Polizei: Gefahr als ständiger Begleiter

Der Amoklauf im Bezirk Lilienfeld zeigt, dass Polizisten eine höchst gefährliche Tätigkeit ausüben. Bereits in der Vergangenheit kam es immer wieder zu folgenschweren Zwischenfällen, bei denen Beamte schwer verletzt oder sogar getötet wurden.

17. September 2013: Ein Wilderer erschießt in Annaberg (Bezirk Lilienfeld) drei Polizisten und einen Sanitäter. Der Mann verschanzt sich danach in seinem Bauernhof in einem Ort im Bezirk Melk - mehr dazu in Blutbad: Wilderer erschießt drei Polizisten und einen Sanitäter.

11. Februar 2011: Zwei Polizisten werden in einem Wald bei Hirtenberg (Bezirk Baden) bei einem Schusswechsel schwer verletzt, einer der Beamten stirbt am nächsten Tag im Spital. Der Schütze ist ein 34-Jähriger, der wegen eines versäumten Haftantritts zur Fahndung ausgeschrieben war. Er begeht nach der Schießerei mit seiner Handfeuerwaffe Suizid.

12. Jänner 2010: Ein 27-jähriger Polizist wird bei einer Fahrzeugkontrolle in Wien-Ottakring von einem Fahrzeuglenker angeschossen. Der Autofahrer steigt aus seinem Wagen und feuert auf den Beamten.

15. April 2003: Polizisten beobachten zwei Männer bei einem Einbruch in Wien-Donaustadt und wollen sie festnehmen, einer entkommt zunächst und wird nach einer Verfolgungsjagd gestellt. Bei einem Gerangel kann er sich die Dienstwaffe eines der Beamten schnappen. Zwei Polizisten werden durch Schüsse verletzt.

15. September 1999: Bei der Kontrolle eines verdächtigen Pärchens in Wien-Donaustadt zieht der RAF-Terrorist Horst Ludwig Meyer eine Pistole und entwaffnet eine Polizistin. Gemeinsam mit seiner Komplizin flüchtet er. Bei der Verfolgungsjagd wird ein WEGA-Beamter von Meyer durch zwei Schüsse verletzt, der Terrorist schließlich erschossen. Die Komplizin lässt sich festnehmen.

25. März 1998: Mit einem Genickschuss wird ein 29-jähriger Sicherheitswachebeamter in Wien-Alsergrund getötet. Die Täter, ein Brüderpaar (21 und 22), hatten es auf die Privatwaffe des Polizisten, einen Revolver, abgesehen.

31. Juli 1995: Nach einer Geiselnahme in einer Wohnung in Wien-Meidling wird ein junger Polizist niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt, als er dem flüchtenden Täter in einem Wohnhaus buchstäblich in die Arme läuft.

14. Juni 1993: Nach einem Banküberfall in Wien-Döbling erschießt der Täter auf der Flucht einen 25-jährigen Polizisten und verschanzt sich mit vier Geiseln in einem Kindermodengeschäft. Bei mehrstündigen Verhandlungen mit dem Geiselnehmer wird auch Polizeioberst Fritz Mahringer angeschossen. Die Exekutive stürmt das Geschäft, der Täter begeht Selbstmord.

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