Raimundring Andrea Eckert Gutenstein
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Kultur

Intendantin Andrea Eckert erhält Raimundring

Die Prinzipalin der Raimundspiele Gutenstein Andrea Eckert ist von der Ferdinand-Raimund-Gesellschaft in Gutenstein (Bezirk Wr. Neustadt) mit dem Raimundring geehrt worden. Grund sind ihre vier erfolgreichen Jahre als Intendantin der Festspiele.

Andrea Eckert habe die Raimundspiele in Gutenstein gerettet, betonte Bürgermeister Michael Kreuzer am Donnerstagabend in seiner Rede. Die Besucherzahl habe sich seit ihrer Übernahme verdoppelt, erklärte er: „Wenn man sich nur den Ticketverkauf ansieht: Wie sie begonnen hat, lag der Verkauf bei 118.000 Karten, wir haben heuer mit 240.000 abgeschlossen. Wir haben eine Auslastung von 92 Prozent und waren zwölf Mal ausverkauft, mehr geht nicht.“

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Andrea Eckert habe die Raimundspiele in Gutenstein gerettet, so die Einschätzung von Bürgermeister Michael Kreuzer

Andrea Eckert hat es nicht zuletzt mit der Auftragsvergabe an den Schriftsteller Felix Mitterer, ein Stück über Ferdinand Raimund zu schreiben, verstanden, wieder das Publikum nach Gutenstein zu locken und für Raimund zu interessieren. Mit Ferdinand Raimund verbindet Eckert eine Art künstlerische Seelenverwandtschaft, sie nennt ihn „mein Brüderlein“, auch deshalb ehre sie der Raimundring besonders: „Jede Auszeichnung ist etwas Wunderbares. Man arbeitet nämlich so vor sich hin und weiß nicht, ob das gut ist oder schlecht ist, was man vorbereitet. Das ist eine schöne Bestätigung. Es ist sehr schön, vor allem weil ich auch so illustre Vorgänger und Vorgängerinnen hatte.“

Heller: Eckert hat besondere Wirkungsmacht

Der Raimundring-Träger und langjährige Weggefährte von Andrea Eckert, Andre Heller, hielt die Laudatio bei der feierlichen Übergabe des Raimundringes im Refektorium des Servitenklosters auf dem Mariahilfberg in Gutenstein: „Immer wenn ich an dich denke, sehe ich eine anmutige Frau vor mir, eine Frau mit ausgeprägten Talenten und einer nie versiegenden Neugier auf fordernde Abenteuer unterschiedlicher Natur. Du besitzt eine Wirkungsmacht auf Publikum aller Arten, die es mir richtig erscheinen lässt, dich eine Sternstundenkönigin zu nennen.“

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Andre Heller attestierte Andrea Eckert in seiner Laudatio eine „Wirkungsmacht“ auf das Publikum

Der Raimundring wird seit dem Jahr 1980 in zweijährigem Rhythmus vergeben. Am Beginn geschah das noch durch das Bundesministerium für Kunst und Kultur, seit einigen Jahren obliegt dies den Gemeinden Gutenstein und Pottenstein in Verbindung mit der Raimundgesellschaft in Wien. Bisherige Träger und Trägerinnen sind bekannte Persönlichkeiten wie Josef Meinrad, Attila Hörbiger und Paula Wesely sowie aus der jüngeren Zeit Ernst Wolfram Marboe, Otto Schenk, Christian Futterknecht, Fritz Muliar und Andre Heller, Ulli Fessl und Cornelius Obonya, wie der neu gewählte Präsident der Raimundgesellschaft Karl Zimmel betonte.

Seit dem Jahr 2016 ist Andrea Eckert Intendantin in Gutenstein, in diesem Jahr wurde sie auch mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien ausgezeichnet. Im März 2017 wurde ihr das Goldene Ehrenzeichen des Landes Niederösterreich verliehen. Nun folgte der Raimundring.