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APA/HERBERT PFARRHOFER
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Gesundheit

ÖGK verspricht verbesserte Leistungen

Für alle, die derzeit noch bei der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse versichert sind, soll es ab Jänner einige Verbesserungen bei den Leistungen geben. Mit dem Start der neuen Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) werden nämlich die Leistungen der Gebietskrankenkassen harmonisiert.

Ab 1. Jänner ist die Niederösterreichische Gebietskrankenkasse – ebenso wie die acht anderen Gebietskrankenkassen – Geschichte. Sie werden gemeinsam mit vier Betriebskrankenkassen in der Österreichischen Gesundheitskasse zusammengefasst, die ab dann mehr als sieben Millionen Versicherte in Österreich betreut. Der sogenannte Überleitungsausschuss fasste dafür am Dienstag die letzten wichtigen Beschlüsse. In erster Linie wurde dabei Leistungsharmonisierung für Versicherte abgesegnet. Für die Versicherten bedeutet das: Dort wo es noch Satzungsunterschiede zwischen den Gebietskrankenkassen gab, werden die Leistungen harmonisiert und verbessert.

Mehr Geld für Heimbehelfe und längeres Krankengeld

„Wir haben uns genau angesehen, wie das Leistungsspektrum aussieht und haben dort, wo es in den einzelnen Bundesländern nicht so gute Leistungen gegeben hat, das Niveau angehoben“, teilte Bernhard Wurzer, Generaldirektor der Österreichischen Gesundheitskasse, am Mittwoch mit.

Eine Verbesserung der Leistungen für Versicherte gibt es in Zukunft beispielsweise bei Heilbehelfen wie Brillen, Kontaktlinsen, Rollstühle, Prothesen und Ähnlichem. Hier wird die ÖGK bis zu 1.432 Euro übernehmen, bisher waren es in Niederösterreich maximal 537 Euro. Das Krankengeld, das bisher maximal 52 Wochen lang ausbezahlt wurde, soll es ab 1. Jänner 2020 bis zu 78 Wochen lang geben. Und auch bei Reisefahrtkosten sollen die Grenzwerte gesenkt werden: Statt wie bisher ab 40 Kilometern, sollen die Fahrtkosten demnächst schon ab 20 Kilometern übernommen werden.

Beamte und Selbstständige bleiben Ausnahme

Verschlechterungen soll es für die Versicherten hingegen keine geben, betont Bernhard Wurzer. „Wenn für die Versicherten die Leistungen besser werden, dann haben alle gewonnen“, so der ÖGK-Generaldirektor. Eine besondere Verbesserung sehe er vor allem in der Vereinfachung von bürokratischen Prozessen, zu der es durch die Fusionierung der Gebietskrankenkassen kommen soll. Allerdings strebe man keine Angleichung der Leistungen zwischen der ÖGK und jenen Krankenkassen an, die für Beamte und Selbstständige zuständig sind, so Wurzer.