Prozess: Terrorverdacht gegen vier Jugendliche

Am Landesgericht St. Pölten findet am Dienstag eine Schöffenverhandlung gegen vier Jugendliche statt, denen das Verbreiten von Propagandamaterial für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vorgeworfen wird.

Die Liste der Verbrechen, welche die Staatsanwaltschaft den vier Jugendlichen im Alter von 16 und 17 Jahren vorwirft, ist lang: terroristische Vereinigung, kriminelle Organisation, Gutheißung terroristischer Straftaten, gefährliche Drohung sowie Verstöße gegen das Waffengesetz.

Die vier sollen unter anderem auf der Videoplattform YouTube Propaganda für die IS-Terrormiliz betrieben haben. Über WhatsApp sollen sie die Terrororganisation gegen Kritiker verteidigt haben, sagt die Staatsanwaltschaft. Drei der vier Jugendlichen stammen aus Russland, einer aus dem Kosovo. Nach Angaben einer Sprecherin des Landesgerichts St. Pölten sind die Angeklagten Schüler bzw. in Ausbildung und nicht vorbestraft.