Gasexplosion: Verfahren eingestellt

Am 3. Juni 2010 sind bei einer Gasexplosion in St. Pölten fünf Menschen getötet worden - seitdem hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen in diesem Fall geführt. Das gesamte Verfahren wurde nun aber eingestellt.

Eine massive Beschädigung einer erdverlegten Gaszuleitung war Ursache der Explosion des Wohnhauses in St. Pölten am 3. Juni 2010, heißt es bei der Staatsanwaltschaft. Die Beschädigung kann auf eine Lichtbogeneinwirkung im Zuge eines Kurzschlusses am Tag vor der Explosion an drei unmittelbar auf dem Gasrohr verlegten Hochspannungskabeln zurückgeführt werden.

„1991 und 1992 sind Fehler passiert“

Untersuchungen von Sachverständigen ergaben nun, dass bei der Verlegung der Gas- und Stromleitungen in den Jahren 1991 und 1992 die damals gültigen Verlegebedingungen nicht eingehalten worden waren. Das sei aber für die Mitarbeiter des Netzbetreibers nach dem Kurzschluss nicht erkennbar gewesen.

Laut Staatsanwaltschaft St. Pölten passierten in den Jahren 1991 und 1992 Fehler, also fahrlässige Tathandlungen. Wegen Verjährung wurde das Ermittlungsverfahren nun aber eingestellt. Ermittelt wurde wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen und fahrlässiger Gemeingefährdung gegen Mitarbeiter und Verantwortliche der EVN und Mitarbeiter zweier Bauunternehmen.