Regal im Sozialmarkt
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Soziales

Sozialmärkte suchen Freiwillige

Weil viele Helfer zur CoV-Risikogruppe gehören, mussten bereits zwei „soogut“-Märkte wegen Personalmangels schließen – neue Freiwillige werden gesucht. Die Versorgung für Menschen in finanzieller Not sei in diesen Zeiten besonders wichtig, heißt es.

Es werden Freiwillige gesucht, die nicht zur Risikogruppe gehören – also keine Vorerkrankungen haben und jünger als 65 Jahre alt sind. Zu den Aufgaben zählen etwa Regale einzuräumen und Waren abzuholen. Wolfgang Brillmann, Geschäftsführer der „soogut“-Sozialmärkte, sagt, dass es angesichts der Existenzängste und Sorgen vieler Menschen wichtig sei, Menschen in akuter finanzieller Not mit günstigen Lebensmitteln zu versorgen.

In St. Valentin (Bezirk Amstetten), Waidhofen an der Ybbs und an den mobilen Verkaufsstellen im Mostviertel ist das wegen des Personalmangels nicht mehr möglich. Zu den mobilen Märkten gehören Melk, Loosdorf, Mank und Petzenkirchen (alle Bezirk Melk). Offen bleiben weiterhin die „soogut“-Märkte in Amstetten, Heidenreichstein (Bezirk Gmünd), Mödling, St. Pölten, Stockerau (Bezirk Korneuburg), Ternitz (Bezirk Neunkirchen) und Tulln sowie die Verkaufsstelle in Horn.

Hamsterkäufe lösten unregelmäßige Lieferungen aus

Die Sozialmärkte erhalten ihre Ware von Supermarktketten oder auch von regionalen Lebensmittelgeschäften. Wegen der Hamsterkäufe in der vorherigen Woche kam es zu unregelmäßigen Warenlieferungen. „Gegen Wochenmitte hin hat sich der Warenstrom stabilisiert und wir dürfen auch weiterhin auf die Kooperation mit den Handelsunternehmen zählen“, heißt es von „soogut“.

Peter Pacult bei soogut-Sozialmärkten
soogut-Stockerau
Die „soogut“-Märkte suchen Freiwillige: In Stockerau hilft etwa Fußballtrainer Peter Pacult (r.), am Bild mit Johannes Hrabak und Susanne Holzer, mit

Auch in den „soogut“-Läden gelten verstärkte Hygienevorschriften. So wurden die Kassen etwa mit einer Plexiglaswand versehen, um die Kassierer zu schützen. Am Boden wurde mit Klebeband der Ein-Meter-Abstand gekennzeichnet. Auch die Sozialmärkte der Caritas Diözese St. Pölten und der Volkshilfe Niederösterreich sind weiterhin geöffnet.

Collini (NEOS) ruft zu Solidarität auf

Die Caritas betreibt in Krems, Schrems (Bezirk Gmünd) und Zwettl einen „soma“. Die Märkte der Volkshilfe sind in Wr. Neustadt und Schwechat (Bezirk Bruck/Leitha). Auch in Wr. Neustadt wurden ältere Freiwillige nach Hause geschickt. Der Markt öffnet deshalb an drei Tagen um eine Stunde später.

In einer Aussendung ruft NEOS-Landessprecherin Indra Collini Bürgerinnen und Bürger abseits der Risikogruppe dazu auf, sich für die Arbeit in den Sozialmärkten zu melden. Die Situation müsse „über die nächsten Tage und Wochen“ beobachtet werden. Nur so könne der Einkauf für armutsgefährdete Menschen weiterhin sichergestellt werden.