Jazz Gitti
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„Nahaufnahme“

Jazz Gitti als heimische Promi-Jurorin

In der Radio-NÖ-„Nahaufnahme spezial“ anlässlich der großen ORF-Show „9 Plätze 9 Schätze“ sind Promi-Jurorin Jazz Gitti und „NÖ heute“-Moderator Thomas Birgfellner zu Gast. Als schönster Platz Niederösterreichs geht die Hohe Wand ins Rennen.

Die Hohe Wand im Bezirk Wiener Neustadt als schönster Platz, Musikerin und Schauspielerin Jazz Gitti als prominente Unterstützung und Thomas Birgfellner als Moderator – diese drei werden Niederösterreich am Nationalfeiertag bei der großen Show „9 Plätze 9 Schätze“ vertreten.

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„NÖ heute“, 25.10.2020

In der „Nahaufnahme spezial“ gab Jazz Gitti Einblicke in ihr Zuhause in Leobendorf am Fuße der Burg Kreuzenstein. Die gebürtige Wienerin lebt schon seit Jahrzehnten in Niederösterreich. Jazz Gitti erzählte über ihr Leben mit vielen Haustieren. Außerdem verriet sie Alice Herzog, wie sie sich fit hält und sprach erstmals über das geplant Revival mit ihrer ursprünglichen Band.

Jazz Gitti
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Jazz Gitti gab in der „Nahaufnahme“ einen Einblick in ihr Leben in Leobendorf

Thomas Birgfellner gab einen Einblick hinter die Kulissen der ORF-Show, die in diesem Jahr Coronavirus-bedingt wie so vieles anders ablaufen wird als bisher. So wird es heuer etwa keine Fanmeile und keinen Backstage-Raum geben. Birgfellner gab aber nicht nur Show-Einblicke, sondern auch private. Er sprach über seine persönlichen Lieblingsplätze und seine Kindheit im Pielachtal.

Hengstschläger: „Kreativ ist das neue Normal“

Markus Hengstschläger ist Genforscher, Bestsellerautor, Universitätsprofessor und Mitglied in zahlreichen Forschungsgremien in Österreich. In seinem neuen Buch über die „Lösungsbegabung“ der Menschen appelliert er zu mehr Eigenverantwortung, Mut und Kreativität, wenn es darum geht, die großen Probleme unserer Zeit in den Griff zu bekommen. „Der Mensch hat diese drei unglaublichen Voraussetzungen, vernunftbegabt zu sein, sozial zu sein und lösungsbegabt zu sein, und die soll er nutzen“, so der Genmediziner in der „Nahaufnahme.“

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„Nahaufnahme“, 18.10.2020

Viele Menschen verlassen sich auf „die da oben“, wobei damit meist Politiker und Politikerinnen oder Wissenschafterinnen und Wissenschafter gemeint sind, wenn es sich um die Lösung der großen Probleme unserer Zeit dreht. Dabei gehe es darum, selbst zum „Ermöglicher“ zu werden, selbst Verantwortung zu übernehmen, sich Wissen anzueignen, zu üben und darauf Lösungen für Probleme zu finden.

Markus Hengstschläger
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Markus Hengstschläger mit Radio-NÖ-Moderatorin Alice Herzog

Allerdings gehöre auch der Mut dazu, neue Wege zu gehen. Schon im Kindesalter ließe sich die Lösungsbegabung von uns Menschen fördern, so Hengstschläger. „Wenn wir Kindern die Lösungsfindung immer abnehmen, geht ihr Potenzial, Lösungen für neue Herausforderungen zu finden, verloren. Gene sind nur unser Werkzeug. Die Nuss knacken wir selbst.“ Dafür sei die Aneignung von Wissen genauso wichtig wie das Üben und Weiterdenken.

So manche gute Idee oder Neuentdeckung in der Geschichte sei aber auch schon passiert, ohne dass danach gesucht wurde. Die Entdeckung des Penicillins als Heilmittel für bakterielle Erkrankungen oder die Entdeckung Amerikas wären Beispiele dafür, so der Wissenschafter.

