„Orpheus“: Optische Opulenz in Blindenmarkt

Bei den Herbsttagen Blindenmarkt inszeniert Isabella Gregor heuer „Orpheus in der Unterwelt“. Jacques Offenbachs populärste Operette wird als „humorvolle Reise durch Himmel und Hölle“ angelegt, so Intendant Michael Garschall.

Die Herbsttage Blindenmarkt wurden 1990 gegründet, Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“ stand bereits 1993 auf dem Spielplan, auch 1997 („Die schöne Helena“) und 2003 („Pariser Leben“) wurden den Freunden der „leichten Muse“ Werke des französischen Komponisten geboten.

Eine der populärsten Operetten

„Orpheus in der Unterwelt“ wurde 1858 uraufgeführt und ist seit damals eines der populärsten Werke des Operettengenres. Michael Garschall, der Gründer und Intendant der Herbsttage Blindenmarkt, verspricht eine „humorvolle Reise durch Himmel und Hölle“. Die Inszenierung stammt von Isabella Gregor, die bereits im Vorjahr bei Paul Burkhards „Feuerwerk“ Regie führte.

Szene aus Orpheus

Lukas Beck

In Blindenmarkt stehen prominente Sängerinnen und Sänger auf der Bühne: Musical-Star Gernot Kranner schlüpft in die Rolle des „Weiberhelden“ Jupiter, und Publikumsliebling Gabriele Schuchter gibt seine betrogene Ehefrau Juno. Erwin Berlakowitsch singt den Orpheus, seine Gattin Eurydike wird von Claudia Guarin dargestellt. Die aus dem TV bekannte Julia Cencig übernimmt die „Öffentliche Meinung“, Christian Baumgärtel mimt einen teuflischen Pluto - jene Rolle, mit der er an der Volksoper in Wien Erfolge feierte.

Erstmals ist in Blindenmarkt ein Coutertenor zu hören, Armin Gramer debütiert als Cupido. Neben den Profis stehen bei den Herbsttagen auch wieder Amateure auf der Bühne, viele von ihnen zählen bereits seit Jahren zum Stammensemble in Blindenmarkt.

Szene aus Orpheus

Lukas Beck

Regisseurin Gregor: „So ging es bei den Göttern zu“

Am Dirigentenpult steht wiederum Kurt Dlouhy. Die Regie übernahm Isabella Gregor, die dem Publikum eine phantasievolle und opulente Inszenierung verspricht: „Und natürlich fehlt in diesem Bühnenspektakel auch eine gehörige Portion Erotik nicht. Ein Spaß für alle, die wissen wollen, wie es bei den Göttern im Olymp und im Hades wirklich zugeht.“

Intendant Garschall: „Cancan Höhepunkt des Abends“

Intendant Michael Garschall über die besonderen Schwierigkeiten des „Orpheus“ in einem Interview mit den „NÖN“: „Die verschiedenen Schauplätze - Himmel, Erde und Hölle - sind eine echte Herausforderung, nicht nur für die Regie, sondern auch für die Ausstattung. Natürlich auch das große Ensemble. ‚Orpheus‘ verlangt 15 Solisten und Solistinnen! Und es gilt den berühmtesten Cancan aller Zeiten als Höhepunkt des Abends auf die Bühne zu bringen. Aber ich vertraue hier ganz Isabella Gregor und ihrem Team.“

„Orpheus in der Unterwelt“ steht bis 30. Oktober auf dem Spielplan der Herbsttage Blindenmarkt. Am 15. Oktober präsentiert Christoph Wagner-Trenkwitz „Das (kleine) weiße Rössl“ und übernimmt gleich drei Rollen.