noch einmal auf die Leinwand.

Die „Nahaufnahme“ zum Nachhören

Nahaufnahme: Das Beste aus 2019

Dagmar Koller, Helmut Lotti, Senta Berger, Michael Niaverani, Erika Pluhar, Semino Rossi. Sie alle waren 2019 bei Alice Herzog in der „Nahaufnahme“ auf Radio Niederösterreich zu Gast. noe.ORF.at mit einem Rückblick:

Gleich zu Jahresbeginn feierte Erika Pluhar ihren 80. Geburtstag. In der „Nahaufnahme“ erzählte sie über ihr bewegtes Leben in der Öffentlichkeit. „Man erfährt irgendwann in seinem Leben, dass man alt wird. Bei mir war das schon relativ früh der Fall, da war ich knapp über 40 und habe damals ein Lied geschrieben: ‚Ich werde alt‘. Damals wusste ich noch nicht, dass ich meine Tochter in sehr frühen Jahren verlieren würde, sie war 37 als sie starb. Da war es mir eine Weile lang nicht mehr genehm zu leben“, so Pluhar.

Der belgische Sänger Helmut Lotti war 2019 für ein Konzert in Österreich und zu Gast in der „Nahaufnahme“, wo er ganz offen über sein Leben mit der Diagnose Autismus erzählte. „Das ist keine Krankheit. Ich fühle mich auch ganz gut. Es ist nur so, dass ich unterschiedlich denke, dass ich Sachen unterschiedlich einschätze, dass ich viel Struktur brauche, dass ich manchmal Probleme habe, mich zu konzentrieren. Die andere Seite davon ist Hyperfokus. Dann kann ich durchgehen, wo jeder schon umgefallen ist. Es hat auch seine Vorteile.“

Fotostrecke mit 17 Bildern

Steffi Burkhart und Alice Herzog
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Psychologin Steffi Burkhart
Birgit Eichinger, Tochter Gloria und Alice Herzog
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Winzerin Birgit Eichinger mit Tochter Gloria
Alice Herzog mit Hilde Umdasch und Michael Garschall
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Geschäftsfrau Hilde Umdasch und Regisseur Michael Garschall
Rudi Roubinek Alice Herzog
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Schauspieler Rudi Roubinek
Alice Herzog und Max Müller im Interview
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Schauspieler Max Müller
Heinz Marecek mit Radio-NÖ-Moderatorin Alice Herzog
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Schauspieler Heinz Marecek
Alice Herzog mit Johannes Krisch
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Schauspieler Johannes Krisch
Sonja Klima und Alice Herzog
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Sonja Klima, Geschäftsführerin der Spanischen Hofreitschule
Vera Russwurm
ORF/ Alice Herzog
ORF-Fernsehmoderatorin Vera Russwurm
Senta Berger im Gespräch mit Alice Herzog
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Schauspielerin Senta Berger
Erwin Steinhauer und Alice Herzog
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Schauspieler und Kabarettist Erwin Steinhauer
Anne Bennent und Alice Herzog
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Schauspielerin Anne Bennent
Astronaut und Manager Franz Viehböck im Gespräch mit Alice Herzog
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Astronaut und Manager Franz Viehböck
Rudolf Buchbinder mit Radio NÖ Moderatorin Alice Herzog
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Rudolf Buchbinder, künstlerischer Leiter Grafenegg-Festival
Semino Rossi mit Radio NÖ Moderatorin Alice Herzog
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Sänger Semino Rossi
Elina Garanca im Gespräch mit Alice Herzog
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Mezzosopranistin Elina Garanca
Staatsoperndirektor Dominique Meyer und Alice Herzog
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Staatsoperndirektor Dominique Meyer

Roland Kaiser mit seinem neuen Album, Schlagerstar Semino Rossi und Staatsoperndirektor Dominique Meyer anlässlich des 150. Bestehens der Staatsoper waren ebenfalls 2019 zu Gast in der „Nahaufnahme“. Opernsängerin Elina Garanca sprach mit Alice Herzog über ihr Leben zwischen Spanien, Lettland und jetzt auch wieder Wien. „Ich bin zuhause, dort wo ich bin“, so Garanca. Barbara Frischmuth, Thomas Brezina, Lizz Görgl, Alfred Komarek zeigten sich im Interview von ihrer persönlichen Seite, ebenso wie Dagmar Koller, die anlässlich ihres 80. Geburtstags gestand: „Ich habe überhaupt nicht gedacht, dass ich je 80 werde.“

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„Nahaufnahme“, 29.12.2019

ORF-Talkqueen Vera Russwurm kam anlässlich ihres 60. Geburtstags in die „Nahaufnahme“, Kabarettist Michael Niavarani erzählte über seine Pläne als neuer Eigentümer des legendären Kabarett Simpl in Wien. 50 Jahre nach der Mondlandung erinnerte sich der einzige Österreicher, der bisher im Weltall war, Franz Viehböck, daran, wie er dieses Ereignis als Kind miterlebt hatte. Schauspielerin Senta Berger war ebenso zu Gast wie Rosenheimcop Max Müller, der über seinen Weg vom Theater zur Krimiserie sprach.

Die „Nahaufnahme spezial“ zum Nachhören