Wachau Marathon 2019
Benjamin Butschell
Benjamin Butschell
Sport

Wachau-Marathon 2019 auf Erfolgskurs

Bei Niederösterreichs größter Lauf-Veranstaltung werden am 29. September mehr als 9.000 Läuferinnen und Läufer erwartet. Der späte Termin beeinträchtigt zwar das Elitefeld, bei den Hobbysportlern gibt es dafür einen Anstieg bei den Teilnehmerzahlen.

Um eine Terminkollision mit der „Starnacht aus der Wachau“ zu vermeiden, wurde der Marathon bereits im November des Vorjahres um eine Woche verschoben. Der Austragungstermin am 29. September ist damit der bisher späteste in der 22-jährigen Geschichte der Veranstaltung. Das bringt für Veranstalter Michael Buchleitner Licht und Schatten: „Bei den Hobbyathleten sehen wir schon, dass sich der spätere Termin nicht negativ auswirkt. Nach einem heißen Sommer beginnen viele erst jetzt wieder mit dem Training und entscheiden sich doch noch, an einem der Bewerbe teilzunehmen.“

„Bei den Profis ist es sehr schwierig, weil wir sehr nahe an die großen Herbst-Marathons im Oktober herankommen oder sogar zeitgleich mit ihnen stattfinden“, so Buchleitner. So wird am 29. September auch der Berlin-Marathon ausgetragen, bei dem die besten Österreicher starten, auch die Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Doha hat zu diesem Zeitpunkt bereits begonnen. „Wir werden heuer zwar nicht die Dichte an Top-Athleten wie in den vergangenen Jahren erreichen, aber wir haben einige Athleten aus Kenia, die eine Halbmarathon-Bestzeit von 60 Minuten haben“, erklärt Buchleitner.

500 Anmeldungen mehr als im Vorjahr

Der Großteil der 9.000 Läuferinnen und Läufer startet wie jedes Jahr im Halbmarathon. Ab 10.00 Uhr machen sich am 29. September 5.000 Laufbegeisterte auf den Weg von Spitz nach Krems. Beim klassischen Marathon von Emmersdorf nach Krems (ab 10.00 Uhr) werden 1.500 dabei sein, weitere 2.000 beim Viertelmarathon ab Dürnstein (Start 9.30 Uhr) und 500 beim Kinderlauf am Samstag.

Wachau Marathon 2019
Markus Kreiner
Veranstalter Michael Buchleitner und Sportlandesrätin Petra Bohuslav bei der Präsentation des Wachau-Marathons 2019 am Freitag

„Das Plus von rund 500 Läuferinnen und Läufern zum jetzigen Zeitpunkt ist für uns ein Indiz, dass das Konzept und der Mix aus Sport, Landschaft und optimaler Organisation nach wie vor eine begeisternde Mischung sind. Wir freuen uns besonders, dass trotz Terminverschiebung Läuferinnen und Läufer aus über 60 Nationen angemeldet sind. Der Marathon kann seine Stellung als eine der Top-Veranstaltungen des Landes und gleichzeitig als eine der großen Lauf-Events Österreichs behaupten kann“, sagt Michael Buchleitner.

Sportlandesrätin Petra Bohuslav (ÖVP) freut sich neben dem sportlichen auch über den wirtschaftlichen Wert: „Wir wissen, dass 50 Prozent aller Läuferinnen und Läufer die Teilnahme mit einem Kurzurlaub in der Region verbinden. Das bringt uns eine Wertschöpfung von zwei Millionen Euro.“

Marathon setzt auf Nachhaltigkeit

Beim Wachau-Marathon werden heuer erstmals die Start- und Kleidersäcke und die Regenponchos aus kompostierbaren Produkten bestehen. Gentechnikfreie und aus europäischer Maisstärke hergestellte Bio-Säcke sind eine umweltschonende Alternative zu den klassischen Kunststoffmaterialien und innerhalb weniger Wochen zu 100 Prozent biologisch abbaubar. „Wir gehen als erste große Laufveranstaltung des Landes diesen innovativen Weg und hoffen, damit auch Vorbildwirkung zu erzielen“, freut sich Michael Buchleitner.

Die Caritas St. Pölten ist auch heuer Charity-Partner der Veranstaltung. Von den Teilnehmern kurz vor dem Start oder während des Rennens weggeworfene Kleidung wird eingesammelt und im Second-Hand-Laden der Caritas in Krems verkauft. So wie im Vorjahr gibt es direkt auf der Laufstrecke eine Spendenmatte. Pro Teilnehmer, der diese überquert, wird von der Firma Staud´s Wien ein Euro an die Caritas gespendet.