Im Interview gibt Markus Hengstschläger Einblicke in sein Zuhause in der Hinterbrühl (Bezirk Mödling). Er wohnt mit seiner Ehefrau und einem Hund in einem Haus, das Johann Nepomuk Nestroy erbauen ließ. Hengstschläger ist Vater von zwei erwachsenen Kindern und seit 26 Jahren „glücklich verheiratet“, wie er in der „Nahaufnahme“ verrät.

Caroline Peters: „Glück ist etwas Leises“

Die Burgschauspielerin Caroline Peters ist zum zweiten Mal mit dem Nestroy-Preis ausgezeichnet worden. In der Radio-NÖ-„Nahaufnahme“ erzählt sie über ihren Weg an die Spitze der Schauspielerinnen im deutschsprachigen Raum. „Glück ist etwas Leises“, so Peters.

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„Nahaufnahme“, 11.10.2020

„Mich hat es tatsächlich sehr stolz gemacht, den ersten Preis zu bekommen, aber jetzt tatsächlich einen zweiten Nestroy-Preis zu bekommen, fand ich ungeheuerlich beeindruckend,“ sagt die beliebte Burgschauspielerin, die mit ihrer Auszeichnung während der Dreharbeiten für die TV-Show in einem Tresor im Berliner Spionagemuseum überrascht worden ist.

„Ich habe wirklich überhaupt nichts geahnt, hatte dementsprechend auch keine Dankesrede vorbereitet, die Überraschung ist wirklich gelungen“, so die Wahlösterreicherin, die vor fünf Jahren mit ihrem Lebenspartner endgültig nach Wien übersiedelt ist, mit dem sie auch einen gemeinsamen Handel für Postkarten betreibt. „Von wem kennt man heutzutage wirklich noch die Handschrift? Ich finde es einfach schön, wenn mir Menschen eine Postkarte senden und ich schreibe sie auch selbst sehr gern“, sagt Caroline Peters im persönlichen Interview auf Radio Niederösterreich.

Caroline Peters
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Caroline Peters im „Nahaufnahme“-Interview mit Alice Herzog

„Ich bin dann doch lieber Schauspielerin geworden"

Sie erzählt auch über ihre Gefühle, während und nach dem Lockdown im Frühjahr dieses Jahres: „Ich habe lange gebraucht, um zu erkennen, dass sich womöglich alles, was wir kennen, wirklich verändert.“ Auch ihr Auftritt als „Buhlschaft“ bei den Salzburger Festspielen war lange in Schwebe, auch, wie es mit den Theatern insgesamt weitergehen würden. „Es ist schon sehr seltsam derzeit, es ist völlig anders als bisher Theater zu spielen. Es ist auch schwieriger eine gemeinsame Raumenergie herzustellen, als früher“, so Peters über ihren neuen Alltag am Wiener Burg- und Akademietheater. „Das Gespielte empfinde ich derzeit als normaler, als die reale Welt, weil in der realen Welt muss man ja Abstand halten, Hände waschen, auf Hygiene achten. Auf der Bühne ist es eigentlich wie vorher.“

Caroline Peter erzählt auch über ihre Kindheit in Köln als jüngste Tochter einer Arztfamilie, die eigentlich Requisiteurin werden wollte, ohne zu wissen, dass man dafür auch handwerklich begabt sein sollte. „Also bin ich dann doch lieber Schauspielerin geworden,“ so Peters mit einem Augenzwinkern. In Deutschland hat sie durch ihre Rolle als TV-Kommissarin in der Krimi-Serie „Mord mit Aussicht“ breite Bekanntheit erlangt, jetzt stand sie erneut als Kommissarin für eine neue deutsche Krimiserie vor der Kamera. „Ich unterscheide nicht zwischen ernster Kultur und Unterhaltungskultur, ich mache immer schon beides gerne.“

