125 Jahre Raiffeisen: Rückkehr zum Ursprung

Am 4. Dezember 1886 wurde in Mühldorf bei Spitz in der Wachau die erste Raiffeisenkasse gegründet, mit damals 94 Genossenschaftsmitgliedern. Heute sind bei der Raiffeisenbankengruppe NÖ-Wien 5.000 Menschen beschäftigt, die mehr als 1,2 Millionen Kunden betreuen.

Raiffeisen in Österreich feiert sein 125-Jahr-Jubiläum. Bei der Jubiläumsfeier am Sonntag in Mühldorf wurde auch ein Ausblick in die Zukunft gemacht. Die Begriffe Hilfe zur Selbsthilfe, Solidarität und Nachhaltigkeit habe man anlässlich der 125-Jahr-Feier oft gehört, sagte Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konrad.

Junge Menschen sollen angesprochen werden

Vor allem aber brauche man Menschen, die diese Ideen umsetzen. „Ich hoffe sehr, dass es uns auch in Zukunft gelingt immer wieder junge Menschen mit diesem Ideen- und Gedankengut vertraut zu machen, sie dafür zu begeistern und dazu zu gewinnen, dass sie gute Geschäfte mit guten Gewissen machen und damit sie den Menschen dieses Landes Nutzen stiften“, so Konrad.

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Die Ideen Raiffeisens, zu denen auch Solidarität und Nachhaltigkeit gehören, setzten sich bald durch und sind bis heute die Grundlage des Wirtschaftens geblieben, sagt der Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, Erwin Hameseder. „Raiffeisen ist in Österreich seit 125 Jahren tief verwurzelt und heute gleichzeitig weltweit engagiert. Auch in der großen weiten Welt bleibt Raiffeisen den österreichischen Wurzeln verbunden. Das beweist auch die Anwesenheit von Raiffeisen Bank International Generaldirektor Herbert Stepic heute hier in Mühldorf“, so Hameseder.

Pröll: „Raiffeisen ist ein verlässlicher Partner.“

„Raiffeisen ist ein verlässlicher Partner für die Entwicklung des Landes“, sagte Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll am Sonntag. „Die Idee des Friedrich Wilhelm Raiffeisen“, so Pröll weiter, „setzt auf Solidarität und ist damit heute wichtiger denn je. Raiffeisen ist das beste Beispiel dafür, was es heißt, für andere da zu sein. Zudem gibt es in dieser Organisation eine Verankerung und Geborgenheit und auch in kultureller sowie in wirtschaftlicher Hinsicht ist Raiffeisen ein starker Partner Niederösterreichs.“

Im Rahmen der Feierlichkeiten überreichte der Landeshauptmann Anton Bodenstein, seines Zeichens Obmann der Raiffeisenbank Krems, das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich.

Mehr als 1,2 Millionen Kunden im Osten Österreichs

Die österreichische Bankengruppe ist mittlerweile von Mühldorf bis Wladiwostok erfolgreich tätig, die Raiffeisen-Bankengruppe NÖ-Wien, also die NÖ Raiffeisenbanken und die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, betreut mehr als 1,2 Millionen KundInnen vor allem im Osten Österreichs. Etwa 5.000 Personen haben hier ihren Arbeitsplatz. In Niederösterreich sind die 74 selbstständigen Raiffeisenbanken mit einem Marktanteil von 42 Prozent Marktführer, in Wien betreuen rund 600 KundenberaterInnen KundInnen an 67 Standorten.

Das Haus, in der die Raiffeisenbank Mühldorf, die eine Bankstelle der Raiffeisenbank Krems darstellt, bereits vor 125 Jahren untergebracht war, beherbergt die Bankstelle heute nicht mehr. Vor wenigen Jahren wurde an anderer Stelle in der Gemeinde eine neue Filiale errichtet.