Stift Zwettl wählt einen neuen Oberen

„Am Montag ziehen sich die Mönche des Stiftes Zwettl zur Wahl eines Oberen zurück“, heißt es auf der Website des Waldviertler Zisterzienserstifts. Ob ein Abt oder - wie im Vorjahr - ein Administrator gewählt wird, ist offen.

Pater Albert Filzwieser

Stift Zwettl

Administrator Albert Filzwieser

Im Frühjahr 2016 kandidierte Wolfgang Wiedermann nach 20 Jahren und zwei Amtsperioden nicht mehr für die Funktion des Abts. Als Nachfolger des 75-Jährigen Wiedermann - er war der 68. Abt in der Geschichte des Stifts Zwettl - wurde am 31. Mai 2016 der 69-jähige Albert Filzwieser als Administrator für die Dauer eines Jahres gewählt.

Am Montag wird im Stift Zwettl unter der Leitung des Heiligenkreuzer Abtes Maximilian Heim neuerlich gewählt. Am Beginn steht um 9.00 Uhr ein Gottesdienst in der Stiftskirche, zu dem auch die Bevölkerung eingeladen ist. Im Anschluss versammeln sich alle 16 wahlberechtigten Patres des Stifts zur Wahl. In Vorgesprächen wird dann festgelegt, ob ein Abt oder neuerlich ein Administrator zur Wahl steht. Ein Ergebnis soll am Montagnachmittag bzw. spätestens aber am Dienstag vorliegen.

Das weltweit drittälteste Zisterzienserkloster

Bei der Wahl unter dem Vorsitz der Äbte Reinhold Dessl (Stift Wilhering/Oberösterreich) und Matthäus Nimmervoll (Stift Lilienfeld) am 31. Mai 2016 erreichte Filzwieser im ersten Wahlgang „die überwältigende Mehrheit der Stimmen“, hieß es in einer Aussendung des Stifts. Filzwieser wurde am 21. August 1946 in Kleinzell (Bezirk Lilienfeld) geboren. Nach seinem Eintritt in das Stift Zwettl im Jahr 1965 empfing er nach dem Studium der Theologie am 1. August 1971 die Priesterweihe. In den vergangenen Jahren wirkte Filzwieser als Seelsorger in Schweiggers (Bezirk Zwettl).

Stift Zwettl

APA / Paul Plutsch

Stift Zwettl

Stift Zwettl als das weltweit drittälteste durchgehend bestehende Zisterzienser-Kloster datiert auf das Jahr 1138 zurück. 19 Mönche leisten derzeit seelsorgliche Dienste in 17 Pfarren der Umgebung. Unternehmerisch aktiv ist das Stift Zwettl mit Betrieben in der Forst- und Teichwirtschaft. Letztere ist vor allem für die Zucht der Waldviertler Karpfen bekannt. Zum 875-Jahr-Jubiläum 2014 wurde eine umfassende Klosterrenovierung abgeschlossen.

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