Steinhäusl: Wozu Lärmschutzwände?

Am Knoten Steinhäusl auf der Westautobahn (A1) werden wieder Lärmschutzwände aufgestellt - rechts, links und in der Mitte der Fahrbahn. Viele Autofahrer fragen sich, wozu. Denn Häuser sind von der Straße aus nicht zu sehen.

90.000 Autos und Lkws fahren täglich über die Autobahn am Knoten Steinhäusl. Seit Monaten wird hier gebaut. Die 7,5 Meter hohen Lärmschutzwände rechts und links der Autobahn stehen bereits. Jetzt wird eine 6,5 Meter hohe Mittelwand eingezogen. „Der Lärmschutz in Steinhäusl ist sehr komplex. Die Anrainer wohnen oberhalb der Autobahn. Sie sind durch den Verkehr massiv belastet“, sagt Werner Kaufmann, Lärmschutzexperte der ASFINAG.

„Lärm knallt direkt auf die Anrainer“

In Teilen Eichgrabens und Altlengbachs sei der Lärm enorm, heißt es. „Der Knoten Steinhäusl ist einmalig in ganz Österreich. Hier laufen unterschiedliche Fahrbahnen in drei Ebenen übereinander, wobei eine direkt auf die Anrainer zuführt. Dadurch knallt der Lärm direkt auf die Anrainer.“ Daher baut die ASFINAG an einigen Stellen bis zu vier Wände. Die Mittelwand schirmt den Lärm zusätzlich ab, wird argumentiert. Dadurch könne der Lärm um mehr als die Hälfte eingedämmt werden.

Lärmschutzwände in Steinhäusl

ORF

Der Knoten Steinhäusl: Hier treffen die A1 und die A21 aufeinander

Kritik der Flugrettung

Die Wände kosten neun Millionen Euro, sie haben eine Fläche von 32.000 Quadratmetern. Doch sie sorgen auch für Kritik, etwa bei der Flugrettung. Durch den Lärmschutz werde es für die Piloten schwieriger werden, zu landen und zu starten. „Auf der Hauptfahrbahn kann der Hubschrauber überall landen. Außerdem haben wir einen Hubschrauberlandeplatz errichtet“, sagt Gernot Brandtner von der ASFINAG.

Mehr zum Thema:

Kritik an Lärmschutzwänden (noe.ORF.at; 24.9.11)

Es sei ein Sicherheitskonzept mit den Einsatzkräften erarbeitet worden. In der 1,2 Kilometer langen Mittelwand gebe es fünf Durchgänge, damit Feuerwehr und Rettung von einer Richtungsfahrbahn zur anderen gelangen können. Bis November dieses Jahres soll der Lärmschutz fertiggestellt sein.

Link:

  • ASFINAG(www.asfinag.at)