Hugo Portisch: „Habe Freude an der Arbeit“

Der langjährige ORF-Kommentator, Journalist und Autor Hugo Portisch veröffentlichte ein neues Buch mit dem Titel „Russland und wir“ (Ecowin). „Ich mache das, was mir Freude macht“, so der 93-Jährige in der Radio-NÖ-„Nahaufnahme“ mit Alice Herzog. "Ich freue mich an meiner Arbeit“, sagte Portisch im Interview auf Radio Niederösterreich mit Blick zurück auf sein langes Journalisten-Leben, das Anfang der 1950er-Jahre beim damaligen „Kurier“ begonnen hat und erst im Vorjahr mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen der Republik Österreich ausgezeichnet wurde.

Seine Kindheit verbindet er bis heute mit Niederösterreich. „Ich habe die Ferien sehr oft am Bauernhof meiner Großeltern in Oberwagram (bei St. Pölten; Anm.) verbracht. Besonders das Brauchtum um die Osterzeit ist mir bis heute im Gedächtnis“, so Portisch, der in Bratislava aufwuchs und dort an einem deutschsprachigen Gymnasium maturierte.

„Pressburg war damals kulturell sehr eng mit Wien verbunden. Ich erinnere mich an Ausflüge mit der Straßenbahn, der ‚Elektrischen‘, in den Prater oder in die Wiener Oper.“ Mit dem Maturazeugnis habe er in den letzten Kriegswochen auch gleich einen Marschbefehl in Händen gehalten, erzählte er, und sei nur durch Glück der Front entkommen: „Ich bin nur ganz knapp entkommen, auch unter Risiko meines eigenen Lebens.“

„Österreich wird frei“: Die Schlagzeile seines Lebens

In der „Nahaufnahme“ erzählte Portisch auch über die „Schlagzeile seines Lebens“ am 14. April 1955 in einer Sonderausgabe des „Kurier“, als er über gute Kontakte vom Abschluss der Staatsvertragsverhandlungen aus Moskau erfahren habe. „Österreich wird frei“, eine Schlagzeile, die damals, nach zehn Jahren Besatzungszeit niemand glauben wollte. „Hans Dichand und ich sind beschimpft worden, als wir die Sonderausgabe am Abend des 14. Aprils in Wien verteilt haben“, so Portisch.

Alice Herzog und Hugo Portisch
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Hugo Portisch im „Nahaufnahme“-Interview mit Alice Herzog

Sein Journalistenleben führte Portisch in alle Welt: „Heimat ist für mich bis heute Wien. Aber die Stadt, in die ich manchmal Heimweh habe, ist New York. New York war großartig für mich“, so der langjährige Auslandsberichterstatter heute. Die Politik habe ihn nie wirklich gereizt, sagte Portisch, auch nicht, als ihm einmal von zwei Parteien gleichzeitig angeboten wurde, Kandidat für das Bundespräsidentschaftsamt zu werden. „Wenn ich etwas mit Händen und Zähnen und Klauen verteidige, dann ist es meine Freiheit“, so Portisch.

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„Nahaufnahme“, 4.10.2020

In der „Nahaufnahme“ sprach er auch über den schweren Verlust seiner Frau Traude und seines Sohnes. „Den Verlust unseres Sohnes haben wir noch gemeinsam getragen, aber meine Frau ist dann auch viel zu früh gestorben. Das hat mich sehr getroffen und trifft mich auch heute noch.“ Gerne erinnert sich Portisch an das Haus in der Toskana, wo er mit seiner Frau eigenes Olivenöl hergestellt hat oder an gemeinsame Spaziergänge im Wald.

Seine Enkelin und Urenkelin leben in Deutschland, besuchen ihn aber regelmäßig. Mit Stolz zeigte er ein Fotoalbum seiner Lieben. Solange es geht, wolle er jedenfalls weiter recherchieren, schreiben und kommentieren. „Das macht mir immer noch Freude. Es hält einen auf Trab und wenn es Freude macht, ist es auch gesund“, so Portisch in der „Nahaufnahme“.